Walpurgisnacht – Hexennacht

Heute ist Hexennacht, früher oder in anderen Regionen Walpurgisnacht genannt.

Die Hexennacht, auch Freinacht genannt, wird vorwiegend im süddeutschen Raum von Jugendlichen dazu benutzt den Nachbargemeinden den Maibaum zu Stehlen oder abzusägen oder allerhand Schabernack zu treiben.

Aber diese Tradition ist bei uns schon seit einigen Jahren sehr rückläufig.
Nur noch kleinere Kinder machen ein wenig Unsinn.

Auch wird der Maibaum meist erst am 1 Mai morgens aufgestellt um dessen Abwesenheit oder Fällen zu verhindern.
Die Bewachung des Maibaums war früher immer der Anlaß eines heftigen Umtrunkes.

Leider gehen immer mehr alte Traditionen verloren.

 

Ein kleines Gedicht zur Nacht der Hexen :

Es ist doch lange hergebracht,

Daß in der großen Welt man kleine Welten macht.

Da seh ich junge Hexchen, nackt und bloß,

Und alte, die sich klug verhüllen.

Seid freundlich, nur um meinetwillen;

Die Müh ist klein, der Spaß ist groß.

Ich höre was von Instrumenten tönen!

Verflucht Geschnarr! Man muß sich dran gewohnen.

Komm mit! Komm mit! Es kann nicht anders sein,

Ich tret heran und führe dich herein,

Und ich verbinde dich aufs neue.

Was sagst du, Freund? das ist kein kleiner Raum.

Da sieh nur hin! du siehst das Ende kaum.

Ein Hundert Feuer brennen in der Reihe

Man tanzt, man schwatzt, man kocht, man trinkt, man liebt

Nun sage mir, wo es was Bessers gibt?

(Faust: Walpurgisnacht)

Bild: Lothar Bauer

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