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Unkrautbekämpfung …

Folgendes habe ich in einem saarländischen Bauernkalender Anfang der sechziger Jahre gefunden:
„Unkraut sollte man erst gar nicht aufkommen lassen. Die Industrie hat für alle Zwecke Mittel bereit“

Dem ersten Satz stimme ich voll und ganz zu.
Wobei Unkräuter vor allem in Nutz- und Ziergärten lästig sind.
In den wilden Bereichen unserer Gärten haben sie durchaus ihre Berechtigung.
Sie dienen vielen Tieren als Lebensraum und Futterquelle.
Aber auch unter den Unkräutern gibt es ansehnliche.

Dem zweiten Satz stimme ich so nicht zu.
Man sollte nicht für alles die chemische Keule auspacken.
Aber in einer Zeit in der der Profit an erster Stelle steht

Die Zeit nach dem Kriege brachte viele Neuerungen und Erleichterungen für den Menschen.

Aktuell ist momentan die Kampagne gegen den Wirkstoff Glyphosat der in RoundUp enthalten ist.
Reste in Backwaren,  Zusatzstoffe erhöhen die Giftigleit

 

http://www.bund.net/aktiv_werden/aktionen/glyphosat_verbieten/

distel

 

 

 

Gedicht – Herbst von Wilhelm Busch

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.

Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Sie ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewußt bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.

herbst

Quellenangabe
author    Busch, Wilhelm
title    Im Herbst
type    poem
booktitle    Was beliebt ist auch erlaubt
publisher    Bertelsmann Lesering, Gütersloh
sender    pom@imsd.uni-mainz.de (Klaus Pommerening)

Houndsärsch – die Mispel

Irgend wie verfolgen sie mich.
Wir haben gerade ein Bäumchen in unseren Garten gesetzt.
Das dauert aber noch bis der Früchte trägt.

Aber…
Der Tag ist gerettet.
Bei unserem morgendlichen Hundespaziergang habe ich mindestens
zwei versteckte Houndsärschen ( Mispel ) Bäumchen entdeckt.
Und gleich mal notiert. Wo das ist verrate ich jetzt aber nicht.
Bis zur Ernte nach dem ersten Frost ist noch etwas Zeit.

houndsärsch

 

Zeichnung Klatschrose

Der Klatschmohn (Papaver rhoeas), auch Mohnblume oder Klatschrose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae).
Wird auch zu den Unkräutern gezählt.
Pollenlieferant für Bienen. Enthält keinen Nektar.
Wie man sieht ist also auch dieses „Unkraut“ nützlich.

Man findet ihn in Äckern und Getreidefeldern, denen er damit einen Farbtupfer verpaßt, aber auch an  Wegesrändern, Böschungen und Ödflächen.
Blütezeit Mai bis Juli.
Die Pflanze ist giftig und man kann nur die jungen Blätter vor der Blüte mit Salaten zubereiten.

Andere Namen für die Pflanze: Feldmohn, Feuerblume, Blutblume, , Feuer-Mohn, Flattermohn, Kornrose, Schnalle,
Klatschrose, Woldermohn

http://de.wikipedia.org/wiki/Klatschmohn

mohn

 

Holunderlimonade oder Sirup

Das ist hier die Frage.
Auf jeden Fall ist die Zeit der Holunderblüte.
Ich denke wir werden den Sirup versuchen auch weil er ergiebiger ist.

Der Rezepte gibt es viele.
Wir haben uns für folgendes entschieden:

30 Dolden Holunderblüten, 3 ungespritzte in Scheiben geschnittene Zitronen, 2 kg Zucker, 50 g Zitronensäure, 1 1/2 L kochendes Wasser.
Zutaten über den Holunder geben, darüber das kochende Wasser, unter häufigem Umrühren vier Tage stehen lassen, abseihen und in Flaschen füllen.
Der Sirup hält sich sehr lange im Kühlschrank. Mit Mineralwasser vermischt ein bis zwei Fingerbreit schmeckt es vorzüglich.

http://www.helles-koepfchen.de/rezeptideen/leckere-limonade-selbst-gemacht.html

holunder
Holunderbusch „Steine an der Grenze“ co lothar bauer

Schwarzer Holunder, Sambúcus nigra L.
In Wäldern und Gehölzen, an Hecken und Zäunen, auf der Grenze zwischen Garten und Hof, wo nichts anderes fortkommen will, wächst und gedeiht der Holunder oder Holder, wie ihn sehr richtig das alte Volkslied nennt; denn er ist der hohle Baum ( hol = hohl, ter oder der, englisch tree = Baum), dem sich das weiße leichte Mark ohne Mühe aus den Stengeln drängen läßt. Kinder benutzen dies, um sich aus den Zweigen Knallbüchsen und Puströhren zu verfertigen. Die Rinde und die gefiederten Blätter werden von den gehörnten Zweihufern, unsern Rindern, den Hirschen, ferner von Antilopen und den Büffelarten verschmäht, offenbar wegen ihres Gehalts an ätherischem Öl. Die schwarzen Blattläuse lassen sich durch dieses dagegen nicht abhalten, die jungen Triebe zu Tausenden zu besiedeln, und ihnen folgen die Ameisen, welche den süßen Saft der Blattläuse auflecken. Die in Trugdolden stehenden, stark duftenden weißen Blüten mit den gelben Antheren leuchten weithin und sind, obwohl ihnen der Honig fehlt, das Ziel zahlreicher kurzrüsseliger Insekten, namentlich der Fliegen, welche mit dem breiten Rüsselende bald die Pollenklümpchen, bald die Narben betupfen und so zur Kreuzung beitragen. Die schwarzen Beeren sind an roten Fruchtstielchen befestigt und dadurch um so auffälliger; sie dienen zahlreichen Vogelarten zur Nahrung. Nachtigallen und Sprosser, Rot- und Blaukehlchen, Schwarzplättchen, mehrere Drosselarten, Pirol, Wendehals und viele andere lassen sie sich vortrefflich schmecken und setzen ihre Samen überall ab. Daher findet man Holunderbäumchen auf Felsen, Ruinen, niedrigen Kopfweiden und hohen Bäumen als Überpflanzen. – Als Volksheilmittel genießt der Holunder eines großen Rufes, der zumeist auch berechtigt ist. Der aus den frischen oder getrockneten Blüten bereitete Thee wirkt schweißtreibend, Blätter und Blüten, sowie das aus den Beeren bereitete Mus sind blutreinigend, letzteres ist auch als Kompott nicht zu verachten. Der aus Holunderbeeren bereitete Wein ist ein erfrischendes, magenstärkendes Getränk und darf sich vor anderen, berühmteren Obstweinen durchaus sehen lassen.

Quellenangabe: http://gutenberg.spiegel.de/
type    report,author    Franz Bley,title    Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Erster Teil
publisher    Verlag von Gustav Schmidt,year    1897
corrector    reuters@abc.de,sender    www.gaga.net
created    20131114,projectid    662f33fa,wgs

Herbst – Erntezeit

Der Herbst ist der Ernte und des Blätterfalls.
Die Abende und Nächte werden kühler
Die Tage kürzer
Die Natur begibt sich langsam zur Ruhe.
Aber wer sich in die Natur begibt und diese aufmerksam beobachtet bemerkt eine ungeahnte Farbenpracht.

„Bunt sind schon die Wälder;
Gelb die Stoppelfelder,
Und der Herbst beginnt.
Rothe Blätter fallen,
Graue Nebel wallen,
Kühler weht der Wind.
…“
(Herbstlied (1782) von Johann Gaudenz von Salis-Seewis)

apfel

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Birne

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hagebutte