Schlagwort-Archive: Brauchtum

Wetterregeln – Bauernregeln 3 Februar

3 Februar Hl. Blasius
Der hl. Blasius gehört zu den 14 Norhelfern.
Er ist der Schutzpatron der der Ärzte, Kämmler, Blasmusikanten, Bauleute, Maurer, Gipser, Gerber, Schuhmacher, Schneider, Strumpfwirker, Weber, Wollhändler, der wilden Tiere. Er wird gegen Halsbeschwerden, Blasenleiden, Blutungen, Zahnschmerzen, Geschwüre, Pest angerufen
An seinem Gedenktag wird mit zwei gekreuzten oder ineinandergeflochtenen Kerzen der Blasiussegen erteilt, vor Halskrankheit und allem Bösen.

Sankt Blasius ist auf Trab und stößt dem Winter seine Hörner ab.
Sankt Blas’ und Urban (25. Mai) ohne Regen dann folgt ein guter Erntesegen

Maria Lichtmess 2 Februar

In der Nacht vom 1 auf den 2 Februar wird das keltische Imbolc Fest gefeiert.
Das Fest der Lichtjungfrau Brigid.
Fest des Lichts, Hirtenfest
http://www.jahreskreis.info/files/imbolc.html

Lichtmess galt in der katholischen Kirche früher als Ende der Weihnachtszeit. Noch heute bleiben in vielen katholischen Kirchen und Häusern Krippe und Weihnachtsbaum bis zum 2. Februar stehen.
Es wurden auch die Kerzen für das ganze Jahr geweiht.

Das Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Reinigung, Mariä Lichtmess) war in früherer Zeit ein wichtiges Datum im Jahreslauf. Mit ihm verbanden sich Zahlungsfristen, zeitliche Fixierungen von Arbeitsverhältnissen sowie der Beginn des sogenannten Bauernjahres. Außerdem bezogen sich manche volkstümliche Bräuche, Sprichwörter, Reime und Wetterregeln auf diesen Festtag.

„Maria Lichtmess = bei Daach ze Nacht gess“
Maria Lichtmess = Am Tag zu Nacht gegessen
Es wird abends früher hell

Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.
Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee.
Der Lichtmess-Sonnenschein bringt großen Schnee herein.
Es wird gewöhnlich sehr lang kalt, wenn der Nebel zu Lichtmess fallt.
Ist’s Lichtmess licht, geht der Winter nicht.
Scheint zu Lichtmeß die Sonne heiß, gibt`s noch sehr viel Schnee und Eis.
An Lichtmeß fängt der Bauersmann – neu mit des Jahres Arbeit an.
An Lichtmess fängt der Bauersmann neu mit des Jahres Arbeit an.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Bauernregeln
http://de.wikipedia.org/wiki/Darstellung_des_Herrn

 

Wetterregeln -Bauernregeln 27 Januar

27 Januar
Heute ist Holocaust Gedenktag.
Am 27 Januar 1945 befreite die Rote Armee das Lager Auschwitz-Birkennau
Der Gedenktag wurde am 3. Januar 1996 durch Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt und auf den 27. Januar festgelegt.
Sankt Julian zerbricht das Eis, bricht er es nicht, umarmt er es.
Das Eis zerbricht St. Julian, wo nicht, da drückt er`s fester an.
Gelinder Januar bringt spätes Frühjahr.

Am alten Bahndamm Mondorf-Silwingen

schnee2

Paraple 27- Gau & Griis

Erschienen ist der Paraple Nr. 27.
Thema:
… Tu sais ce que tu es ?
… Weisst du, was du bist ?
… Wääschde, wat de béschd ?

dreisprachige Literaturzeitschrift, erscheint zweimal jährlich

Sprachen: Rheinfränkisch, Moselfränkisch, Letzenburgerfränkisch, Deutsch, Französich
Seiten : 80
Kategorie : Revue
Format : 21 x 27
Artiste présenté : Marlene Thiesen

http://www.gaugriis.com/

paraple27

 

 

Wetterregeln – Bauernregeln 25 Januar

25 Januar
Pauli Bekehrung

Am Tage Pauli Bekehr – der halbe Winter hin, der halbe Winter her.
Ist es an Paulus klar, kommt ein gutes Jahr. Hat er Wind, regnet’s geschwind.
An Pauli Regen, schlechter Segen.
Ist an Pauli Bekehr das Wetter schön, werden wir ein warmes Frühjahr seh’n; ist es aber feucht und schlecht, kommt das Frühjahr spät als fauler Knecht.
An Pauli Regen, dann koomt ein schlechter Segen
Je kälter unser Pauli und auch heller – desto voller werden die Scheuer und der  Keller.
Scheint die Sonne schön an Pauli Bekehrung, bringt es den Früchten gute Bescherung.
St. Paulus kalt mit Sonnenschein – da wird das Jahr wohl fruchtbar sein.
Ist der Nebel stark, füllt Krankheit den Sarg.
Wenn die Sonne am Paulustag lacht, wird auch ein gutes Jahr gebracht.
Wenn die Sonne am Paulustage scheint, wird stets ein gutes Jahr gemeint. Wird es aber schneien oder regnen, kann uns ein mässiges Jahr begegnen.
Pauli bekehr dich – halber Winter, scher dich
Wenn’s an Pauli regnet oder schneit, wird teuer das Getreid’.

 

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Wetterregeln – Bauernregeln 22 Januar

22. Januar: St. VinzenzVinzenz von Valencia
Nach Vinzenz benannte Christop Kolumbus die Karibikinsel St. Vincent, da diese Insel von ihm am Gedenktag des Heiligen entdeckt wurde.

Die Winzer bitten heute den Hl. Vinzenz um Segen für das Wachstum des Weines. Der Märtyrer Vinzenz von Saragossa war der Legende nach Diakon des Bischofs Valerius von Valencia in Spanien. Vinzenz wird zumeist einer mit Traube in der Hand abgebildet, denn er ist Schutzpatron der Winzer, aber auch der Dachdecker, Seeleute und Holzfäller.

Ein alter Brauch verrät den Winzern schon im Januar, was das Jahr ihnen bringen könnte. „Rinnt Vinzenz, wird der Keller voll sein“, sagt der Volksmund und beschreibt damit den Brauch des Vinzenzreben-Schnittes, bei dem die Weinrebe vom Stock abgeschnitten wird. Rinnt sofort der Saft, dann wird auch der Wein fließen. Danach wird die Rebe zum Austreiben in ein Glas Wasser gelegt. Aus der Anzahl der Sprossen kann dann die Menge des Weinertrages erschlossen werden.

Auch in unserer Gegend wurde früher Wein angebaut. Auf verschiedenen Dörfern des Gaus bis etwa 1900.
Zum Beispiel zeugt noch heute der Straßenname „Im Wingert“ in Mondorf davon
Die Steinterrassen oberhalb dieser Straße findet man immer noch im Wald.

Vor 2000 aber wurde unterhalb des Linnenbergs wieder Wein angebaut. Eine private Initiative von
Ewald Johannes (+).
Der Name „Silwinger Schüttelfrost“ zeugte von der Herbe dieses Rebbensaftes.

Viele Bauernregeln dieses Tages drehen sich um den Wein.
Früher begann der Rebschnitt am St. Vinzenz-Tag

Beim Heiligen Vincentius gibt’s neuen Frost oder Winterschluss.
An St. Vinzent, da hat der Winter noch kein End’.
Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee.
Wenn Agnes und der Vinzenz kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen. (? 21. Januar)
An dem Tag Vinzenzius jede Rebe treiben muss.
Wie’s Wetter am St. Vinzenz war, so kann’s auch sein das ganze Jahr: Schönes Wetter bringt Gewinn, drum merk’ den Tag in deinem Sinn.
An Vinzenzi voller Sonnenschein lässt uns hoffen auf Korn und Wein // … bringt uns reichlich Korn und Wein // … bringt dem Winzer guten n,
Vinzenzi Schein bringt viel Wein.
Scheint die Sonne an Vinzenzi blass, mit gutem Wein füllt sie das Fass.
Hat der Vinzenz Wasserflut, ist es für den Wein nicht gut; schüttet es gar in die Wann’ – o weh, wie wird er dann?
Geht der Vinzenz im Schnee, gibt es viel Heu und Klee.

Wetterregeln – Bauernregeln 21 Januar

21 Januar St. Agnes
Agnes ist Heilige der Keuschheit, der Jungfrauen, der Gärtner und der Kinder

Heut an Agnes mache Schluß mit dem letzten Neujahrsgruß

Wenn St. Agnes gekommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.
Ziehen Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund.
Die Agnessonne hat weder Kraft noch Wonne.
Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag
Wenn Agnes und Vincentus  ( 22. Januar) kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.

 

agnes

Wetterregeln – Bauernregeln 18 Januar

18 Januar
Tag des Schneemanns
Verworfener oder Schwendttag
Ein Schwendtag (auch: verworfener Tag oder Unglückstag) ist im Volksglaube ein Tag, an dem nichts Neues (z. B. Urlaub, Reise, Arbeit, Operation, Heirat, Verlobung, Geschäftsabschlüsse) begonnen werden soll. Während an den Schwendtagen bestimmte Tätigkeiten unterlassen werden sollten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwendtag

Hat Petri Stuhlfeier Eis und Ost, bringt der Winter noch herben Frost.

Petri Stuhlfeier) ist ein Gedenktag im Kirchenjahr der römisch-katholischen Kirche.
Ein zweites Fest der Kathedra Petri, das später in den römischen Generalkalender übernommen wurde, feierte man in Gallien seit dem 6. oder 7. Jahrhundert am 18. Januar. Papst Johannes XXIII. vereinigte beide Gedenktage wieder zu einem am 22. Februar gefeierten.
Darum findet man auch heute immer noch Wetterregeln die sich auf die Petri Stuhlfeier am 1 Januar beziehen

Bauernregeln – Wetterregeln

17. Januar: St. Antonius

Am Schnee nicht spart Sankt Anton mit dem weißen Bart.
Wenn zu Antoni die Luft ist klar, gibt’s ein trockenes Jahr.
Große Kälte am Antoniustag manchmal nicht lange halten mag.
Der Antonius mit dem weißen Bart, wenn’s da nicht regnet, er mit dem Schnee nicht spart.
Große Kält’ am Antonitag, große Hitz’ am Lorenzitag (10. August). Doch keine lange dauern mag
Um Antonius nehmen die Tag zu um eine kleine Mönchesruh’.

Wetterregeln – Bauernregeln 15 Januar

Wer nach Wetterregeln sucht findet vielleicht für den heutigen Tag ein paar Widersprüchlichkeiten!

http://de.wikipedia.org/wiki/Paulus_von_Theben
Sein Festtag ist der 10. (katholisch) bzw. der 15. Januar (orthodox). Er ist Schutzheiliger der Korb- und Mattenflechter.

http://de.wikipedia.org/wiki/Habakuk
Sein Gedenktag ist katholisch 2. Dezember oder 15. Januar

Spielt auch die Muck’ um Habakuk, der Bauer nach dem Futter guck.
Die Schnake, die hat leichtes Spiel, bringt der Januar der Wärme viel. Jedoch sticht uns’re Mücke nicht, schwillt auch nicht Habakuks Gesicht.

St. Paulus klar, gutes Jahr, bringt er Wind, regnet’s geschwind.
Ist der Paulustag gelinde, folgen im Frühjahr rauhe Winde.

Wetterregeln – Bauernregeln 9 Januar

 9 Januar –  St. Julian, St. Gregor

    St. Julian bricht das Eis, oder er bringt’s mit von seiner Reis‘
    Sankt Julian bricht das Eis; bricht er es nicht, umarmt er es.
    Scheint an Gregor die Sonne, herrscht bei Korn- und Weinbauern Wonne.
    Wenn der Frost im Januar nicht kommen will, so kommt er im März oder April
    Jänner warm, daß Gott erbarm. Jänner kalt, das gefallt.

Wetterregeln – Bauernregeln 6 Januar

6 Januar Drei Könige

Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter.

Wie sich das Wetter vom Christfest bis Dreikönig hält, ist es meist auch danach bestellt.
Dreikönig ohne Eis, Pankraz (12.5.) weiß.
Ist Heiligdreikönig sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.
Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter.
Ist Dreikönig hell und klar, gibt’s viel Wein im neuen Jahr.

Als Heilige Drei Könige oder Weise aus dem Morgenland bezeichnet die christliche Tradition die in der Weihnachtsgeschichte des Matthäus-Evangeliums (Mt 2 EU) erwähnten „Sterndeuter“ (im griechischen Ausgangstext ?????, Magoi, wörtlich „Magier“), die durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt wurden. Im Neuen Testament werden sie nicht als „Könige“ bezeichnet, auch gibt es keine Angabe über ihre Anzahl. Diese Angaben entstammen einer umfangreichen Legendenbildung, die im 3. Jahrhundert ihren Anfang nahm. Die in der Westkirche verbreiteten Namen Caspar, Melchior und Balthasar werden erstmals in Legenden des 6. Jahrhunderts erwähnt.

Darüber hinaus gab es früher im ganzen deutschsprachigen Raum die Tradition des Dreikönigsingens, im Rheinland ist dieses Brauchtum auch heute noch verbreitet. Als sogenannter Heischebrauch wurde er oftmals dazu genutzt, sich in der kalten Jahreszeit ein Zubrot und einen Zehrpfennig zu verdienen. Diverse Lieder und Vortragstexte blieben bis heute erhalten. Die Vortragenden gingen für gewöhnlich mit einem Stern umher und hatten sich nach Möglichkeit als Könige gekleidet. In der alten Bischofsstadt Hildesheim ist ein solcher Heischebrauch bis heute überliefert. So verlieh der Bischof vom Berge den Pflastersetzern (Patthökern) das Privileg, diesen Brauch in der Stadt auszuüben. Vorgetragen wurde ein Sing- und Sprechspiel, das, musikalisch begleitet, mit Segenssprüchen für die Hausbewohner endet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Drei_K%C3%B6nige

Der Dreikönigstag war auch einer der Merktage zur Messung der
Tageslänge:

An Neujahr um einen Hahnenschritt,
An Heilig Dreikönig’ um einen Hirschsprung,
An Sebastian um eine ganze Stund,
An Mariä Lichtmess merkt man erst was drum.

Bauernregeln – Wetterregeln 1 Januar

Viel Regen, wenig Schnee, das tut Äckern und Bauern weh.”
Ein Jahr, das schlecht will sein, stellt sich schwimmend ein
Anfang und Ende vom Januar,zeigen das Wetter fürs ganze Jahr.
Neujahr Sonnenschein, lässt das Jahr fruchtbarer sein.
Wenn es zu Neujahr schneit, gibt es viele Bienenschwärme.
Auf trockenen, kalten Januar,folgt viel Schnee im Februar.
Januar warm, das Gott erbarm.
Januar ganz ohne Schnee tut den Bäumen, Bergen, Tälern weh.”

Winter, Rauhnächte, Hl. Abend ….

Wir sind mitten in den Rauhnächten.
Es ist die Zeit der Geister, Toten, Dämonen, Orakel, der wilden Jagd …
Es gibt unterschiedliche Deutungen wann diese Nächte beginnen und enden.  Irgend wann zwischen dem 21 Dez. und dem 6. Jan.
Auf jeden Fall verschmelzen in ihnen auch die uralten Bräuche unserer Ahnen mit denen des Christentums.
Die Zeit zwischen den Jahren, den Dimensionen …

Im Kreislauf der Natur hat jede Jahreszeit ihren Platz und Berechtigung.
Daran sollten auch alle Jene denken die die dunkle Jahreszeit nicht mögen.

Nutzen wir die Dunkelheit und nächtliche Stille zur Ruhe, Besinnung oder einfach nur zum Ausruhen vom Alltag.
Freuen wir uns auf das Weihnachtsfest aber vergessen wir nicht die denen es nicht so gut geht wie uns.

Leider ist der Winter alles andere als Winterlich.
Darum auch dieses Gedicht das  in diese Jahreszeit passt.

Winternacht

Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fort geschritten!

Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint die alten Fichten,
Die, sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,
Den Zweig zurück zur Erde richten.

Frost! friere mir in’s Herz hinein!
Tief in das heißbewegte, wilde!
Daß einmal Ruh mag drinnen seyn,
Wie hier im nächtlichen Gefilde!

Dort heult im tiefen Waldesraum
Ein Wolf; – wie’s Kind aufweckt die Mutter,
Schreit er die Nacht aus ihrem Traum,
Und heischt von ihr sein blutig Futter.

Nun brausen über Schnee und Eis
Die Winde fort mit tollem jagen,
Als wollten sie sich rennen heiß:
Wach auf, o Herz, zu wildem Klagen!

Laß deine Todten auferstehn,
Und deiner Qualen dunkle Horden!
Und laß sie mit den Stürmen gehn,
Die frischer immer wehn vom Norden!

Nikolaus Lenau

Weitere Gedichte von Lenau findet man beim Projekt Gutenberg

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