Kleindenkmäler! Launstrof, Scheuerwald, Steine an der Grenze.

Kleindenkmäler! Launstrof, Scheuerwald, Steine an der Grenze.

Fährt man mit dem Auto durch die Dörfer übersieht man sehr Vieles dass aus den Augenwinkel nicht zu entdecken ist.
Besser ist es mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs zu sein.
Aber auch dann sollte man nicht nur den Hauptverkehrswegen folgen sondern auch die Seitenstraßen beachten.
Die Strecke führt vom großen Parkplatz „Steine an der Grenze“ über Launstroff, durch Scheuerwald und dann wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Vom Parkplatz fällt der Weg, an Apfel und Birnenbäumen vorbei, leicht ab bis in eine kleine Senke.
Von rechts passiert ein Wasserlauf die Senke und führt weiter Richtung Flatten rechts unten an der ehemaligen Villa Rustica vorbei. Um dann bei Flatten in den bei Launstroff entspringenden späteren Waldwieser Bach zu münden.
Der Weg steigt wieder leicht an und man passiert die Steinskulptur von Milos Clupac CSFR und gleich darauf eines der französischen Windräder.
Gegenüber befindet sich eine einfache Ruhebank.
Weiter und geradeaus schwenkt der Weg dann nach rechts ab in ein kleines Tal hinein.
Vor einer leichten Kurve rechts der Stein von Gerard von Roy Niederlande, der 1991 erstellt wurde. Wiederum rechts davon nur einige Meter daneben befindet sich ein alter Gedenkstein.
Dieser ist momentan fast nicht zu sehen weil die Vegetation ihn fast ganz verdeckt. Da ich ihn aber schon vor Jahren dort entdeckt hatte, war es ein leichtes ihn wieder zu finden.
Es scheint das einige Teile des Steines im oberen Bereich fehlen. Zu erkennen ist folgendes von der Inschrift: Errichtet zu Ehren Gottes Familie …
Weiter geht es steiler hinab durch den Maerchergrund (Märechengrund?) über einen kleinen kanalisierten Bach und in einer Linkskurve wieder den Hang hinauf. Dieser kleine Wasserlauf der von Scheuerwald kommt fließt in den schon erwähnten Waldwisser Bach.
Am Anfang des kleinen Anstieges befindet sich rechts die Skulptur von Hiroshi Mikami aus Japan.
Nach Ende des Anstieges und einige hundert Meter weiter befindet sich links die Skulptur von Toun aus Waldwisse .
Bevor man das Dorf betritt sieht man weiter rechts abgelegen vom Weg die Skulptur von Alain Mila aus Frankreich.
In einer scharfen Linkskurve stößt man auf die Rue de la Fontaine und betritt Launstroff.
Und gleich rechts befindet sich ein kleines Gebäude mit einem alten Brunnen davor. Es scheint das das Gebäude erst später errichtet wurde.
Weiter die Straße entlang um eine Kurve und in der Hauswand versteckt und eingelassen das nächste Gedenkkreuz .
Jesus am Kreuz und Maria und Magdalena (?) als Figuren in Nischen rechts und links davon. Die Inschrift ist schon verwittert aber teilweise noch zu erkennen und erahnen: Dieses Kreuz hat Matthias Schwinn und Margaretha? zu Gottes Ehren und zum Trost den Verstorbenen Seelen errichten lassen. 1814?
Blumen unter dem Kreuz zeigen das es noch nicht vergessen ist.
Alte, auch unbewohnte und neue Häuser beherrschen diese Ecke des kleinen Dorfes. Viele interessante Details sind dort zu entdecken.
Am Ende der Straße die auf die Hauptstraße stößt sieht man über den Dächern schon die Kirchturmspitze.
Um die Ecke dann ein langgestreckter Laufbrunnen mit eisernem Brunnenauslauf. Ob er haute noch benutzt wird? Auf jeden Fall kein Trinkwasser mehr.
Auf der Mauer davor habe ich einige Ziegel der Ziegelei Tuileries Clavey & Cie. Aus dem Elsaß entdeckt. Die Fabrikation wurde 1971 eingestellt.
Man kommt rechts rüber dann zu einem zentralen Platz an dem sich die Straße gabelt links nach Ritzingen und rechts nach Scheuerwald führt.
Die Kirche Saint-Martin links und rechts die Schule mit einer Bushaltestelle und Parkplätzen davor.
Ich hatte Glück das die Küsterin gerade die Kirche aufsperrte und Blumen rein brachte. Höflich gefragt und gleich eingeladen die Kirch zu betreten und mich umzuschauen. Viel gibt es dort zu sehen.
Links neben der Kirche ein anspruchsvolles Monument mit vielen Details und Figuren.
Und rechts neben der Kirche ein wenig zurück gesetzt das Kriegerdenkmal des Ersten Weltkrieges.
Über den Platz und dann Richtung Ritzingen neben der Mairie befindet sich rechts neben der Einfahrt zu einem Haus ein Gedenkstein mit Maria und dem toten Jesus in den Armen vor einem kleinen Kreuz auf einem Sockel. Auf dem Sockel sind die Namen Kieffer und Gerard? Zu erkennen. Und wieder liegen frische Blumen davor.
Gegenüber einem Haus mit einem windschiefen schmiedeeisernen Tor und einer kleinen Muttergottes in einer runden Nische über einem Stallfenster.
Wieder zurück und links in die Rue de la Frontiere die nach Scheuerwald führt.
Im Haus an der Ecke befand sich früher mal ein Cafe.
Rechts daneben die nächste Gedenkstätte.
Ein hoher Steinsockel von einer dicken treppenartigen Mauer umfasst. Drauf wiederum auf einer Plattform ein Sockel mit Inschrift:
Errichtet zur Ehre Gottes von X und X
Über der Inschrift zwei Köpfe und darüber ein Jesuskreuz mit leeren Nischen rechts und links.
Verlassene Häuser, Türen und Fenstern in Sandsteingewändern mit Ornamenten und Inschriften neben bewohnten Gebäuden.
Dann das nächste Monument vor einer Gartenmauer auf dem Bürgersteig. Jesus am Kreuz über einem Sockel.
Von weitem schon zu sehen eine kleine Kapelle mit einem Kreuz über der Tür. Beim Näherkommen aber leider zu erkennen das kleine Gebäude leer ist.
Dann kurz vor Ortsende ein alter Brunnen an einem Gebäude. Über dem Auslauf ein Tierkopf als Relief, eine Kuh. Also eine frühere Viehtränke.
Außerhalb des Ortes dann ein großer Bauernhof zu sehen. Kurz vor dran rechts in einer Hecke ein weiterer Gedenkstein mit dem Gekreuzigten und zwei Figuren.
Folgende Info dazu habe ich gefunden:
Es trägt den Namen Gerardi-Hurt
Dis Creiz hat lasen aufrichten Nicolas Gerardi und seine Ehefrau Magdalena Hurt zu Trohst deinar armen Seellen
Ein hohes monolitisches Sandsteinkreuz mit Korpus und Figurengruppe.
1826
Die Inschrift ist nicht mehr zu erkennen.
Gespräch mit einer älteren Frau vom Bauernhof:Heutige Famillie Tines und Sohn wurde erwähnt
Einige hundert Meter vor Scheuerwald die Skulptur von Vasill Ilaritch aus der Ukraine.
Weiter dann durch das kleine Dorf Scheuerwald das auch schon mal zu Deutschland gehörte.
Außerhalb Scheuerwalds ein altes schief stehendes mit einem neueren Gitter eingefasstes Kreuz. Die Figur ist nur noch zu erahnen.
Von der Inschrift nur noch lesbar: Ehre Gottes.
Laut Aussage zweier Wanderer aus Schwemlingen von 15xx.
Der Weg wendet sich dann rechts Richtung dem Ausganspunkt zu.
Bis Silwingen 7,1k ist auf einem Schild zu sehen.
Zu beiden Seiten des Weges die Grenzsteine von 1830.
Vorbei an der Skulptur von Leo Kornblut aus Deutschland.
Nach einiger Zeit ist die Schiffsartige Skulptur von Zoe de L´Isle Whittier aus Frankreich links zu sehen.
Kurz danach auf der deutschen Seite ein Kreuz von Bäumen umgeben.
Mit Lampen auf dem Sockel und mit Blumen geschmückt.
Von der Inschrift ist nicht viel zu erkennen, das bedarf weiterer Untersuchungen. 184x ist undeutlich zu erkennen.
Links Marcus und rechts Ora Pronobis in den Stein gemeißelt.
Und dann geht es vorbei an Grenzsteinen, Skulpturen und Windrädern zum Ausganspunkt.