Kalter Mittwoch – Buß und Bettag

Heute ist „Kalter Mittwoch“ – Buß und Bettag“

Das waren noch Zeiten als der „Kalte Mittwoch“ Feiertag war.
Lang ist es her. Um genau zu sein:
Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Buß- und Bettag auf einen Sonntag gelegt und damit als separater Feiertag abgeschafft – zur Aufbietung aller Kräfte im Krieg. Nach Kriegsende wurde er wieder eingeführt. Die westdeutschen Bundesländer (mit Ausnahme Bayerns) erklärten ihn nach dem Krieg zum gesetzlichen Gedenk- und Feiertag. Bayern zog 1952 nach, jedoch wurde der Tag zunächst nur in Regionen mit überwiegend evangelischer Bevölkerung gesetzlich anerkannt. Ab 1981 war der Buß- und Bettag auch in überwiegend katholisch bevölkerten Regionen Bayerns ein arbeitsfreier Feiertag und wurde nunmehr in der gesamten Bundesrepublik einheitlich begangen.

So Ende der 70ziger als Silwingen noch eine Pfadfindergruppe hatte.
Veranstaltete diese, da war ich auch dabei, eine Schnitzeljagd.
Start war morgens am Bürgerhaus und Ziel irgend wo im Wald.
Eine Spur wurde gelegt und die Leute begaben sich auf den Weg.

Der Weg zum Ziel war mit einigen Kontrollpunkten bestückt, an denen es natürlich auch was zum Aufwärmen gab. Das Ziel war jedes Jahr ein anderes. Und das Wetter war egal. Um so schmuddeliger um so besser.

Am Zielplatz im Wald angekommen  und schwenkte am offenen Feuer und wärmte sich mit Tee mit Rum und diversen Schnäpsen.
Lang ist es her.

Die Tradition des Kotlettenbratens im Wald soll von den Holzfällern und/oder Köhlern im Hochwald kommen.

Wie diese Tradition aber in unsere nicht gerade so waldreiche Gegend kam ist unbekannt.
Die Schnitzeljagd wurde damals von einem eingeheirateten Bürger aus der St. Wendeler Gegend eingeführt. St. Wendel ist so weit nicht vom Hochwald entfernt und waldreicher als der Saargau.

Der „Kalte Mittwoch“ soll an an einen äußerst strengen Winter im Jahre 1709 erinnern.
Die Saar war komplett zugefroren und es verwendeten viele Tiere in Wald und Feld.
In der darauf folgenden Dürreperiode verhungerten viele Menschen.
Die Kirche führte daraufhin am „Kalten Mittwoch“ eine Bannprozession durch, um für das Vermeiden solcher Naturkatastrophen zu beten.

Buß und Bettage

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