Wetterregeln – Bauernregeln 24 Juni Johannistag

  • Bis Johannis wird gepflanzt, ein Datum, das du dir merken kannst.
  • Stich den Spargel nie mehr nach Johanni.
  • Am Johannistag die ersten Kirch‘ nach Hause trag.
  • Vor Johanni bitt um Regen, nachher kommt er ungelegen.
  • Das Jahr, das nimmt ein gutes End’, wenn das Emd trocken in der Scheune ist.
  • Regnet’s am Johannistag, so regnet es noch vierzehn Tag.
  • Reif in der Johannisnacht den Bauern Beschwerde macht.
  • Sankt Johannis Regengüsse verderben die besten Nüsse.
  • Wenn es am Johannistag regnet, dann regnet es Pilze.

Der Johannistag, auch als Johannestag oder Johanni bekannt, wird am 24. Juni 2014 gefeiert. Der Johannistag erinnert an die Geburt Johannes des Täufers am 24. Juni und steht in Verbindung mit der Sommersonnenwende am 21. Juni. Fast alle christlichen Kirchen feiern diesen Tag. In der kürzesten Nacht des Jahres, vom 23. auf den 24. Juni, findet jedes Jahr die Johannisnacht statt.

Es existieren viele Bräuche rund um den Johannistag. Zu diesen zählen etwa das Anzünden eines Johannisfeuers in der Nacht vor dem Johannistag sowie der Tanz um das Feuer. Das Johannisfeuer steht dabei als Symbol für die Sommersonnenwende und wird auch Sonnenfeuer genannt. Zudem wird eine Johanniskrone aus Zweigen und Blumen geflochten, die teils am Dorfplatz aufgehängt wird. In Deutschland finden zahlreiche Johannisfeste, wie etwa die Mainzer Johannisnacht, statt.

Der Johannistag gilt in der Landwirtschaft außerdem als Lostag, also als Kalendertag, der Wettervorhersagen ermöglicht. Die Sommersonnenwende bedeutet auch das Ende der sogenannten Schafskälte, also des meist sehr stark Deutschland treffenden Kälteeinbruchs im Juni. Damit leitet der Johannistag die Erntesaison ein, da unter anderem das Sommer-Getreide die Reifeperiode erreicht.

Rund um den Johannistag blüht meist das Johanniskraut und die Johannisbeere sollte zu diesem Zeitpunkt erntereif sein. Die Glühwürmchen, die auch als Johanniskäfer bekannt sind, leuchten in der Zeit um die Johannisnacht am intensivsten. Als Bauernregel gibt es zum Johannistag unter anderem folgende: „Johanni trocken und warm, macht den Bauern nicht arm.“

Das Datum des Johannistags wurde auf den 24. Juni gelegt, da Johannes den Überlieferungen zufolge sechs Monate älter war, als Jesus Christi. Johannes der Täufer war Bußprediger und wird von der christlichen Kirche als letzter relevanter Prophet vor Jesus angesehen. Johannes ist neben Maria und Jesus die einzige Person, dessen Geburtstag gefeiert wird – üblicherweise ist der Gedenktag eines Heiligen immer der Todestag.

Brauchtum und Aberglaube zur Johannisnacht
Am Johannistag pflücken Jungfern stillschweigend in der Stunde nach Mittag neunerlei Blumen, darunter Storchschnabel, Weide und Feldraute. Mit einem zu gleicher Stunde gesponnenen Faden wird daraus ein Kranz gebunden und rückwärts in einen Baum geworfen. Soviele Würfe es bedarf, ehe der Kranz im Baum hängenbleibt, soviele Jahre wird es dauern, bis die Jungfer heiraten wird.

Ein Sprung über das Johannisfeuer soll das Jahr über vor Fieber bewahren (Grimm 1992, Bd. III, S. 468, Nr. 918).

Wirft man bestimmte Kräuter ins Feuer und sieht dann in die Flammen, so sollen Augenkrankheiten geheilt werden

9 verschiedene Kräuter sollen am Johannistag besonders heilsbringend sein: Mohn, Bärlapp, Kornblumen, Beifuß, Farnkraut, Eichenlaub, Johanniskraut, Lilien, Rittersporn. Mit ihnen wurden früher am Sonnwendtag Speisen zubereitet. Außerdem war es üblich, die Kräuter zu Kränzen zu flechten und im Haus aufzuhängen oder sich unter sein Kopfkissen zu legen.

 Die Johannisnacht gilt jedoch nicht nur als glücksbringend, sondern auch als geheimnisvoll und unheimlich. In dieser Nacht sollen ganz ungewöhnliche Dinge geschehen: Berge öffnen sich und geben ihre Schätze preis, Menschen können die Sprache der Tiere verstehen und versunkene Glocken beginnen zu läuten. Außerdem heißt es, dass Hexen und Dämonen in dieser Nacht umher ziehen und Gelage feiern. Um sich vor ihnen zu schützen solle man sich auf Kreuzwegen aufhalten oder die Glocken läuten.

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