Archiv der Kategorie: Silwinger Ortschronik

Die Meerkatz, der Weinanbau im Kreis Merzig-Wadern und Silwingen …

Meerkatz, früher Weinanbau, Silwingen …

Den Namen Meerkatz kennt sicher so Mancher!?
Die Jüngeren eher weniger.
Kurz vorm Beckinger Bahnhof von Richtung Merzig kommend gab es lange Zeit einen Nachtclub mit Namen „Meerkatz“.
Wo her kam aber dieser Name?
Die Gemarkung auf dem dieser Club gestanden hat heißt Meerkatz.
Und diese Gemarkung hat ihren Namen einem Wein zu verdanken der um 1830 dort angebaut wurde.
Der Beckinger Rotwein Meerkatz der von 1818 – 1822 den höchsten Preis aller angebauten Weine im Kreis Meerzig-Wadern erreichte.
Aber eigentlich war oder ist es ein Saarfelser Wein, weil die Gemarkung Meerkatz zu Saarfels gehört.
Die Besitzer des damaligen Clubs oder die Hausbesitzer haben also Tradition bewiesen und das Haus nach einem alten Wein benannt.

Beim Bahnbau Saarbrücken-Trier musste ein Teil der Weinberge abgetragen werden. Nach der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert kam der Weinbau im damaligen Kreis Merzig ganz zum Erliegen. De Grund eine Reblausplage.

Silwingen wird übrigens auch in einer Liste der Weibaugemeinden im Kreis Merzig-Wadern von 1826 genannt.
Es muß aber darauf hingewiesen werden das in der Liste auch Orte erscheinen deren Weinbau nur dem Eigenbedarf oder für kurze Zeit Anbauversuche gemacht wurden.
Der Weinanbau im Kreise wurde nur zum Nebenerwerb betrieben.

Kurze Zeit gab es in Silwingen wieder einen Wein den „Silwinger Schüttelfrost“ aus der Büdingerstrasse. Ewald Johannes aus Silwingen baute auf seinem Grundstücke einige Jahre wieder Wein an. Etwa 150l zum Eigenbedarf pro Jahr.

Und natürlich sollte man die Römer nicht vergessen die Jahrhunderte auch in Silwingen siedelten und sicher auch hier Wein anbauten oder es versuchten …
Und man denke an die Straße „Im Wingert“ in Mondorf. Ein Wingert ist ein Weingarten.

Römische Besiedlungen um Silwingen

Rote Punkte sind römische Landhäuser, Villa Rustica.
Die sehr unterschiedliche Größen hatten.
Die Villen bei uns könnten je 25-40 Hektar bestellt haben.

Bei den blauen Punkten handelt es sich sehr wahrscheinlich um die Behausungen von Kleinpächtern die für die Villa arbeiteten und noch eigenes Land bestellten.
Eine Bevölkerung von 40-50 kann man für Silwingen und Umgebung annehmen.
In der Nähe des Turmes wurde etwa 2005 ein Brandgrab gefunden.
Ein Hinweis auf eine kleine Besiedlung.

Die Mecherner Villa war auf jedem Fall größer.

Ausführlicheres wird vorbereitet. Noch sehr ungenau …

 

Wegekreuz gleich hinter dem Silwinger Ortsschild Richtung Mondorf.

Wegekreuz gleich hinter dem Silwinger Ortsschild Richtung Mondorf.
Der Mondorfer Bann beginnt gleich hinter dem Silwinger Ortsschild, also müßte das Wegekreuz auch zu Mondorf gehören.

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Altes Wegekreuz in Silwingen

„Bezüglich der Restaurierung der Wegekreuze gibt es keine Neuigkeiten, Gelder sind bisher keine freigegeben worden.“
Ich hatte da auch mal per Mail nachgefragt und eigentlich eine positive Antwort bekommen. Unser Dorf hat an Denkmälern so viel nicht zu bieten. Darum sollte man wenigstens die wenigen die wir haben auch erhalten.
Aus dem unteren Sockel war ein Stück heraus gefallen das von Alfons Peter auf Seite gelegt wurde. Das ist mittlerweile wieder repariert worden.

Vortrag – Gespenster und Geschichte. Was Spuksagen über die Vergangenheit des Saarlandes verraten

Gespenstern begegnet man allenthalben …
Ob wahr oder nicht wahr. Das muß Jeder selbst entscheiden.
Aber ein Stückchen Wahrheit ist doch an allem dran oder!?
Silwingen als kleiner Ort kann leider nicht mit Gespenstern aufwarten.  Bis jetzt ist mir darüber nichts bekannt.
Außer dem „Tor zur Hölle“, dem alten Tunnel. Aber die Gerüchte darüber wurden erst in neuer Zeit verbreitet und in der Geschichtsschreibung und auch von älteren Mitbürgern wurde nichts davon bestätigt.
Aber vielleicht wird manches erst durch die eigene Wahrnehmung, was oder wie diese auch sein mag, zum Leben erweckt …

Hier findet man Alles über das Tor zur Hölle

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Vortrag von Prof. Dr. Johannes Dillinger
Gespenster und Geschichte. Was Spuksagen über die Vergangenheit des Saarlandes verraten

In der Sagenüberlieferung der Saar finden sie zahlreiche Geschichte über Gespenster. Dieser Saarspuk hat Geschichte. Der Maltitz, der Varus, die Mottener Geister von Lebach, der Hoberger von Püttlingen, der Ratzehans von Ottweiler, der Spitalhannes von Merzig, der Sumpfgeist von Roden und viele andere Gespenster unserer Sagen – alle sagen etwas über das Leben unserer Vorfahren. Diese Gespenstergeschichten haben nämlich einen ‚wahren‘ Kern. Anhand von ausgewählten Beispielen aus dem ganzen Saarland wird untersucht, was uns Gespenstersagen über die Vergangenheit verraten.

Silwinger Kapellen

Erwiesen ist der Bau einer Kapelle von Matthias Kirst und seiner Ehefrau Anna Fritz.1653 in Silwingen. Diese hatte bis 1814 Bestand.
Die heutig Kapelle wurde 1843 gebaut.
Eine Lücke von 29 Jahren in der Silwingen gar keine eigene Kapelle besaß oder nur einen Notbehelf.

So mag die erste Silwinger Kapelle ausgesehen haben…

Zeichnung Lothar Bauer

 

 

 

Vor 100 Jahren …

Weihnachten an der Front!
Heute vor 100 Jahren tobte nicht weit entfernt der 1 Weltkrieg. Die Schlachtfelder von Verdun knapp 100 Km von uns entfernt. Bei klarem Wetter war oben auf den Saargauhöhen der Kanonendonner als Gewittergrollen zu hören …

Im 1 Weltkrieg fielen folgende Silwinger:
Gefr. Joh. Peter Lorenz Hirz
Untffz. Mathias Augustin
Musketier Joh. Niklaus Geier
Landstm. Mathias Peter

Facebook Seite – Silwingen, fre.ier onn haut!

Silwingen, fre.ier onn haut!
So der Name der neuen Facebook Seite.
Worum geht es dort?

Diese Gruppe dreht sich um Silwingen. Und wie der Titel sagt um Früher und Heute.
Alles was mit dem Dorf und seinen Bewohnern zu tun hat soll Thema dieser Gruppe sein. Aktuelles, historisches, Brauchtum, user Sprooch … gehören hier rein.
Die nahe Umgebung darf auch Thema werden.
Die große Politik wollen wir hier raus halten und uns politisch nur auf die nahe Umgebung und deren Angelegenheiten beschränken.

Text aus Paraple 33

Erschienen ist der Paraple 33 des Vereines Gau un Griis .
Die dreisprachige Literaturzeitschrift mit Schwerpunkt auf dem Dialekt unserer Region.
Weitere Informationen
http://www.gaugriis.com/
https://www.facebook.com/search/top/?q=gau%20un%20griis

Mit folgendem Beitrag bin ich dort vertreten:

Lothar Bauer
moselfränkisch / Merzig-Silwingen

Geschafft hunn ich eijentlich émmer wou annerscht …

Gewuhnt hunn ich émmer ém Soarland
äwer geschafft hunn ich méschtens wou annerscht.

Wä mier dann Sonndes oder Mendes morjens aus ém Soarland raus gefohr sénn
irend wou r
énn no Deitschland ém ze schaffen.
Dann hott mein Oma
émmer geso.ht „Pass óff dich óff“ ónn mach kenn dómmhétten

émmer schun seen soarlänner raus aus ihrem ländchen gefóhr um Aerwet ze fönnen oder ém me.i zou verdei.nen we.i dahähm
watt woar dat fier en kollon die uum wóchenunfang dat Soarland verloss hat.

On de.i selw Kolonn kommt òm wóchenénn we.ider zou réck
watt hun m
éhr us gefräht wenn mehr nôh Waldmohr komm sénn und dat Schild endlich gesé.hn hunn
„Willkommen im Saarland“

mier woren endlisch wieder dahemm
é
n usem kläänen ländchin
onn hunn us auf
èn goud soarlänisch Bei.er gefräht
den tressen den hunn mir och vermist
den göft et nämlich net iwerall en deitschland

äwer die mäschten soarlänner trenken ihr bei.er um leifschten um tressen

Och haut denekn ich manchmohl drunn wenn ich morjens no Letzenbursch schaffen foahren
wat mein Oma emmer gesoht hott

Pass óff dich óff …
ich wunnen emmer noch em soarland, do wou isch gebur senn.
schaffen den isch awer emmer noch wou anerscht

Kalter Mittwoch – Buß und Betttag …

 
Genutzt wurde er damals oft für das sogenannte „Kotelettenbraten“.
Ende der 70zige bis etwa Mitte der 80ziger veranstalteten die Silwinger Pfadfinder und später die Pilsköpp e.V.  an diesem Tag die sogenannte Schnitzeljagd.
Nach einer ausgelegten Strecke gelangten die Teilnehmer an einen „geheimen“ Ort in Feld, Wals oder Flur und konnten sich dort von der anstrengenden, bei jeder Witterung statt findenden Wanderung stärken.
Da der Buß- und Bettag weiterhin kirchlicher Feiertag ist, sind in manchen Bundesländern an diesem Tag Tanzveranstaltungen und der Betrieb von Geldspielautomaten und Spielhallen verboten.

Der frühestmögliche Termin ist der 16. November, der spätestmögliche der 22. November. Die Angaben für die einzelnen Jahre finden sich in der Liste der Termine der beweglichen Feiertage in Deutschland.

Im Jahr 1994 wurde beschlossen, den Buß- und Bettag als arbeitsfreien Tag mit Wirkung ab 1995 zu streichen, um die Mehrbelastung für die Arbeitgeber durch die Beiträge zur neu eingeführten Pflegeversicherung durch Mehrarbeit der Arbeitnehmer auszugleichen.

… Fakten, Fakten, Fakten…Wider den Mythos vom Nenniger Mosaikboden als Beginn der Mettlacher Mosaikproduktion

Historischer Verein für die Saargegend

Der nächste Vortrag in unserer Reihe:
Sabine Graf: Fakten, Fakten, Fakten…Wider den Mythos vom Nenniger Mosaikboden als Beginn der Mettlacher Mosaikproduktion
28. November 2017, 19 Uhr, Museum Schloss Fellenberg, Merzig

Gepostet von Lothar Bauer am Donnerstag, 16. November 2017

November Impressionen

Oberhalb der Biogasanlage Fitten. Vom Homberg, Flur Silwingen, fotografiert.

Im Bereich der Biogasanlage liegen die Süßinger Flure.
Süßingen ist im Verzeichnis der Wüstungen des Saarlandes zu finden.
Ein Hof dieses Namens ist auf einer Karte von 1882 bei der jetzigen Mülldeponie Fitten, gegenüber der Kompostanlage der Stadt Merzig, eingezeichnet.
Es könnte sich um die Überreste des Dorfes Süßingen gehandelt haben.

Süßingen wird erstmals 1578 erwähnt, „Sohn des Webers von Süßingen“.
1846 wird Süßingen als zu Fitten zugehörige Siedlung erwähnt.
Und umfaßt 1-2 Gebäude.

 

Weintrauben, Weinfest …

Traubenzeit ist oder war.

Aber die Perler Wein- und Kellertage kommen noch.
Vom 27.-30.10.2017

Die Winzer laden Sie in ihre Keller in und bieten Wein und regionale Spezialitäten. Und Livemusik.

Viele Vereine beteiligen sich an dem Fest und beleben es durch eigene Angebote. Im Vereinshaus findet parallel zu den Wein- und Kellertagen eine internationale Kunstausstellung statt

Weitere Infos:
http://www.perl-mosel.de/freizeit-tourismus/wein-in-perl/perler-wein-und-kellertage.html

 

Wein gab es auch schon mal in Silwingen.
Vor etwa 100 Jahren wurde in vielen Orten in unserer Gegend Wein angebaut.

Aber zuletzt der „Silwinger Schüttelfrost“ auf dem kleinen Weinberg von Ewald Johannes.

Rummelbòòtzen – Brauchtum

Rommelbotzen sieht man bei uns keine mehr. Woher auch nehmen? Weil man Rommeln oder Rüben auf keinem Feld in unserer Umgebung mehr findet. Früher wurde das Vieh damit gefüttert, aber heute scheint man da auch anderes Futter ausgewichen zu sein. Ob dieses neuwertige Futter aber besser ist als die alte Rommel …

Die Futterrübe wurde durch die Umstellung auf Silomais aus unserer Region verdrängt.

Rummelbooze oder Rummelbòòtzen: Saarland

Im Saarland und einigen Regionen der Pfalz ist derselbe Brauch verbreitet, die Rübenfiguren werden dort Rummelbooze genannt, was ebenfalls als „Rübengeist“ zu übersetzen ist. Rummel steht für Futterrübe und Booze für Verkleidung/Vermummung (vgl. Faasebooze für Personen, die ein Fastnachtskostüm tragen). Der Rummelbooze wird im Saarland meist vor der Haustür oder auf eine Fensterbank gestellt, damit er von außen gut sichtbar ist. Üblich war früher auch eine Verkleidung mit einem weißen Leintuch. Im Saarland hatte der Brauch seinen Höhepunkt in den 1920er bis 1950er Jahren. Insbesondere die Umstellung der Landwirtschaft auf Mais- statt Rübenanbau sorgte jedoch dafür, dass der Brauch heute fast ausgestorben ist. In Niedaltdorf versucht die Dorfgemeinschaft den Brauch jedoch seit einigen Jahren wieder aufleben zu lassen. Ein Bauer baut die Rüben eigens deshalb wieder an. 2012 entstanden so 160 Rummelboozen.[1]

In den 60ziger Jahren wurden Rommeln noch sehr oft als Laternen für St. Martin verwendet. Abfackeln konnten diese nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCbengeistern

Rommelbotzen sieht man bei uns keine mehr. Woher auch nehmen? Weil man Rommeln oder Rüben auf keinem Feld in unserer…

Gepostet von Lothar Bauer am Dienstag, 10. Oktober 2017

48 Merziger Viezfest

gerade am Laufen bis Mitternacht.
Wobei man sagen sollte das es früher mehr Stände gab. Und nur Stände aus Ortsteilen der Stadt Merzig. Heute oder schon einige Jahre sind auch Stände aus anderen Orten des Kreises Merzig dabei. Trotzdem sehe ich da ein wenig einen Rückgang der Beteiligten …

Mit dem Verein die Pilsköpp e.V. war ich dort einige Jahre auch aktiv dabei.

Pressemitteilung Bürgermeister Merzig

Plan Viezfest

Wobei man sagen so9llte das es früher mehr Stände gab. Und nur Stände aus Ortsteilen der Stadt Merzig. Heute oder schon…

Gepostet von Lothar Bauer am Samstag, 7. Oktober 2017

17. November 1908 den Vertragsentwurf zum Zusammenschluß der drei Städte Saarbrücke, St. Johann und Malstatt

Die drei nebeneinander existierenden Städte Saarbrücken ( Wohn- und Beamtenstadt), St. Johann ( Geschäftsstadt) und Malstatt-Burbach ( Industriestadt) unterzeichneten am 17. November 1908 den Vertragsentwurf zum Zusammenschluß der drei Städte. Dieser trat am 01. April 1909 in Kraft.

Seit langer Zeit teileten sich diese, nah bei einander liegenden Städte gemeinsame Institutionen wie Schulen, Theater oder die Eisenbahn.

Brunnenfest 2001 mit Forever Young

Dat woaren noch Zeiten! Der ausführende Verein „Pilsköpp Silwingen“, den ich noch mit gründete, und das Fest sind nun auch Geschichte …

Die besten Jahre des Brunnenfestes. Wobei man die ersten Jahre nicht vergessen sollte, da stand der Kommerz noch nicht so weit im Vordergrund …

Die besten Jahre des Brunnenfestes. Wobei man die ersten Jahre nicht vergessen sollte, da stand der Kommerz noch nicht so weit im Vordergrund …

Gepostet von Lothar Bauer am Sonntag, 10. September 2017

Film vom Silwinger Tunnel in WimSDasMagazin

Folgende Info:

„die Ausstrahlung unserer Reportage über den Silvinger Tunnel ist terminiert. Sie läuft am Donnerstag, 31.08.2017, um 18:50 Uhr in der Sendung „WimS Das Magazin“ im SR-Fernsehen. Anschließend könne Sie den Film natürlich in der SR-Mediathek finden.“

Walter Hoffmann und Lothar Bauer aus Silwingen wurden vom Filmteam auf der Silwinger Seite begleitet.