Archiv der Kategorie: Geschichte

saargeschichte|n Das historische Magazin für die Saar-Region

 

Die Ausgabe 3-2012 der saargeschichte|n ist erschienen.
Herausgegebn von der edition schaumberg

Die saargeschichte|n sind das historische Magazin für das Saarland und die angrenzenden Regionen.
Es wird herausgegeben vom Landesverband der historisch-kulturellen Vereine des Saarlandes sowie vom Historischen Verein für die Saargegend.

In dieser Ausgabe wird unter anderem der Pütz oder wie wir sagen der Pötz behandelt.
Um es ganz kurz zu erklären der Pötz ist ein Wasserloch im Keller oder Garten in dem sich bdas Regenwasser sammelt.
Sehr verbreitet vor der Zeit der Wasserleitungen. Aber auch dann noch als Wasserreservoir für den Garten benutzt.
Mein Oma in Gerlfangen hatte einen Pötz im Garten.

 

http://edition-schaumberg.de/index.php?id=saargeschichten

http://www.hvsaargegend.de/

historische Gebäude …

So alt ist dieses Gebäude wahrscheinlich nicht. in den 50zig 60zigern gebaut …
Zur vorderen Tür rein ging es zur Milchsammelstelle. Viele Bauern brachten die Milch noch mit dem Handkarren zur Abgabe.
Die Sammelstelle war bis etwa 1976 geöffnet.

Zur Seitentür rein gelangte man in ein kleines Vivo Geschäft.
Mit einem Edekaladen im oberen Dorf hatten wir damals zwei Tante Emm Läden in unserem kleinen Dorf.

Unter der Treppe war in den 60zigern ein Gefrierhaus.
Dort konnten die Silwinger Bürger sich ein Gefrierfach mieten und ihre selbst erzeugten Lebensmittel, meist Fleisch von selbst gehaltenen Tieren, aufbewahren.
Wir selbst hatten bis etwa 1973 noch ein Schwein im Stall, das im Spätherbst geschlachtet wurde.

Das Hilbringer Schlösschen

Jeder in unserer Gegend kennt es und sieht es sehr oft.
Viel über dieses kleine Schlösschen mit dem schönen einladenden Park vorne ran ist aber nicht bekannt.
Das Schloss befindet sich in Privatbesitz.

„Ein Vorgängerbau wurde bereits schon im 13. Jahrhundert im Besitz der Ritter von Hilbringen erwähnt. Hiernach wechselte der Besitz an Hesse von Hilbringen, 1540 an Leonhard von Konstorf, 1611 an Jean Huart und Familie de Maurice. 1733 wurde der Bau abgerissen und 1745 wieder aufgebaut.“
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie und unterliegen verschiedenen Lizenzen und Copyrights.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Burgen_und_Schl%C3%B6ssern_im_Saarland

Klosterruine Wörschweiler

 

Vor einigen Jahren (2003) besuchten wir die Klosterruine Wörschweiler.

Das ehemalige Zisterzienserkloster liegt auf eine kleinen etwa 315m hohen Anhöhe, dem Marienberg über dem Bliestal bei Wörschweiler.
Die Abtei wurde 1130 von Graf Friedrich I. von Saarwerden und seiner Gemahlin Gertrud an der Stelle einer römischen Anlage „Gloria Romanorum“ als Benediktinerkloster gegründet und von Mönchen aus Kloster Hornbach unter einem Prior besiedelt, aber im Jahr 1171 von dem Zisterzienserkloster Villers-Bettnach in Lothringen übernommen und diesem als Tochterkloster unterstellt. Damit gehörte es der Filiation der Primarabtei Morimond an. Ein Klosterhof befand sich in Münchwies. Im Jahr 1558 wurde das Kloster durch den evangelisch gewordenen Herzog von Pfalz-Zweibrücken nach Niedergang im 15. und 16. Jahrhundert aufgehoben, jedoch wurden im Kloster Villers-Bettnach weiterhin Äbte für die Besitzungen des Klosters in Lothringen ernannt. 1614 wurde es infolge eines Unglücksfalls bei einem Brand zerstört. Die Wirtschaftsbauten wurden seit 1662 wieder benutzt. Freilegungsarbeiten fanden 1872 bis 1880 statt. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1954 bis 1958 wurde die Kirche freigelegt.

Noch ältere Funde lassen darauf schließen das hier schon die Kelten und Römer Kult und Temeplanlagen erbauten.
Alte schriftliche Quellen lassen darauf schließen. und auch die Nähe der römsichen anlage von Schwarzenacker.

Man kann die Ruine auf verschiedenen Wegen erreichen.
Wir nutzten damals den kürzeren Weg der neben der Klosterschenke den Berg hinauf geht.
Ein wenig steil aber doch zu schaffen 😉
Auch bei entsprechend höheren Temperaturen kann man diesen Weg wegen seiner meist durch den Wald führenden empfehlen.

Das Wirtshaus zum Klosterberg das damals noch von den „Nerother Wandervögeln“ gepachtet war, war eigentlich nicht öffentlich.
Aber man konnte trotzdem was zur Erfrischung dort kaufen.
Nach 2005 war die Schenke öffentlich. aber wie es scheint ist sie jetzt wieder geschlossen.

Wie man am Bauzaun auf den Bildern sehen kann wurde damals dort noch fleissig gebaut und renoviert.
Wie weit diese Arbeiten erledigt sind kann ich nicht sagen.

Möglich aber das noch an der  Sanierung der einsturzgefährdeten Westfassade gearbeitet wird.
Die Deutsche Denkmal Stiftung überbrachte im Januar 2010 eine größere Summe für diese wichtigen Renovierungsmassnahmen.
Ich habe mal eine eMail an das Kultur- und Verkehrsamt Homburg geschrieben um zu erfahren wie weit diese Arbeiten abgeschlossen sind.

Wenn alles so weit fertig ist dann werden wir die alte Klosterruine dieses Jahr wieder besuchen und viele Bilder schießen.


mittelalterliche Grabplatten der Stifterfamilie, der Familie von Lewenstein, des niederen Adels der Region sowie der Äbte des Klosters

So könnte der Innenhof früher ausgesehen haben

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_W%C3%B6rschweiler
http://www.kloster-woerschweiler.de/
http://www.denkmalschutz.de/2876.html
http://www.wandernmithans.de

Weitere Bilder:

Klosterruine Wörschweiler weiterlesen

Was gibt es Neues auf Saar-Nostalgie …

Das Saarland war von 1948 bis 1956 ein autonomer Staat!
Keine lange Dauer und doch eine interessante, aufschlußreiche Zeit. 

Die Seite Saar-Nostalgie will diesen Saarstaat wieder aufleben lassen.
http://www.saar-nostalgie.de/

Die Seite wird laufend aktualisiert und freut sich über jeden Hinweis und Information dieser saarländischen Epoche.
Ab und zu werde ich im Saargau-blog darauf hinweisen was es auf Saar-Nostalgie Neues gibt.

 

Das Wappen des autonomen Saarlandes:
Dem aufmerksamen Beobachter ist dieser kleine Aufkleber sich schon auf vielen saarländischen Autos aufgefallen.
Was bewegt den Saarländer nun sich das alte Wappen aufs auto zu kleben?
Ist es nur die Erinnerung an den autonomen Saarstaat?
Oder ist es gar der versteckte Wunsch ein eigenes kleines Ländchen wie Luxembourg zu sein?
Der Saarstatut wurde am 23 Oktober 1955 von zweit Dritteln abgelehnt. Und damit war der Weg des Saarlandes in ein europäisches Staatsgebilde pase.
Die Vereinigung mit der Bundesrepublik Deutschland als 10 Bundesland wurde am 1 Januar 1957 offiziell.

Würde es uns heute besser gehen wenn das Saarstatut damals anders ausgegangen wäre?
Durchaus eine Möglichkeit, man denke nur an unser Nachbarland Luxembourg.
Das Saarland liegt und lag immer schon im Randgebiet der beiden Nationen Deutschland und Frankreich.
Und seit die deutsche Landeshauptstadt von Bonn nach Berlin gewechselt hat ist das Saarland mit Sicherheit noch mehr aus dem Blickwinkel der deutschen Politik gerückt.

Ob wir froh oder traurig sein sollen das es nicht zum Saarstatut und damit zu einem dauerhaften Saarstaat kam, das mag Jeder selbst entscheiden!
Ich denke aber das die Mehrheit der Saarländer auf jeden Fall weiterhin für ein Weiterbestehen des Bundeslandes Saarland sind.

Es gab aber 1935 schon mal ein Saarstatut!
Mehr davon zu einem späteren Zeitpunkt.

Heute vor 50 Jahren Grubenunglück in Luisenthal

Bei einem Grubenunglück in Luisenthal (Völklingen/Saar)verloren fast 300 Männer ihr Leben.
Genau heute vor 50 Jahren am 7 Febraur 1962.
Ein schwerer Schock für das ganze Land in dem Kohle un stahl zur damaligen Zeit noch einen Großteil des Lebens bestimmten.

Ich selbst kann mich daran nicht erinnern da ich zu dem Zeitpunkt knapp ein Jahr alt war.
Das erste Mal da ich unbewusst mit dem Bergbau im Saarland in Berührung kam war sicher durch unseren Kohle-Kochherd in unserer alten Küche.
Aus unserer Ecke des Saarlandes, des nördlichen Teils des Saar-Nied-Gaus, arbeiteten eigentlich eher wenig Leute in den Gruben.
Viele Menschen des Saargaus zog es eher nach Dillingen in die Hütte.

Und im 50zigsten Jahr des schwersten Grubenunglücks des Saarlandes  endet am 30 Juni die Epoche des Bergbaus im Saarland.

Vor 50 Jahren: Das Grubenunglück Luisenthal
http://www.sr-online.de/sr3/1215/1362138.html

 

Der Tag, an dem das Saarland Trauer trug
Vor 50 Jahren kostete eine verheerende Schlagwetterexplosion in der Grube Luisenthal 299 Bergleute das Leben.
Von SZ Redakteur Aloisius Tritz

http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Voelklingen-50-Jahre-Schlagwetterexplosion-Grube-Luisenthal-299-Bergleute;art27856,4168195#.TzDrLcVdzE4


Grubbenlandchaft bei Dudweiler 1960

historische Bilder …

Ein altes Bild von Silwingen.
Es hat leider ein sehr kleines Format.

Man kann auf alten Bildern oder Zeichnungen Interessantes entdecken, wenn man zu „Lesen“ vermag
Links oben ist die Kapelle zu sehen.
Den rechten Teil des Bildes dominiert ein großer Baum. Es handelt sich um eine Pappel. Diese wurde vor etwa 25 Jahren gefällt.
Sie stand an einem an unseren Garten angrenzende Wiese.
In der Mitte des Bildes ein wenig oberhalb des Weges sieht man ein Gebäude mit einem kleinen Turm. das ist das Feuerwehrhaus von Silwingen.
Das Feuerwehrhaus steht immer noch an diesem Ort.  Im Turm, der in das Gebäude integriert war, wurden die Schläuche zur Trocknung aufgehängt.

1977/78 wurde das Feuerwehrgerätehaus umgebaut und vergrößert. Der Turm wurde abgerissen. Davon habe ich auch noch ein Foto.
Und die Silwinger Feuerwehr bekam endlich ein neues Fahrzeug.

 

Auf den Spuren der Linie 9

Beratung des Projekts „Auf den Spuren der Linie 9“

Der Projektvorschlag der Gemeindeverwaltung Überherrn „Auf den Spuren der Linie 9“ beinhaltet sowohl in kultureller als auch in touristischer Hinsicht Entwicklungspotenziale. Es geht um die Darstellung der ehemaligen Straßenbahnlinie 9, die früher Saarlouis und Creutzwald über die Ortsteile von Überherrn miteinander verband (wir berichteten).

Am kommenden Montag, den 16.01.2012, findet vor diesem Hintergrund eine gemeinsame Unterredung mit hochrangigen Vertretern im Sitzungssaal des Überherrner Rathauses statt. Neben den (Ober-) Bürgermeistern der Stadt Creutzwald und der Stadt Saarlouis nehmen auch Vertreter des MWW, des LfS, des Landkreises Saarlouis sowie r der Gemeinde Überherrn an der Besprechung teil. Mit Herrn Hanspeter Georgi, Herrn Jo Leinen sowie dem Ehrenbürger Herrn Dr. Jean Schuler konnten weitere hochrangige Vertreter gewonnen werden. Neben der Präsentation des Projektvorschlages und der anschließenden Diskussion hierzu soll insbesondere die Festlegung des weiteren Vorgehens erfolgen. Das Regionalmanagement wir ebenfalls teilnehmen und im Nachgang über die Ergebnisse berichten.

Quelle: http://www.region-saargau.de/

Saar-Heimat.com

Auf die Seite http://www.saar-heimat.com/ bin ich durch Zufall gestoßen.
Ich war auf der Suche nach dem gleichnamigen Heftchen „Saarheimat“  Zeitschrift für Kultur, Landschaft, Volkstum.
Meine Heimat, das Saarland, früher und heute!
So präsentiert sich die Seite Saar-Heimat.com dem Leser.

Die Seite von Horst Schmadel, ist für die interessant die sich mit dem saarländischen Bergbau und den Industrieregionen unserer Heimat auseinander setzen wollen.
Eine bunte Mischung über den Warndt, den Bergbau, die Gruben …
Ländlische und industrielle Regionen werden hier sehr Bildreich dargestellt.
Die meisten dieser Bilder sind wertvolle Dokumente unserer saarländischen Vergangenheit.

Für mich, der im Saargau einer ländlichen Gegend aufgewachsen ist fernab der Industrie unseres kleinen Landes, interessante Einblicke in die Industrieregion und deren Kultur.
Als Kind hörte man im Radio immer vom Bergbau und den Gruben aber selbst gesehen hatte man es nicht.
Man lernte in der Scule ein wenig darüber und das wars schon.
Die saarländische Geschichte kommt meines Erachtens im schulischen Bereich viel zu kurz.

Leihgaben ans Museum Fellenberg

Das Fellenberg Museum in Merzig beheimatet momentan die Ausstellung :
Aus den Augen aus dem Sinn
– verschwundene Geschäfte und Firmen aus dem Landkreis Merzig-Wadern

Die Öffnungszeiten findet man auf der Museumsseite.
Eine Besichtugung ist aber auch nach Voranmeldung möglich.

Die Kreisstadt Merzig mit seinen ehemaligen Gechäften bildet sicher den Schwerpunkt dieser Sammlung.
Aber auch die anderen Orte des Landkreises Merzig-Wadern sollen nicht zu kurz kommen.
Gesagt getan. Da ich über eine ergibige Sammlung von altenFotos und Texten über Silwingen verfüge habe ich diese mal wieder durch stöbert.
Der kleine Ort Silwingen verfügte noch nie über viele Geschäfte und Firmen.
In unserem Haus war eine Schmiede und gegen über Jahrzehnte lang ein Gashaus.
Und von beiden Geschäften besitze ich noch Fotos.
Etliche alte Rechnungen, eine alte Postkarte von Hilbringen und Stromzählerhefte von 1914 fanden auch das Interesse des Museums.
Ich denke bei meinen Leihgaben waren einige noch nicht bekannte Daten dabei.

Die Ausstellung geht noch bis Dezember 2012 und wird noch vergrößert, da immer noch Daten eintreffen.

Geplant ist auch eine Pubikation der ehmaligen Geschäfte in unserem Landkreis.

Also nicht immer alles Alte wegwerfen, sicherlich auch nicht jeden Krempel aufheben, aber man sollte schon abwägen was man nich behalten will,

Manche Dinge und Sachen können auch für eine Ausstellung oder ein Museum von Interesse sein.

Es ist doch schön wen man seine alten „Sachen“ in einem Museum oder gar einem Buch bewundern kann.

 

Eingetragen ist der Stromverbrauch der Jahre 1914 bis 1917
Silwingen bekam im Jahre 1914 elektrischen Strom

 

Krippenausstellung in Gerlfangen

Der kleine Saargauort Gerlfangen hat ja mit der Bücherei im „Schäslong“ eine kleine Attraktion zu bieten.
Die Bücherei befindet sich in er ehemaligen Gerlfanger Grundschule

Eine weitere Attraktion zur Weihnachtszeit ist die Krippenausstellung der Familie Weber:

Familie Weber lädt ein zur Krippenausstellung in Gerlfangen

Das „Museum im Lothringer Bauernhaus“ im Lommerweg 18 in Gerlfangen lädt auch in diesem Jahr wieder zur traditionellen Krippenausstellung.
Termine
sind wie folgt:
– Dienstag, 27.12.2011,
– Donnerstag, 29.12.2011,
– Freitag, 30.12.2011,
– Dienstag, 3.01.2012,
– Freitag, 6.01.2012,
jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr -.

 Preis pro Person 3,50 Euro; Kinder sind frei.
 Familie Weber freut sich schon jetzt auf viele Besucher und wird diese für kurze Zeit in eine besinnliche Weihnachtszeit entführen.

Aus der Vergangenheit Silwingens – alter Text

 * Folgender Text könnte in der Merziger Zeitung erschienen sein.
Erscheinungsdatum nach dem 1 Weltkrieg, zu einer Zeit als das
Saargebiet in Zoll- und Währungsunion mit Frankreich kam, aber
der Verwaltung des Völkerbundes unterstand.
Darauf läßt der Abdruck in Altdeutschen Buchstaben sowie die
Aussage einer Bahnfahrt durch das Steinbachtal, womit der Reinbach gemeint
ist, schließen.
Leider ist der Text nicht ganz vollständig.

Aus der Vergangenheit Silwingens!

In seiner anheimelnden idyllischen Lage zwischen waldgekrönten Höhen bietet das Dorf Silwingen dem Reisenden der mit der Bahn durch das Steinbachtal fährt, einen freundlichen Anblick dar.
Der Ort liegt auf althistorischem Boden. Schon das alte Volk der Kelten war hier im Tale heimisch, wie wir aus Gräberfunden bei Silwingen schließen dürfen.
Tiefere und nachhaltigere Beweise ihrer Anwesenheit haben die Römer hinterlassen. An verschiedenen Stellen wurden Reste römischer Besiedlung (Villen) entdeckt, so zuletzt noch beim Bahnbau 1910 im Garten der Familie M. Peter. Diese Römerfunde, sowie die Lage des Ortes in waldreicher Gegend werden als Gründe für die lateinische Herleitung des Ortsnamens angeführt. Silwingen stamme von silva lateinisch Wald, bedeutet also Ansiedlung am Walde. Es wäre also, falls diese Ansicht recht hat, Silwingen einer der wenigen Orte des Saargebietes, die durch ihren Namen die Erinnerung an die Römerzeit bewahren.

Ansicht Silwingens vom Sillenberga aus. Vor 1900

Nach dem Zusammenbruch der Römerherrschaft im 5 Jahrhundert n. Chr. kamen germanische Stämme an die Saar, und zwar zunächst die “ Alemanen „.
Die zahlreichen Orte auf „ingen“ die insbesondere im Gebiet der Bürgermeisterei Hilbringen und im nahen Lothringen vorkommen, sollen alemanische Gründungen sein. Einen sicheren Beleg für die Anwesenheit des alemanischen Volksstammes bieten auch die alemanischen Gräberfunde in der Nähe des Silwinger Friedhofes vom Jahre 1899, die nebst verschiedenen Gerippen auch Vasen und Schmucksachen ans Tageslicht beförderten.

Aus den folgenden Jahrhunderten fehlt uns über das Schicksal des Ortes jegliche Kunde. Wir dürfen annehmen das nach der Verdrängung der Alemanen durch die Franken um 500 n. Chr. der ganze Saargau von diesem Volksstamm besiedelt wurde.

Ins Licht der Geschichte tritt Silwingen erst wieder im 11 Jahrhundert. Nach der genannten Schenkungsurkunde des Herzog Adalbert von Lothringen und seiner Gemahlin Juditha vom Jahre 1037 wurde der Ort Selevingen ebenso wie Mannendorf, ……, Beringen und Waldwies dem Kloster St. Matthias zu Trier übergeben, samt den zugehörigen Zehnten. Politisch blieb der Ort auch nach der Schenkung von Lothringen abhängig, das auch die hohe Gerichtsbarkeit ausübte. Die niedere und mittlere Gerichtsbarkeit blieb dem Abt von St. Matthias. In der Folgezeit gestalteten sich die sozialen Verhältnisse von Silwingen so, daß die Abtei St. Matthias, die Grafen von der Leyer und der kurfürstlich-trierische Verwalter in Merzig die Grundherrschaft gemeinschaftlich ausübten. Ihnen mußten die leibeigenen Bauern Zehnten und Frondiesnte leisten. Den Zehnten, der jährlich 21 Malter Früchte ergab, bezogen die abtei und die Grafen von der Leyen gemeinsam. Der Kurfürst von Trier besaß bis zur Revolution das sogenannte freie Seelgut (zirka 70 Morgen), das jährlich 17 Malter Früchte abwarf. Auch die anderen öffentlichen Rechte wie Jagd und Fischereigerechtigkeit gehörten den Grundherren.

Die politischen Geschicke Silwingens waren in dieser Zeit mit dem des Hochgerichtsbezirks Merzig – Saargau verknüpft, der eine sogenannte Gemeinherrschaft war, über die das Herzogtum Lothringen und der Kurstaat Trier gleichzeitig Hoheitsrechte beanspruchten. Der links der Saar gelegene Teil des Hochgerichts war in die Meiereien Ober- und Untersaargau geschiedenen. Silwingen gehörte zum Ober-Saargau Hilbringen. Auch der Bann Silwingen war vielleicht früher mit dem Saargau in irgend einer Weise vereinigt, denn noch im Jahre 1813 machten die Silwinger in einem Prozeß beim Präfekten des Mosel Departements das Recht auf die Langgrasweide in Teilen der Saargauer Gemarkung mit Erfolg geltend, ein Recht das sie aus der ehemaligen Vermengung der Bänne herleiteten.

Eine schlimme Zeit war für das Saarland der 30 jährige Krieg. Kroatisch und schwedisch-französiche Kriegsvölker durch den langen Waffendiesnt verroht, hausten schrecklich in der Gegend. Damals soll auch Silwingen ganz zerstört worden sein. Über den Wiederaufbau des Ortes erzählen die alten Leute folgendes:
Ein Silwinger namens Matthias Krist, war in die Gefangenschaft des feindlichen Kriegsvolkes geraten und wurde auf der Ahlwiese bei Silwingen an einen Baum gefesselt. Dem Tode entgegensehend, machte er das Gelöbnis, der Kirche von St. Matthias zu Trier eine Wachskerze zu stiften in der Schwere seines eigenen Körpergewichtes, falls er gerettet wurde. Wunderbarer weise befreit, begab er sich zu Pferd nach Trier , wohl mit der leisen Besorgnis, ob er in den schlimmen Zeiten auch soviel Wachs auftreiben könne, um sein Gelübde leicht zu erfüllen. Doch wiederum wurde er aus dieser Verlegenheit befreit, da er beim Wiegen nicht mehr als fünf Pfund wog. So wurde ihm sein Gelübde leicht erfüllbar gemacht.
Um seinen dank für seine Errettung aber noch mehr zu Bekunden, baute er später in dem zerstörten Silwingen eine Kapelle die bis 1814 stand. Ein Türschwellenstein von dieser Kapelle ist in die Friedhofsmauer an der neuen Kapelle eingelegt und trägt die Buchstaben: M.K. u. xx, mit der Jahreszahl 1638.

Fundstücke

Fundstücke können Gegenstände sein aber auch interessante Eindrücke oder Orte …

Bei diesem Fundstück handelt es sich um einen touristischen Geheimtipp.
Gefunden habe ich diesen beim Stöbern in der Saarbrücker Zeitung in älteren Beiträgen:

Der Weg der Steine – Wanderung zum Steinbruch

Ein Besuch wird uns das auf jeden Fall wert sein.

Und ein touristischer Geheimtipp – noch.
„Das Baumaterial für die sechs Meter dicken Mauern der Festung stammt nicht nur von der Humburg“, sagt Baus, aber jene sei der einzige Steinbruch auf heutigem Saarlouiser Stadtgebiet (Gemarkung Beaumarais, Anfahrt über den Donnerborn in Wallerfangen). Umgeben ist die Anhöhe von Limberg (Wallerfangen) und Teufelsburg (Felsberg), von wo auch Festungssteine stammen.

Der Name Hum-burg sagt es aber eigentlich auch schon.
Humburg bezeichnet auch einen mittelalterlichen Burgwall.
Teile dieser Burganlage sind nur dem geübten auge ersichtlich.

Am einfachsten und schnellsten findet man den „Humberg“ in dem man sich zum Flughafen Düren begibt.
Entlang des Flugplatzes Düren geht es weiter zum Steinbruch auf der „Humburg“

Nächstes Jahr werden wir diesen Ort besuchen und darüber berichten.

Unser Haus in den 20zigern

Merzig-Silwingen, Mondorferstr 49
Wie man an den Wagenrädern und Werkzeugen der Männer erkennen kann befand sich dort eine Schmiede.
Das Haus wird an die 200 Jahre alt geschätzt.

Eine Karte (Silwingen) von 1850 die ich mit einer aktuellen verglichen habe bestätigen das sich am Platz unseres Hauses damals auch schon ein Gebäude befand. Das werde ich alles noch genauer dokumentieren.

Meine Vermutung aus einer „Holzbalkeninschrift“, bei der ich 1827 entzifferte könnten sich bestätigen.
Im Grundbuchauszug werde ich mal sehen wie weit die Daten dort vorliegen.

Der Zweite von links ist mein Urgroßvater. Der Erste von Links sein Onkel, ein Schmiedemeister.