Werkzeugmarke, Markennummer …

Da hab ich doch in einer abgelegenen, verwilderten Ecke unseres alten Gartens diese „Münze“ gefunden.
Zum Glück noch alles lesbar:
„Eisenbahnbau Gesellschaft Saarlouis Merzig“
„Becker & Co
„35“

Zuerst dachte ich ja das sie etwas mit dem Bau der Eisenbahn Merzig – Bettelainville, oder auch Merzig-Bettsdorf, zu tun hat.
Diese Linie wurde von 1908 bis zur Eröffnung am ersten Nov. 1917 gebaut.
Die Bahnlinie führte an meinem Heimatdorf 66663 Merzig/Silwingen vorbei etwa 40 bis 50 Meter von einem Haus entfernt.

Dann hab ich mal recherchiert und bin auf folgendes gestoßen: Für den Kreis Saarlouis errichtete die Eisenbahnbau-Gesellschaft Becker & Co GmbH in Berlin elektrische Straßenbahnen, die ab 1913 eröffnet wurden. Stadt und Kreis brachten ihre Bahnen, die ausnahmslos in Normalspur angelegt worden waren, in die am 31. Oktober 1922 gegründeten Kraft- und Verkehrswerke AG Saarlouis (KRAVAG) ein. Die neue Gesellschaft baute anschließend das Netz weiter aus. Quelle: Wikipedia

Laut der Seite „Saar Nostalgie“ erfolgte der Bau und der Betrieb ab 1911 durch die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Becker & Co. GmbH aus Berlin.
Es könnte sich um eine Fahrmarke oder um Notgeld der Straßenbahnlinie Saarlouis gehandelt haben.

Zwei weitere Vermutungen sind mir angetragen worden.
1.
Es könnte eine Werkzeugmarke sein.
Die hat man abgegeben,wenn man teures Werkzeug gebraucht hat,und zurückbekommen,
wenn man das Werkzeug wieder zurück zur Ausgabe gebracht hat.
Die 35 war wohl die Nummer eines bestimmten Mitarbeiters.

2.
Es könnte sich auch um eine sogenannte „Markennummer“ handeln.
Im Bergbau gab’s sowas um die An-/Abwesenheit der Mitarbeiter festzustellen.
Bei Schichtbeginn hat der Arbeitnehmer die Marke von einem Brett, oder hier zusammen mit seiner Grubenlampe, abgenommen und bei schichtende wieder eingehängt. So wusste man immer wer aktuell im Dienst ist.

Wie jetzt Merzig dort rein passt habe ich noch nicht heraus gefunden.

Auf jeden Fall ein interessantes Stück Zeitgeschichte und noch gut erhalten.

Keine Fotobeschreibung verfügbar.

 

Sektsteuer

Und ewig grüßt das Murmeltier oder die unendliche Geschichte.
Ich will jetzt mal für die Sektsteuer die 101 Jahre nach Ende des ersten Weltkrieges immer noch aktuell ist, was sehen. Das heißt wann baut die Bundeswehr von dem 101 Jahren gesparten Geld z.B. endlich mal einen Flugzeugträger. Diese Steuer wurde 1905 eingeführt für den Aufbau der kaiserlich deutschen Kriegsmarine. Und diese gibt es seit 1919 nicht mehr. … 😭🤣🍾

Also Vorsicht bei Steuern. auch wenn gesagt wird das sie nicht lange erhalten bleiben, kann man das nur schwerlich glauben. Die Sektsteuer ist das beste Beispiel.

Bayrische Brauerei

Becker in St. Ingbert. 1918 noch die nächstgelegene bayrische Brauerei. In der bayrischen Pfalz, Nach ende des WK I. 1918, wurden Anfang 1920 Stadt und Bezirksamt St. Ingbert sowie Teile der Bezirksämter Homburg und Zweibrücken dem Saargebiet angeschlossen und damit der Treuhandschaft des Völkerbundes unterstellt. Staatsrechtlich blieben diese 424 qkm mit 98.000 Einwohnern ein Teil Bayerns.

 

Saarlouiser Hefte

Die historische Zeitschrift für den Raum Saarlouis
Bei der nächsten Ausgabe geht es unter anderem um den Saarlouiser Kleinbahnhof und eine Kleinbahnstrecke.

Die Straßenbahn Saarlouis war ein fast 60 Kilometer langes Straßenbahn-System im Saarland. Das zuständige Verkehrsunternehmen hieß Elektrische Straßen- und Kleinbahnen im Kreis Saarlouis.

Merzig hatte nie ein Straßenbahnennetz. Oder gar doch?
Wir werden es sehen…

Bild könnte enthalten: Baum, Himmel und im Freien





Gas oder Licht?

Stadt #Merzig:
In den Lokalnotizen der Merziger Volkszeitung vom 7 Okt. 1886 wurde die Frage „Gas oder elektrisches Licht?“erörtert… Am 2 März 1888 brannten die ersten Gaslaternen in Merzig.

In Silwingen brannten nie Gaslaternen. Und elektrisches Licht gab es erst ab 1914. Der Verbrauch war aber so gering das nur spärliche Lampen verwendet wurden.