Archiv der Kategorie: Historisches

Winternacht von Nikolaus Lenau

Winternacht

1.

Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fort geschritten!

Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint die alten Fichten,
Die, sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,
Den Zweig zurück zur Erde richten.

Frost! friere mir in’s Herz hinein!
Tief in das heißbewegte, wilde!
Daß einmal Ruh mag drinnen seyn,
Wie hier im nächtlichen Gefilde!

2.

Dort heult im tiefen Waldesraum
Ein Wolf; – wie’s Kind aufweckt die Mutter,
Schreit er die Nacht aus ihrem Traum,
Und heischt von ihr sein blutig Futter.

Nun brausen über Schnee und Eis
Die Winde fort mit tollem jagen,
Als wollten sie sich rennen heiß:
Wach auf, o Herz, zu wildem Klagen!

Laß deine Todten auferstehn,
Und deiner Qualen dunkle Horden!
Und laß sie mit den Stürmen gehn,
Die frischer immer wehn vom Norden!

Nikolaus Lenau

Weitere Gedichte von Lenau findet man beim Projekt Gutenberg

Jahrbuch 2013 der Arbeitsgemeinschaft für Saarländische Familienkunde (ASF) erschienen

Das Jahresbuch 2013 der Arbeitsgemeinschaft für Saarländische Familienkunde (ASF) ist erschienen.

Inhalt:

Markus DETEMPLE
Stammen die saarländischen Elgass von Karl dem Grossen ab?

Norbert EMANUEL
Von Mühlen, Mühlenwesen und Müllerdynastien in der Saargegend

Roland GEIGER
Am Rand der Erkenntnis – über das Leben des Zionisten Max Bodenheimer,

Rudolf-Vitus SCHABBACH mit den Artikeln „Frühe Bohn im Morbacher Raum“ und „Einstieg in die Vorfahrensuche Bohr“
Roland GEIGER mit „Ziegelhütten in St. Wendel bis ins 18. Jahrhundert“ und einer Abhandlung zum Thema „Müller und Mühlenrecht“  sowie
Paul GLASS
Saarländische Personenstandsdaten aus nichtsaarländischen Archiven — am Beispiel des Gemeindearchivs von Barchfeld an der Werra (Thüringen)

Das Buch hat 150 Seiten Umfang, Format A5, broschiert, mehrere schwarz-weiße Abbildungen, und kostet 10 Euro plus 1,20 Euro Versandkosten
So lange der Vorrat reicht.

http://www.saar-genealogie.de/index.php – Arbeitsgemeinschaft für Saarländische Familienkunde e.V. – ASF

jahrbuch2013asf

# Kalender 2014 – „Muselfränkischen Kalenner 2014“

Der französisch-deutsche Verein „Gau un Griis“hat für das Jahr 2014 einen Kalender heraus gebracht.
Den „Muselfränkischen Kalenner 2014“ der  schon seit Jahren die historische Region präsentiert.

Neben alten Ansichten der Region z.b. aus Merzig, Siersburg und Fremdersdorf findet man in der liebevoll gestalteten Ausgabe aber auch Mundartliche Reime und Ausdrücke.

Weitere Informationen über den Kalender erhält man hier:
http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarlouis/Kalender-laesst-Erinnerungen-wieder-aufleben;art2807,5018000

Über den Verein hier:
http://www.gaugriis.org/index.php
http://www.saarland-lese.de/index.php?article_id=395

Hilbringen – Schlösschen zu verkaufen …

Liebevoll wird es das Schlösschen genannt.
Jeder in unserer Gegend kennt es und sieht es sehr oft.
Viel über dieses kleine Schlösschen mit dem schönen einladenden Park ist aber nicht bekannt.
Mancher nimmt es gar nicht mehr war.
Aber es gehört einfach dazu.

“Ein Vorgängerbau wurde bereits schon im 13. Jahrhundert im Besitz der Ritter von Hilbringen erwähnt. Hiernach wechselte der Besitz an Hesse von Hilbringen, 1540 an Leonhard von Konstorf, 1611 an Jean Huart und Familie de Maurice. 1733 wurde der Bau abgerissen und 1745 wieder aufgebaut.”
( Wikipedia, Die freie Enzyklopädie und unterliegen verschiedenen Lizenzen und Copyrights. )

Besichtigen kann man es nur von außen da es in Privatbesitz ist.

Das Hilbringer Schlösschen wird verkauft.
Wer 1,3 Millionen Euro übrig hat kann das barocke Kleinod das auf dem Schlossberg thront kaufen.
Wohnfläche über 800 qm
Und ein sehr großes Grundstück von 75 ar das auf zwei Seiten von einer Mauer umschlossen wird.
Zwei Nebengebäude

Weitere Informationen in der Saarbrücker Zeitung

Und einige aufschlussreiche Bilder beim Makler

hilbringen schloss
alte Postkarte

 

Schloss_hilbringen_3

Rückseite
© Image via Wikimedia Commons – „Schloss Hilbringen“ by AnRo0002 Bestimmte Rechte vorbehalten

Neu Hinweise auf die römischen Funde in Merzig

Neue Hinweise auf die römischen Funde in Merzig

Auch die Kreisstadt Merzig hat eine römische Geschichte die lange zurück reicht.

Besonders die sonnigen Südhänge des Kreuzberges und das milde Klima des Merziger Beckens hatten es den Römern angetan.
Und Menschen vor über 2000 Jahren hier an die Saar gelockt.

Bekannt aus römischer Zeit sind vor allem die Wandmalereien mit Gladiatorenszenen aus Mechern, die Bronzestatuette eines Stieres aus Besseringen und die Düse eines Springbrunnens in Form eines Pinienzapfens aus Merzig.
Im Bereich des heutigen Naturbades Heilborn stand der Sprinbrunnen der zu einer ausgedehnten römischen Villa gehörte.
Die ersten Funde dieser Villa wurden 1930 beim Bau des Schwimmbades Heilborn gemacht.
2007 & 2008 kamen beim Umbau zum Naturbad weitere Reste der Villa zu Tage.

Fünf neue Informationstafeln  die die Kreisstadt Merzig im Bereich des Naturbades und Bürgerparkes Heilborn aufgestellt hat bieten Informationen über diese Vergangenheit Merzigs.

Quelle:
http://www.wochenspiegelonline.de/content/nachrichten/gemeinden/article/neue-informationstafeln/

Weitere Informatinen zur römischen Vergangenheit Merzigs

rom-merzig

Oktoberlied, Theodor Storm

Oktoberlied

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz –
Stoß an und laß es klingen!
Wir wissen’s doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.

Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!

Theodor Storm, 1817-1888

saargeschichte|n Das historische Magazin für die Saar-Region

Die Ausgabe 3-2013 der saargeschichte|n ist erschienen.
Herausgegebn von der edition schaumberg

Die saargeschichte|n sind das historische Magazin für das Saarland und die angrenzenden Regionen.
Es wird herausgegeben vom Landesverband der historisch-kulturellen Vereine des Saarlandes sowie vom Historischen Verein für die Saargegend.

In dieser Ausgabe:
Das Rätsel aus dem Band Nummer Elf
Die Schedelche Weltchronik von 1493 aus der Stadtbibliothek St. Arnual führt auf die Spuren der Renaissancekultur im Saarland.
Soldatenfrauen erfanden die »Pirmasenser Schlappen«
Eine Inszenierung der besonderen Art: das Deutsche Schuhmuseum in Hauenstein.
Wie verändert man die Welt? Mithilfe der Frauen.
Zum 300. Geburtstag: Der große Aufklärer Denis Diderot und seine Verbindungen in unsere Region.
Das Mädchen mit der Totenkrone
Eine Kinderbestattung aus der Abtei Tholey.

http://edition-schaumberg.de/index.php?id=saargeschichten

saargeschichten 3 2013

Tag des offenen Denkmals im Saarland

Zum deutschlandweiten Tag des offenen Denkmals am 8. September wird es in Saarbrücken die Bundeseröffnung geben.

Motto: „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“

Am 8. September 2013 findet der bundesweite  Tag des offenen Denkmals statt, der seit 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert wird. Zum ersten Mal ist die Landeshauptstadt Saarbrücken Gastgeberin der Bundeseröffnung. Unter dem diesjährigen Motto „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ richtet sich der Blick im Saarland schwerpunktmäßig auf Bauwerke der Kriegs- und Nachkriegszeit sowie auf Industrieanlagen.

http://www.saarbruecken.de/de/leben_in_saarbruecken/tag_des_offenen_denkmals

 

Merzig: B-Werk Besseringen – B 51
Das 1938-39 errichtete Panzerwerk WH-Nr. 118, heute bekannt als B-Werk Besseringen, gehört zu den 32 im Rahmen der Westbefestigung des Dritten Reichs erbauten Panzerwerken der Ausbaustärke B, also mit 1,5 m Wand und Deckenstärke. Seit 2005 gänzlich zugänglich und als Museum ausgebaut, lässt es die Lebens- und Kampfbedingungen in diesen autarken Festungswerken nacherleben. 

http://www.saarland.de/SID-D4128530-BB509DE6/105350.htm

Neues bei saar-nostalgie.de

Über die Rolle Robert Schumans bei der Lösung der Saarfrage findet man alle Einzelheiten auf der Seite „Das Saarstatut“ bei www.saar-nostalgie.de!

„Auf der Internetseite www.saar-nostalgie.de findet man viele interessante und erinnerungswürdige Ereignisse, Fakten, Orte, Personen und Dinge aus der Vergangenheit unseres Saarlandes. Hunderte von Bildern, Berichte, Beschreibungen und Erinnerungen von Zeitzeugen. Schwerpunkt ist die Zeit von 1945 bis 1959, als das Saarland ein selbstständiger Staat und wirtschaftlich mit Frankreich verbunden war. Aber es werden auch Blicke auf die Zeiten davor und danach geworfen.“

Klosterruine Wörschweiler

Zweimal schon haben wir die Klosterruine Wörschweiler besucht.

Und letzterer animierte mich eine Zeichnung zu erstellen wie die Ruine vor über 100 Jahren ausgesehen haben mag.
Als Vorlage dienten mir dabei auch ältere Abbildungen des Klosters in alten Büchern und Zeitschriften.

Das ehemalige Zisterzienserkloster liegt auf eine kleinen etwa 315m hohen Anhöhe, dem Marienberg über dem Bliestal bei Wörschweiler.

 Die Abtei wurde 1130 von Graf Friedrich I. von Saarwerden und seiner Gemahlin Gertrud an der Stelle einer römischen Anlage „Gloria Romanorum“ als Benediktinerkloster gegründet und von Mönchen aus Kloster Hornbach unter einem Prior besiedelt, aber im Jahr 1171 von dem Zisterzienserkloster Villers-Bettnach in Lothringen übernommen und diesem als Tochterkloster unterstellt. Damit gehörte es der Filiation der Primarabtei Morimond an. Ein Klosterhof befand sich in Münchwies. Im Jahr 1558 wurde das Kloster durch den evangelisch gewordenen Herzog von Pfalz-Zweibrücken nach Niedergang im 15. und 16. Jahrhundert aufgehoben, jedoch wurden im Kloster Villers-Bettnach weiterhin Äbte für die Besitzungen des Klosters in Lothringen ernannt. 1614 wurde es infolge eines Unglücksfalls bei einem Brand zerstört. Die Wirtschaftsbauten wurden seit 1662 wieder benutzt. Freilegungsarbeiten fanden 1872 bis 1880 statt. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1954 bis 1958 wurde die Kirche freigelegt.

Noch ältere Funde lassen darauf schließen das hier schon die Kelten und Römer Kult und Tempelanlagen erbauten.
Alte schriftliche Quellen lassen darauf schließen. und auch die Nähe der römischen Anlage von Schwarzenacker.

 Man kann die Ruine auf verschiedenen Wegen erreichen.
Wir nutzten damals den kürzeren Weg der neben dem Wörschweilerhof den Berg hinauf geht.
Ein wenig steil aber doch zu schaffen 😉
Auch bei entsprechend höheren Temperaturen kann man diesen Weg wegen seiner meist durch den Wald führenden empfehlen.

Oben angekommen bietet das ehemalige Kloster dem Geschichtsinteressierten  tolle Erkundungsmöglichkeiten-

Das Wirtshaus zum Klosterberg ist leider immer noch zu. Es war früher von den „Nerother Wandervögeln“ gepachtet und eigentlich nicht öffentlich.

 Mittlerweile wurden Sanierungsarbeiten am Mauerwerk und den Farbresten an der Westfassade und der Dormitoriumswand beendet. Weiter Sanierungsarbeiten sind in einem zweiten Bauabschnitt , der voraussichtlich im nächsten Jahr durchgeführt werden kann, geplant sofern die notwendige Finanzierung gesichert ist.

Der Rotarier Club Homburg-Saarpfalz stiftete im Dezember 2012 eine Grabplatte für das Grab des letzten Grafen von Homburg, der 1449 starb.
Bestrahlung der Ruine bei Dunkelheit bietet bei lauen Sommernächten ein eindrucksvolles Erlebnis.

ruine

Ich sterbe ruhig und mutig – Josef Wagner: Bergmann-Kommunist-Widerstandskämpfer

Heute vor 70 Jahren wurde Josef Wagner in Plötzensee von den Nazis mit dem Fallbeil ermordet.
Josef Wagner organisierte seid der Machtergreifung Hitlers 1933 den Widerstand gegen das Naziregime.

 Dieter Gräbner liest aus seinem im Conte-Verlag erschienen Buch „Ich sterbe ruhig und mutig – Josef Wagner: Bergmann-Kommunist-Widerstandskämpfer“ vor.

Begleitend wird die gleichnamige Ausstellung den Lebens- und Leidensweg Wagners und seiner Familie und Kameraden nachzeichnen. – Mit musikalischer Begleitung.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Zum Ausklang laden die Veranstalter zu Getränken und etwas Essen (Fingerfood) ein. – In Kooperation mit Stadtarchiv Saarbrücken und VVN-BdA Saarland

Termin: Sonntag,  01.09.2013 11:00 Uhr, Stadtarchiv, Saarbrücken

 

http://www.saarbruecken.de/de/event/148014

http://www.saarkurier-online.de/?p=99379

#Zeichung Fellenbergmühle in Merzig

Die Fellenbergmühle in Merzig am Seffersbach.
Nach einem alten Foto. Vor der Renovierung

Das Feinmechanische Museum Fellenbergmühle zeigt hauptsächlich der Trennung dienende Maschinen der Fertigungstechnik. Das wesentliche Merkmal des Museums ist die Konservierung des produktiven Betriebs zum Zeitpunkt seiner Einstellung. Als industriegeschichtliche Momentaufnahme unterscheidet sich die Ausstellung vom häufig verwendeten chronologischen Konzept. Der Betrieb ist für den Besucher nach seiner 1997 erfolgten Restaurierung von der Energieversorgung bis zur Vorführung der Maschinen authentisch nachvollziehbar.
https://de.wikipedia.org/wiki/Feinmechanisches_Museum_Fellenbergm%C3%BChle

http://www.tourismus.saarland.de/de/feinmechanisches-museum-fellenbergmuehle-merzig-saarland

fellenbergmuehle-kl

Als Vergleich:

File:MerzigFellenbergmühle.jpg

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Urheber Lokilech

Museum-Schloss-Fellenberg mit neuer Webseite

Das Museum Schloss-Fellenberg in Merzig hat einen neue Webpräsenz.
Die sehr hell und übersichtlich daher kommt.

Das Hintergrundbild wird automatisch alle paar Sekunden gewechselt und zeigt Impressionen in und ums Museum.

Aktuell :
Peter Baus »Raum und Zeit«
Hans-Herbert Fox »Auszeit«
– Fotografie
vom 8. September bis 20. Oktober

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