Tour de Kultur – Das Hilbringer Schlösschen

Tour de KulturDas Hilbringer Schlösschen
(Längerer Text)
Am Wochenende eine kleine Tour gemacht und zwar im Hilbringer Schloss.

Obwohl das Schlösschen wie es auch genannt wird, schon 275 Jahre dort steht war es immer der Öffentlichkeit verwehrt.
Und Mancher der von Merzig kommend auf die Kreuzung zu fährt mag es auch übersehen haben, das oben am Schlossberg alles überragende barocke Bauwerk.

Erbaut wurde es 1745 von Christian Kretschmar, einem deutschen Baumeisters des Barock.
An selber Stelle soll die „Burg“ der Ritter von Hilbringen“ gestanden haben. Bei der es sich wahrscheinlich eher um ein sogenanntes „Feste Haus“ handelte und das um 1733 abgerissen worden sein soll.

Die Lage des Bauwerkes ist an markanter Stelle von Hilbringen zu finden.
Am Schlossberg gelegen, gegenüber der Hilbringer Pfarrkirche und oberhalb der schon lange existierenden Wegekreuzung, deren Hauptweg von Merzig kommend in den Saargau und dessen Höhen hinauf führt bis weit ins Lothringer Hügelland.

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Werkzeugmarke, Markennummer …

Da hab ich doch in einer abgelegenen, verwilderten Ecke unseres alten Gartens diese „Münze“ gefunden.
Zum Glück noch alles lesbar:
„Eisenbahnbau Gesellschaft Saarlouis Merzig“
„Becker & Co
„35“

Zuerst dachte ich ja das sie etwas mit dem Bau der Eisenbahn Merzig – Bettelainville, oder auch Merzig-Bettsdorf, zu tun hat.
Diese Linie wurde von 1908 bis zur Eröffnung am ersten Nov. 1917 gebaut.
Die Bahnlinie führte an meinem Heimatdorf 66663 Merzig/Silwingen vorbei etwa 40 bis 50 Meter von einem Haus entfernt.

Dann hab ich mal recherchiert und bin auf folgendes gestoßen: Für den Kreis Saarlouis errichtete die Eisenbahnbau-Gesellschaft Becker & Co GmbH in Berlin elektrische Straßenbahnen, die ab 1913 eröffnet wurden. Stadt und Kreis brachten ihre Bahnen, die ausnahmslos in Normalspur angelegt worden waren, in die am 31. Oktober 1922 gegründeten Kraft- und Verkehrswerke AG Saarlouis (KRAVAG) ein. Die neue Gesellschaft baute anschließend das Netz weiter aus. Quelle: Wikipedia

Laut der Seite „Saar Nostalgie“ erfolgte der Bau und der Betrieb ab 1911 durch die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Becker & Co. GmbH aus Berlin.
Es könnte sich um eine Fahrmarke oder um Notgeld der Straßenbahnlinie Saarlouis gehandelt haben.

Zwei weitere Vermutungen sind mir angetragen worden.
1.
Es könnte eine Werkzeugmarke sein.
Die hat man abgegeben,wenn man teures Werkzeug gebraucht hat,und zurückbekommen,
wenn man das Werkzeug wieder zurück zur Ausgabe gebracht hat.
Die 35 war wohl die Nummer eines bestimmten Mitarbeiters.

2.
Es könnte sich auch um eine sogenannte „Markennummer“ handeln.
Im Bergbau gab’s sowas um die An-/Abwesenheit der Mitarbeiter festzustellen.
Bei Schichtbeginn hat der Arbeitnehmer die Marke von einem Brett, oder hier zusammen mit seiner Grubenlampe, abgenommen und bei schichtende wieder eingehängt. So wusste man immer wer aktuell im Dienst ist.

Wie jetzt Merzig dort rein passt habe ich noch nicht heraus gefunden.

Auf jeden Fall ein interessantes Stück Zeitgeschichte und noch gut erhalten.

Keine Fotobeschreibung verfügbar.

 

Amt Hilbringen

Silwingen hatte geschichtlich immer was mit Hilbringen zu tun.
Für mich ist oder war Hilbringen auch immer der Hauptverwaltungsort des Amtes Hilbringen.
Gewisse Erledigungen mußte man in Hilbringen erldeigen anstatt in Merzig.
Viele hatten z.B. Ihren Hausarzt hier.
Die Gebietsreform 1974, die dazu führte das das Amt Hilbringen auf gelöst wurde sollte bekannt sein.
Damit war das Amt Hilbringen Geschichte.
Zeitungsartikel: Gründung des Amtes Hilbringen. Quelle: Kreisheimatarchiv Merzig Museum Schloss Fellenberg

Am 1. Januar 1974 wurden die bisher eigenständigen Gemeinden Ballern, Besseringen, Bietzen, Brotdorf, Büdingen, Fitten, Harlingen, Hilbringen, Mechern, Menningen, Merchingen, Mondorf, Schwemlingen, Silwingen, Weiler und Wellingen in die Stadt Merzig eingegliedert.
Die Gemeinden Ballern, Büdingen, Fitten, Hilbringen, Mechern, Mondorf, Schwemlingen, Silwingen, Weiler und Wellingen gehörten vormals dem Amt oder der Bürgermeisterei Hilbringen an.
Wehingen-Bethingen und Tünsdorf die bis Ende 1973 auch zu Hilbringen gehörten kamen zur neu gegründeten Gemeinde Mettlach.

Ganz kurzzeitig war der Kreis Merzig vergrößert und die Orte
Biringen, Fremersdorf, Obersch, Fürweiler, Gerlfangen, Diersdorferhof kamen 1946 hin zu. Und wurden dem Amt Hilbringen zu gewiesen. Näheres muss noch erforscht werden.

Bild könnte enthalten: Text „Als Gründungsdatum darf der 1. 9. 1814 angesehen werden. Der mit die- sem Datum gegründete Amtsverband umfaßte die Orte Hilbringen, Mechern, Mondorf, Silwingen, Fitten, Ballern, mit den Ortsteilen Rech und Ripplin- gen, Schwemlingen, Weiler, Büdingen und Wellingen. Am 1. 1. 1953 wurden als weitere Orte Bethingen, Tünsdorf und Wehingen dem Amtsverband zu- geschlagen.“

Bild könnte enthalten: Text „Kreis Merzig vergröBert 1946 gehören zum Kreis Merzig die Losheim, Wadern und Weiskir- Bürgermeisteramtes Nonnweiler St. Wendel verwaltet. Weiterhin Merzig: die Orte Bethingen, Nohn, gen, ferner: Biringen, Fremersdorf, und Oberesch.“