Die „Hagebutte“ …

Hagebutte auch Hundsrose oder Hagrose genannt. Oder Heckenrose, Zaunrose, Hagrose usw
Die Hagebutten sind eigentlich die ungiftigen Sammelnussfrüchte verschiedener Rosenarten, besonders der Hundsrose.
Als Hagebutten werden landläufig die Wildrosen, oder Heckenrosen, selbst bezeichnet, an denen die Früchte wachsen.
Die wurden von unseren Vorfahren als Umzäunung von Gehöften und Weiden angepflanzt, da sie vor wilden Tieren und Feinden schützten, aber auch vor bösen Geistern und allerlei übersinnlichen Gestalten.
Wobei Hage vom althochdeutschen hagan „Dornenstruach“ wovon sich auh Hag, was ein von Hecken eingefriedetes und umgebenes Gelände, bezeichnet. Was auch ein hegen bedeutet.
und mit Hagedorn, möglicherweise eine alten Sprachform des Weißdorns zusammenhängt. Und die älteste Wortform sich möglicherweise auf die Früchte des Weißdorns bezog.
So auch Weißdorn und Schwarzdorn (Schlehe).
Sie wurden von unseren Vorfahren als Umzäunung von Gehöften und Weiden angepflanzt, da sie vor wilden Tieren und Feinden schützten, aber auch vor bösen Geistern und allerlei übersinnelichen Gestalten.
Aber auch Zwerge und Unholde sollen Ihr Unwesen in diesen Sträuchern getrieben haben.
Die meisten Dornensträucher werden im Brauchtum gegen Verzauberungen eingesetzt.
Die Früchte wurden ans Fenster genagelt um Dämonen oder Flüche abzuwehren.
aber auch unter die Schwelle zum Stall wurden die Hagebutten vergraben und sollten gegen Verhexungen schützen.
Die Kelten räucherten mit den Zweigen der Hagebutte oder sie nutzten das Holz zum Verbrennen ihrer Toten.
Die Wucherungen der Gallwespen aus den Hagebuttensträucher wurden früher gegen die Hundswut/Tollwut verwendet.

Bild könnte enthalten: Pflanze, Baum, im Freien und Natur

Goldrute

Die Goldrute.
Das Handbuch des Aberglaubens schreibt folgendes über die Goldrute: würde sie unverhofft neben oder in Nähe der Haustür auftauchen dann steht unerwartetes Glück und Reichtum ins Haus.

Sie kann als Wünschelrute zum aufspüren von Schätzen verwendet werden. Hält man sie in der Hand und sie nickt in eine Richtung ist dort möglicherweise ein Schatz versteckt ..

Bild könnte enthalten: Pflanze, Blume, Baum, im Freien und Natur

Wetterregeln Mai

Wetterregeln Mai:
Der Mai kommt gezogen wie der November geflogen
Fliegen die Schwalben in den Höh`n kommt ein Wetter, das ist schön
Maienfrost den Früchten das Leben kost
Marientau macht grüne Au, Marienfröste sind unnütze Gäste
Abendtau und kühl im Mai, bringt viel Wein und Heu
Sind die Maifer und Raupen zu viel, steht eine reiche Ernte ans Ziel
Der Nordwind ist ein guter Vetter, denn er bringt beständig Wetter
Im Mai viel Wind, begehrt des Bauern Gesind
Abendrot-Schönwetterbrot. Morgenrot -Schlechtwetterbrot/abends Tod

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Insekten

Aus dem Buch- Libelle, Marienkäfer & Co: „Wir wissen, dass Agrarlandschaften, die von Flecken mit artenreicher Natur unterbrochen sind, vielen der natürlichen Feinde von Schädlingen Lebensraum bieten. Ebenso existieren in einem Naturwald mehr Raubinsekten und Parasiten, die Fichtenborkenkäfer und andere Schädlinge in Schach halten, als in einem forstwirtschaftlich genutzten Wald. Die Raubinsekten und Parasiten kontrollieren die Menge anderen Getiers im Wald. Schwedische Studien haben gezeigt, dass in einem Naturwald mit verschiedenen Arten von Totholz weit mehr Feinde des Großen achtzähnigen Fichtenborkenkäfers – einer Art, die schwere Schäden am Stammholz verursachen kann – leben als in unserem normalen intensiv genutzten Wald.“

Wein in Biringen …

Biringen wird Weinbaugebiet!
Nicht gerade, aber Alfred Hoffmann vom Hofgut Eichen in Biringen versucht den Wein wieder in unsere Region zu bringen.

Den ersten Wein in unserer Gegend brachten natürlich die Römer mit.
Nach dem Ende der römischen Macht verschwanden die Weinberge für lange Zeit.
Etwa um 1800 begann der Weinanbau an der Saar in Merzig und der Beckinger Gegend wieder.
Weinanbau im Saargau gab es bis ins vorige Jahrhundert hinein.
An der Nied kunden die ersten Sokumente um 1340 von Weinbergen.
Einer Statistik von 1836 wurde in 36 Gemeinden unseres Kreises Wein angebaut.
Darunter auch Fitten, Büdigen, Hilbringen, Mechern, Merzig, Mondorf, Silwingen, Wellingen und Weiler.

Etwa um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert kam der Weinbau im Kreis Merzig ganz zum Erliegen.
Eine Reblausplage und ein verstärkter Obstanbau waren die Gründe.
Aber auch das die Menschen in der immer mehr aufkommenden Industrie ein besseres Einkommen fanden.
Und eine immer stärker werdende französisch Konkurrenz im Weinanbau.
Etwa um 1919 war dann endgültig Schluss mit dem Weinanbau in Merzig.
Die Anbaufläche verminderte sich für die Stadt Merzig im Jahre 1906 auf 92, bis 1909 auf 60, bis 1914 auf 50 und bis 1919 auf 25 Morgen.
Und seid 2009 gibt es wieder Wein aus Merzig. Am Kreuzberg.

https://www.kreuzberg-merzig.de/historie/


Quelle: Saarbrücker Zeitung 17.11.2018

Erntedankfest

Heute ist Erntedankfest,
die Äcker, Felder und Gärten sind so gut wie leer geräumt.
Die Haupternte ist eingefahren.
In den Gärten stehen verschiedentlich noch die Wintergemüse und ein paar grüne Tomaten reifen noch langsam in den Gewächshäusern vor sich hin.
Besondere Wetter oder Bauernregeln gibt es für das Erntedankfest nicht.
Erntedankfeste gibt es schon seit vor geschichtlicher Zeit.
Unsere Vorfahren die noch fast alle Bauern waren und eng mit dem Naturgeschehen verbunden und von diesem abhängig richteten die Feste nach diesen Gegebenheiten aus.
Die Erntefeste begannen meist schon im Hochsommer und enden mit dem Herbstbeginn.
Die Ernte ist der Höhepunkt der harten Arbeit und sichert das weitere Überleben der Menschen auch über die kalte Jahreszeit hinaus.
Den Geistern und Dämonen des Feldes wurden Opfergaben dar gebracht.
Strohfiguren, Erntegarben, Sonnenblumen, Kürbisse und Rüben …
Die letzten Früchte wurden am Baum hängen oder im Feld liegen gelassen als Zeichen der Dankbarkeit.
Später wurde das Fest auch von der Kirche übernommen und fällt immer auf den ersten Sonntag des goldenen Oktobers.
Während des Festes gibt es oft Umzüge, wobei man u.a. die Erntedankkrone mitführt.
Die Altäre in den Kirchen werden mit Acker und Feldfrüchten geschmückt.
Die Ernte wird gesegnet. Erntekränze aufgehängt.
Früher wurde den Armen ein Teil der ernte geschenkt.
Erntedankkronen wurden in die Stuben gehängt und bis zum nächsten Fest in dort gelassen.
Aber vielerorts merkt man von diesen alten Traditionen schon lange nichts mehr.
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