Archiv der Kategorie: Garten

Wein in Biringen …

Biringen wird Weinbaugebiet!
Nicht gerade, aber Alfred Hoffmann vom Hofgut Eichen in Biringen versucht den Wein wieder in unsere Region zu bringen.

Den ersten Wein in unserer Gegend brachten natürlich die Römer mit.
Nach dem Ende der römischen Macht verschwanden die Weinberge für lange Zeit.
Etwa um 1800 begann der Weinanbau an der Saar in Merzig und der Beckinger Gegend wieder.
Weinanbau im Saargau gab es bis ins vorige Jahrhundert hinein.
An der Nied kunden die ersten Sokumente um 1340 von Weinbergen.
Einer Statistik von 1836 wurde in 36 Gemeinden unseres Kreises Wein angebaut.
Darunter auch Fitten, Büdigen, Hilbringen, Mechern, Merzig, Mondorf, Silwingen, Wellingen und Weiler.

Etwa um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert kam der Weinbau im Kreis Merzig ganz zum Erliegen.
Eine Reblausplage und ein verstärkter Obstanbau waren die Gründe.
Aber auch das die Menschen in der immer mehr aufkommenden Industrie ein besseres Einkommen fanden.
Und eine immer stärker werdende französisch Konkurrenz im Weinanbau.
Etwa um 1919 war dann endgültig Schluss mit dem Weinanbau in Merzig.
Die Anbaufläche verminderte sich für die Stadt Merzig im Jahre 1906 auf 92, bis 1909 auf 60, bis 1914 auf 50 und bis 1919 auf 25 Morgen.
Und seid 2009 gibt es wieder Wein aus Merzig. Am Kreuzberg.

https://www.kreuzberg-merzig.de/historie/


Quelle: Saarbrücker Zeitung 17.11.2018

Erntedankfest

Heute ist Erntedankfest,
die Äcker, Felder und Gärten sind so gut wie leer geräumt.
Die Haupternte ist eingefahren.
In den Gärten stehen verschiedentlich noch die Wintergemüse und ein paar grüne Tomaten reifen noch langsam in den Gewächshäusern vor sich hin.
Besondere Wetter oder Bauernregeln gibt es für das Erntedankfest nicht.
Erntedankfeste gibt es schon seit vor geschichtlicher Zeit.
Unsere Vorfahren die noch fast alle Bauern waren und eng mit dem Naturgeschehen verbunden und von diesem abhängig richteten die Feste nach diesen Gegebenheiten aus.
Die Erntefeste begannen meist schon im Hochsommer und enden mit dem Herbstbeginn.
Die Ernte ist der Höhepunkt der harten Arbeit und sichert das weitere Überleben der Menschen auch über die kalte Jahreszeit hinaus.
Den Geistern und Dämonen des Feldes wurden Opfergaben dar gebracht.
Strohfiguren, Erntegarben, Sonnenblumen, Kürbisse und Rüben …
Die letzten Früchte wurden am Baum hängen oder im Feld liegen gelassen als Zeichen der Dankbarkeit.
Später wurde das Fest auch von der Kirche übernommen und fällt immer auf den ersten Sonntag des goldenen Oktobers.
Während des Festes gibt es oft Umzüge, wobei man u.a. die Erntedankkrone mitführt.
Die Altäre in den Kirchen werden mit Acker und Feldfrüchten geschmückt.
Die Ernte wird gesegnet. Erntekränze aufgehängt.
Früher wurde den Armen ein Teil der ernte geschenkt.
Erntedankkronen wurden in die Stuben gehängt und bis zum nächsten Fest in dort gelassen.
Aber vielerorts merkt man von diesen alten Traditionen schon lange nichts mehr.
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Kürbisfest Silwingen 23 September 2018

Am 23 September fand am Silwinger Feuerwehrgerätehaus das erste Kürbisfest statt. Veranstaltet von der Jugendwehr. Trotz schlechtem Wetter war das fest gut besucht. Über den Vorverkauf wurden 100 Essen bestellt. Es gab selbst gemachte Kürbissuppe und Gulaschsuppe. Nachmittags ging kurz das Bier aus, es wurde aber schnell Ersatz besorgt. Der größte Kürbis wurde prämiert. dieser brachte 60 kg auf die Waage.

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Foto Goldrute

Eine Goldrute hat sich in unserem Garten angesiedelt.

Die Goldrute (Solidago), auch Goldraute genannt, ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütengewächse .
Die Stengel sind zwischen 60 Zentimeter und 1,50 Metern lang.
Aus Stengeln und Blättern kann ein Farbstoff gewonnen werden.

Andere Namen u.a. Wundkraut und Petrusstab

Die Pflanze wurde vor etwa etwa 250 Jahren in Europa eingeführt. In Mitteleuropa gedeihen sie vor allem auf Wiesen und Weiden und entlang von Straßen und Bächen. In Mitteleuropa ist meist nur die Gewöhnliche Goldrute zu finden.

Bei mittelalterlichen Texten wie der Physica von Hildegard von Bingen muss beachtet werden, daß damals mit Solidago der Beinwell gemeint war.

In Deutschland sind sie als Neophyten eher ungeliebt, da sie heimische Pflanzenarten zu verdrängen drohen.

Verlorene Gegenstände kann man finden in dem man die Goldrute wie eine Wünschelrute benutzt.
Dorthin wo sie ausschlägt befindet sich der verlorene Gegenstand. Oder gar verlorener Schätze?
Das plötzliche Wachsen einer dieser Pflanzen neben der Haustür verheißt unerwartetes Glück

https://de.wikipedia.org/wiki/Goldruten

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Handwerker- und Bauernmarkt auf der Oberescher Bauernkirmes

Am 24 Juni

„Alte Handwerkskunst, regionale Produkte, deftige Speisen und mittendrin interessante Nutztiere: Das ist die Mischung, mit der der Handwerker- und Bauernmarkt die Gäste der Oberescher Bauernkirmes begeistert …“

Die Eisheiligen

scheinen dieses Jahr nicht so zu zuschlagen.
Zwischen dem 11 und 15 Mai beehren uns die Eisheiligen.
Namentlich:
Mamertus
, Bischof von Vienne – 11. Mai
Pankratius
, frühchristlicher Märtyrer – 12. Mai
Servatius
, Bischof von Tongeren – 13. Mai
Bonifatius
, frühchristlicher Märtyrer – 14. Mai
Sophia
, frühchristliche Märtyrin und Mutter dreier geweihter Jungfrauen – 15. Mai

Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie die Kalte Sophie

Wegen der Kalenderreform und des Klimawandels sollte man sich aber nicht auf diese Daten verlassen.
Den Wetterbericht halt im Auge behalten und nicht viel kann passieren.
Und so extrem haben diese Heiligen die letzten Jahre auch nicht mehr zugeschlagen.

Trotzdem sollte man im Garten mit manchem noch warten.
Die Stangenbohnen werden frühstens nächstes Wochenende gesetzt.

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Foto Kompost …

… ist was feines und kostet eigentlich nichts.
Nur ein wenig Arbeit die sich aber lohnt.

Kompost verbessert den Boden und gibt Nährstoffe zurück.
Aber auch hier ist „Allzu viel  ungesund“.
Sparsam verwenden ist angesagt. Etwa 3 bis fünf Liter Kompost pro Quadratmeter und Jahr für Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf ausreichend sind. Starkzehrer vertragen etwas mehr.

Kompostierung  bezeichnet den Teil des Nährstoffkreislaufs, bei dem organisches Material unter Einfluss von Luftsauerstoff (aerob) von Bodenlebewesen (heterotroph) abgebaut wird. Dabei werden neben Kohlendioxid auch wasserlösliche Mineralstoffe freigesetzt wie beispielsweise Nitrate, Ammoniumsalze, Phosphate, Kalium- und Magnesiumverbindungen, die als Dünger wirken. Ein Teil der bei diesem Abbau entstehenden Zwischenprodukte wird zu Humus umgewandelt.

Garten und Küchenabfälle, die kompostiert werden, sollten möglichst aus organischen Bestandteilen zusammengesetzt sein und möglichst keine Schadstoff- und Störstoffgehalte aufweisen. Störstoffe sind unverrottende oder schlecht biologisch abbaubare oder nutzbare Materialien.
Also keine ganzen Äpfel sondern deren Abfälle.

Belüftung und Feuchtigkeit braucht ein Komposthaufen auch.

Man verwendet zur Kompostierung

Eine lockere Bauweise des Kompostbehälters halte ich für die Bessere.

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Rhabarber

Der Rhabarber eignet sich als Gemüse oder Kompott.
Aber auch einen tollen süßsuaren Kuchen kann man damit machen.

Er ist eine anspruchslose Pflanze die sich leicht teilen und damit vermehren läßt.
Die oberirdischen Teile sterben im Herbst ab.
Aber im Frühjahr treibt er wieder aus.

Am Johannistag dem 24 Juli, endet die Rhabarberernte. Der Rhabarber hat nach diesem Stichtag einen zu hohen Oxalsäuregehalt.
Man sollte ihn dann nichtmehr essen. Dabei geht es eher um den Geschmack als das es gesundheitsschädlich wäre.

Ein Stück Rhabarberwurzel an einem Faden um den Hals getragen soll gegen Magenschmerzen helfen.

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Erntekalender für Wildpflanzen

Einen solchen findet man hier:
ERNTEKALENDER

In der Natur findet man jede Menge essbare Pflanzen.
An den verschiedensten und unerwarteten Orten.
Sie bereichern die Speisekarte und versorgen usn kostenlos mit Vitaminen.
Man sollte aber nicht alles „abgrasen“, sondern immer ein Drittel bis die Hälfte stehen lassen.
Nicht in Naturschutzgebieten ernten und auch darauf achten das es auch die gewünschte Pflanze ist. Verwechslungsgefahr möglich.
Also Achtung!

Scharbockskraut

Wetterregeln – Bauernregeln 20 Januar

20 Januar St. Fabian, St. Sebastian

Tanzen um Fabian schon die Mücken, muss man später den Kühen das Futter bezwicken.
Sebastian je kälter und heller – dann werden Scheuer und Fässer umso völler.
Sonnenschein um Fabian und Sebastian, der lässt den Tieren das Futter ausgah’n.
Verschließt tiefer Schnee zu Sebastian die Saaten, / wird unser täglich Brot gut geraten.
An Fabian und Sebastian / fängt Baum und Tag zu wachsen an.

Früher trug man Sebastianspfeile als Schutz gegen die Pest, die sogenannte anfliegende Krankheit

Sebastian ist Patron der Bürstenmacher. Sein Aussehen nach der Marter mit so vielen Pfeilen machte ihn dazu.

Am Sebastianstag beginnt der Saft in den Bäumen zu steigen, darum danach keine Bäume mehr gefällt werden

Die Sebastianskälte ist heute eingetroffen. Normalerweise hält sie vom 16. bis 26. Januar.
In Mitteleuropa herrscht dann meist frostiges und  niederschlagsärmeres Hochdruckwetter.
Mit den niedrigsten Temperaturen des Jahres.
Dieses Jahr wird dies aber eher nicht der Fall sein, wenn man sich die Wettervorhersagen anschaut.  Wobei die weite Vorschau Anfang Februar wieder Frost anzeigt.
Wenn es so weiter geht haben wir das ganze -Jahr über Aprilwetter

Von Antonello da Messina – CQFILnolPuq8ZQ at Google Cultural Institute maximum zoom level, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21962870