"Aus den Augen aus dem Sinn" – noch 12 Tage …

… besteht die Möglichkeit diese Ausstellung im Museum Schloss Fellenberg in Merzig zu besuchen.
Der Ein oder andere findet dort bestimmt Bekanntes aus vergangenen Zeiten.

Nutzen Sie die Gelegenheit und versäumen Sie diese tolle Ausstellung nicht.



Unser Haus ist dort auch zu sehen. Silwingen Mondorferstr 49
Bis etwa 1940-45 befand sich dort eine Schmiede.


Verschwundene Geschäfte und Firmen aus dem Landkreis Merzig-Wadern 



 

"Aus den Augen aus dem Sinn"

Geschäfte, Handwerksbetriebe und Gaststätten prägen und prägten heute wie früher die Ortsbilder unserer Dörfer und Städte. Mittlerweile haben viele Betriebe geschlossen oder schließen. Geschäfte verschwinden, die alten Ortskerne sterben aus und veröden.Erst vor kurzem hat das Lebensmittelgeschäft Guckeisen in Brotdorf zugemacht, Modehaus Olk in Merzig schloss im September 2009. Traditionsreiche Geschäfte geraten immer mehr in Vergessenheit. Seit Monaten wird im Museum Schloss Fellenberg gesammelt und gesammelt – alles dreht sich um diese verschwundenen Geschäfte, Firmen und Betriebe.

Wer kann sich noch daran erinnern, dass es in Merzig das Bekleidungshaus Simon in der Schankstraße gab und an seine aufwendige Fassaden-Weihnachtsbeleuchtung in den 1960er Jahren? Zahlreiche Personen aus dem Landkreis haben dort die entsprechende Herrenbekleidung gefunden. In der Schankstraße gab auch einmal die Frisöre Huckert und Deutsch oder Samen Bauer, das Brillengeschäft Herrmann und der Elektrobetrieb Schank.

Oder wer weiß noch wo Frau Schambony ihre Drogerie hatte? Jahrzehntelang war die Parfümerie Kleber in der Poststraße der einzige Kosmetiksalon in Merzig. Die Fotogeschäfte Bergmann und Göttert waren für die Kinderfotos zuständig. Aber es gab noch mehr Fotogeschäfte in Merzig zum Beispiel Foto Paar, Foto Mettlach und Foto Renzel. Traditionsreiche Cafés bildeten über Jahre Treffpunkte für Jung und Alt: in der Poststraße gab’s das Café Thewes, in der Schankstraße Café Schmohl mit herrlichem Käse- und Butterkuchen und Café Erbacher. Café Orth, mit gutem Sandkuchen und den berühmten Thusnelda-Schnitten war am Kirchplatz und Café Simon in der Waldstraße oder Café Ritschdorf in der Hochwaldstraße – alle nicht mehr da. Am Kirchplatz war die Buchhandlung Roth-Orth, die Bäckerei Bauer, später war hier der Schuster Hemmerling danach der Schlüsseldienst „Schlüssel mit System“ Michael Johannes.Merzig hatte früher sogar mal ein Delikatessengeschäft, das hieß Gutensohn.In Losheim gab es die Bäckerei Theil – verschwunden. Die Firma Streif-Eigenheimbau GmbH & Co KG baute viel und schloss im Juli 1985.In Wadern gab es das Modehaus Nelles am Marktplatz und das Elektro-Fachgeschäft Maldena in der Oberstraße, beide existieren nicht mehr.In Hilbringen konnte man jahrelang die Schuhe im Schuhhaus Honickel kaufen, zuerst in der Waldwieser Straße und später in der Rehstraße. Schuhe gab es in Merzig natürlich beim Seiwert und dazu gab es noch den Lurchi oder bei Bata oder bei Baptist Leistenschneider. Zahlreiche Leihgeber haben Fotos und Informationen dem Museum zur Verfügung gestellt und eine umfangreiche Sammlung ist entstanden. Sie wird nun in einer Ausstellung präsentiert. Die Eröffnung der Ausstellung ist am Freitag, den 02.12. um 19.00 Uhr. Es sprechen: Wolf Porz, Redakteur der Saarbrücker Zeitung; Bernhard Kiesel, 1. Vorsitzender des Vereins für Handel, Handwerk, Industrie, freie Berufe und Dienstleistungsbetriebe e.V. Merzig; Elvi Foss, 1. Vorsitzende des Vereins für Handel, Gewerbe und freie Berufe e.V. Wadern.Das Sammeln im Museum geht aber weiter. Es fehlen noch Infos zu zahlreichen Geschäften, gesucht werden Fotos, alte Ansichten oder Werbung: Zum Juweliergeschäft Thewes in der Poststraße, zum Milchgeschäft Engel, zum Samenhandel J. Lambert, zum Maler Putzke in der Hochwaldstraße, zum Maler Sellen in der Bahnhofstraße, zur Eisdiele Toscani und, und…Wir danken: Den zahlreichen Leihgebern für die Unterstützung, der Saarland-Spielbank für die großzügige Spende für diese Heimatausstellung und der Sparkasse Merzig-Wadern für die fortwährende Unterstützung.

Wenn Sie Infos zu den genannten oder anderen Geschäften oder Firmen aus dem gesamten Landkreis haben, wäre es schön, wenn Sie sich melden würden bei: Museum Schloss Fellenberg, Torstr. 45A, Merzig, Tel. 0 68 61 – 79 30 30 und 31,  Fax 0 68 61 – 79 30 32,  E-Mail: info(at)museum-schloss-fellenberg.de.

Alle Leihgaben werden sorgfältig behandelt.

Die Ausstellung wird gefördert von der Sparkasse Merzig-Wadern.

 © Museum Schloss Fellenberg. Öffnungszeiten: Di. – So., Fei. 14 – 18 Uhr und nach Voranmeldung. 

Web: http://www.museum-schloss-fellenberg.de/

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