Angliederung des „Saarland“ an Preußen vor 200 Jahren

Vor zweihundert Jahren, am 30. November 1815, wurde das Saarland größtenteils an das Königreich Preußen angegliedert.
Durch einen offiziellen Festakt der preußischen Regierung wurde die feierliche Besitzergreifung Saarbrückens und der restlichen Saarorte durch Mathias Simon, den königlich-preußischen Kommissar, im Auftrag König Friedrich Wilhelms II. vollzogen.

Nach dem Wiener Kongress fielen die größten Teile des heutigen Saarlandes an die Königreiche Preußen und Bayern, kleinere Teile an andere Staaten des Deutschen Bundes, nämlich das Fürstentum Lichtenberg mit St. Wendel an das Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld und das Fürstentum Birkenfeld an das Großherzogtum Oldenburg. Die preußischen Gebietsteile kamen zu dem neu gebildeten Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging, die bayerischen Gebietsteile zum neu gebildeten Rheinkreis, seit 1835 Rheinpfalz genannt. Die Errungenschaften der Französischen Revolution blieben als Rheinisches Recht erhalten.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Steinkohlebergbau und die Eisen- und Stahlindustrie. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 und der Schlacht bei Spichern vor den Toren Saarbrückens führte die Gründung des Deutschen Reiches und die Angliederung Elsaß-Lothringens zur Bildung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes bis zur französischen Grenze. An der Saar entstand das drittgrößte Schwerindustriegebiet des Deutschen Reiches, das als „Saarrevier“ und seit den 1890er Jahren meist als „Saargebiet“ bezeichnet wurde.[1]
( wikipedia.de)

http://www.villa-lessing.de/veranstaltungen/entscheidungsjahre-der-saar-1815193519551990/

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