Wetterregeln – Bauernregeln : 17. März: St. Gertrud

17. März: St. Gertrud
→ Hauptartikel: Gertrud von Nivelles

„St. Gertrud schließt das Gartentörchen auf“.

Sonniger Gertrudentag, Freud’ dem Bauer bringen mag.
Ist Gertrud sonnig, wird’s dem Gärtner wonnig.
Die Gertrud mit dem frommen Sinn, sie ist die erste Gärtnerin.
Gertraude nützt dem Gärtner fein, wenn sie kommt mit Sonnenschein.
Friert’s an Gertrud der Winter noch vierzig Tage nicht ruht.
Sieht Sankt Gertrud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß.
„Gertraud / den Garten baut.“
„Friert es an St. Gertrud, / der Winter noch 14 Tag‘ nicht ruht.“
„An St. Gertrud ist es gut, / wenn in die Erd‘ man Bohnen tut.“
„Willst du dicke Bohnen essen, / darfst du Gertrud nicht vergessen.“
„Gertrud mit der Maus / treibt die Spinnerinnen raus.“ –
am 17. März beginnt die Feldarbeit wieder, die Winterarbeit im Haus hat ein Ende.

Gertrudentag
wichtigster Lostag der Gärtner

Der Gertrudentag am 17. März war schon in vorchristlichen Zeiten einer der wichtigsten Lostage im Frühling, an dem die bäuerliche Bevölkerung freudig vom Winter Abschied nahm und sich dem kommenden Wirtschaftsjahr zuwendete.

Viele Bräuche erinnerten an die winterliche Spinnarbeit, waren Hilfe gegen die Feldmäuse und zugleich alte Opferbräuche. Symbolisch wurden erste Gartenfrüchte in den Boden gebracht und es fand ein erstes Feldpflügen statt.

Der Gertrudentag blieb bis ins 20. Jahrhundert ein Tag voller Drang, in den Garten zu gehen und auf diese Weise den Winter zu vergessen. Bis heute gilt er den Gärtnern noch als wichtiger Lostag im Frühlingskalender.

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