Schlagwort-Archive: Vergessenes

Die Saar …

Saar
[639] Saar, 1) (im Alterthum Sarăvus), schiffbarer Nebenfluß der Mosel; entspringt in dem französischen Departement Vogesen, in dem Walde von St. Quirin, am Westabhang der Vogesen, geht in den preußischen Regierungsbezirk Trier, wird bei Saarbrück schiffbar, nimmt die Blies, Brems, Nied u.a. auf u. mündet nach 33 Meilen langem Laufe unter Konz;
Quelle:Pierer’s Universal-Lexikon, Band 14. Altenburg 1862, S. 639.
Permalink:http://www.zeno.org/nid/20010790284
Lizenz:Gemeinfrei

Saarbrücker Hafen 1910

Die letzte Dampflok …

Am 29 Mai 1976 fuhr der letzte Dampfzug von Saarbrücken nach Trier. Die Nr. 501446. Wer kann sich als Kind noch an diese Züge im Merziger Bahnhof erinnern? Damals als man noch eine Bahnsteigkarte brauchte um an die Gleise zu gelangen. Eindrucksvoll schon von weitem das Schnauben und Pfeifen der Dampflok zu hören bevor sie in den Bahnhof einlief. Die Dampfloks hört man bei entsprechender Wetterlage bis hoch hinauf nach Silwingen …

Potsdamer Platz

Den Postdamer Platz gibt es im Herzen von Berlin, aber auch bei Borg.
Dort treffen sich folgende Straßen : die B406 von Remich nach Borg, die B407 aus Saarburg ebenfalls nach Borg und die L177 aus Orscholz kommend.
Die Verkehrskreuzung liegt auf 381 Meter über dem Meer.

Woher stammt aber dieser Name.
Im zweiten Weltkrieg kämpfte dort ein Regiment das seinen Friedenssitz in Postsdam bei Berlin hatte.

Quelle: Kreisheimat Buch Merzig-Wadern 1986

Wetterregeln, Bauernregeln, Brauchtum – 25. Februar: St. Walburga, Äbtissin von Heidenheim

25. Februar: St. Walburga, Äbtissin von Heidenheim

  • Wenn sich Sankt Walburgis zeigt, der Birkensaft nach oben steigt.
  • Walburgaschnee tut immer weh.
  • Sankt Burgel geht dem Winter an die Gurgel.

Der Todestag der heiligen Walburga,  wird am 25. Februar gefeiert.

Die Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai ist begründet durch den verschiedentlich – heute noch in England, in Sachsen bis zum Ende des 16. Jahrhunderts – am 1. Mai begangenen Gedenktag, den Tag der Übertragung der Gebeine. Manche Überlieferungen berichten auch von ihrer Kanonisation durch Papst Hadrian II. – er regierte von 867 bis 872 – an einem 1. Mai.

Im Mittelalter war der Tag ihrer Heiligsprechung als Gedenktag verbreitet. Daher wird die Nacht zum 1. Mai Walpurgisnacht genannt.

Wetterregeln, Bauernregeln 24. Februar: St. Matthias, Apostel

24. Februar: St. Matthias, Apostel

Hat der Matthias endlich seine Hack‘ verloren, wird der Joseph (19. März) schon das Eis durchbohren.

Ist es an St. Matthias kalt, hat die Kälte noch lang Gewalt.

Trat Matthias stürmisch ein, kann’s bis Ostern Winter sein.

Wenn neues Eis Matthias bringt, so friert`s noch vierzig Tage. Wenn noch so schön die Lerche singt, die Nacht bringt neue Plage.

Zahlreiche Bräuche gab es  die mit dem am 24. Februar aufkommenden Frühjahr zusammenhängen:
In der Matthias-Nacht legte man Efeublätter in Wasser; war eines am nächsten Morgen durchweicht, drohte Krankheit.
In der Matthias-Nacht werden durchs Los Liebes- und Todesorakel eingeholt – im Hintergrund steht dabei die Wahl des Apostels durch ein Los.

Aus Einwohnerliste Silwingen 1930

Aus Einwohnerliste Silwingen 1930

Silwingen gehörte damals zum Saargebiet.

Saargebiet bezeichnet das von 1920 bis 1935 vom Deutschen Reich abgetrennte Industriegebiet an der mittleren Saar.

Es war in der Fläche um ein Viertel kleiner als das heutige Saarland.

Mit einer Fläche von 1912 km² und 770.030 Einwohnern (1927) umfasste es den Südteil des Regierungsbezirks Trier der preußischen Rheinprovinz und den Westteil der bayerischen Pfalz.

In den Artikeln 45 bis 50 des Versailler Vertrags wurde das Saarbecken als Mandatsgebiet dem Völkerbund auf 15 Jahre übertragen und fremder Verwaltung unterstellt. Danach war ein Volksentscheid über seine staatliche Zugehörigkeit abzuhalten.

Geburtsregister Hilbringen 1903

Das Internet hält heute viele Informationen bereit. Man muss sie suchen und finden. Bei manchen Seiten muss man sich anmelden und einen monatlichen Beitrag bezahlen. Aus dem Geburtsregister Hilbringen 1903…

 

Erster Sonntag in der Fastenzeit – Erbsensonntag

Dieser wurde früher auch Erbsensonntag genannt.
Erbsen und andere Hülsenfrüchte waren vor 100 Jahren noch die Hauptspeise der hiesigen Menschen in der Fastenzeit.
Darum der Name.

In Wadrill wird seit einigen Jahren wieder Erbsensonntag gefeiert.

Seit Jahrzehnten wird dieser Brauch dort wieder gepflegt.
Ein brennendes Strohrad ( früher mit Erbsenstroh ) wird bei Anbruch der Dunkelheit den Berg hinab gerollt.

Das Rad als Symbol der Sonne soll den Segen über Wiesen, Felder und Äcker bringen und für eine erfolgreiche Ernte sorgen.

Von der Kirche wurde dieser Brauch, wie so viele, in ihrem Sinne umgewandelt.

http://www.hnf-wadrill.de/erbsenrad/erbsenradgeschichte/index.php

Der Brauch der Feuerräder wird in einigen Regionen Deutschlands gepflegt. Meist an Fastnachtsdientag.
Mit diesem Brauch soll der Winter vertrieben und die Fruchtbarkeit der Felder erbeten werden.

Von Nifoto – Eigenes Werk (Nifoto), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6511046

Flurnamen in Silwingen

Der Hasenbungert wurde weder in der Flurkarte von etwa 1940 und heute verzeichnet.
Er existiert aber im Sprachgebauch der Bevölkung und befindet sich
zwischen dem Zoll und dem Turm.

14. Februar: St Valentin von Terni (Valentinstag) – Aschermittwoch

14. Februar: St Valentin von Terni (Valentinstag)

Am Tage des St. Valentein, da friert das Rad samt Mühle ein.

Hat der Valentin viel Regenwasser, wird der Frühling noch viel nasser.

Regnet es an Valentin, / ist die halbe Ernte hin.
Liegt an Valentin die Katz in der Sonne, / kriecht sie im März hintern Ofen voll Wonne.
Wie das Wetter am Aschermittwoch ist, so soll`s das ganze Jahr sein.

Der heilige Valentin ist der Schutzpatron der Jugendlichen, Reisenden und Imker. Er wird bei Wahnsinn, Epilepsie und Pest angerufen. Zudem soll er zur Bewahrung der jungfräulichen Unschuld und zu einer guten Verlobung und Heirat verhelfen.

Und heute ist auch Aschermittwoch
Der Aschermittwoch ist der Tag, an dem die vorösterliche Fastenzeit beginnt. Zählt man die Sonntage nicht als Fastentage und rechnet man Karfreitag und Karsamstag mit hinein, so ergeben sich 40 Fastentage bis zum höchsten christlichen Festtag, dem Osterfest, an dem der Auferstehung Jesu Christi gedacht wird.

Die Bezeichnung Aschermittwoch kommt von dem Brauch, in der Heiligen Messe dieses Tages die Asche vom Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres zu segnen und die Gläubigen mit einem Kreuz aus dieser Asche zu bezeichnen.

Silwingen oder nicht Silwingen das ist hier die Frage …

Eine alte Zeichnung von Herrmann Keuth, der war früher Direktor des Saarland Museums, von etwa 1925. Soll Silwingen zeigen. Und laut ihm soll früher eine alte Ziegelei in Silwingen gewesen sein. Bis jetzt hat noch kein Silwinger in dieser Zeichnung Silwingen erkannt. In Biringen ist vor 1900 eine Ziegelei eingezeichnet. Könnte es nicht eine Zeichnung aus Biringen sein?

dav

Silwinger Flurnamen

Folgende Flure werden gesucht. Wo befinden oder befanden sich diese Flure?
Sie sind in der Flurkarte von 1940 und heute nicht eingezeichnet.
Aber in einer Liste von Silwinger Flurnamen die Anfang der 80ziger im Amtsblatt veröffentlicht wurden findet man sie.
Und vielleicht tauchen ja auch noch andere Flur- oder Geländenamen von früher auf.
34 Im Kellerfeld
6 Beim Bienenbaum
45 Reidland

Flurnamen Silwingens
Die Liste stammt aus dem zweiten Teil des Vorabdrucks „Einer Geschichte Merzigs in Daten und Namen“ des Heimatforschers Leo Griebler, der 1984 in „Neues aus Merzig“ erschienen ist.
Die wichtigsten Flurnamen werden aufgeführt und gedeutet.
Die Deutung kann nur der wahrscheinlichsten Herkunftsform zu Grunde liegen.
Die Namen sind unterschiedlichsten Alters.

 

Die Meerkatz, der Weinanbau im Kreis Merzig-Wadern und Silwingen …

Meerkatz, früher Weinanbau, Silwingen …

Den Namen Meerkatz kennt sicher so Mancher!?
Die Jüngeren eher weniger.
Kurz vorm Beckinger Bahnhof von Richtung Merzig kommend gab es lange Zeit einen Nachtclub mit Namen „Meerkatz“.
Wo her kam aber dieser Name?
Die Gemarkung auf dem dieser Club gestanden hat heißt Meerkatz.
Und diese Gemarkung hat ihren Namen einem Wein zu verdanken der um 1830 dort angebaut wurde.
Der Beckinger Rotwein Meerkatz der von 1818 – 1822 den höchsten Preis aller angebauten Weine im Kreis Meerzig-Wadern erreichte.
Aber eigentlich war oder ist es ein Saarfelser Wein, weil die Gemarkung Meerkatz zu Saarfels gehört.
Die Besitzer des damaligen Clubs oder die Hausbesitzer haben also Tradition bewiesen und das Haus nach einem alten Wein benannt.

Beim Bahnbau Saarbrücken-Trier musste ein Teil der Weinberge abgetragen werden. Nach der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert kam der Weinbau im damaligen Kreis Merzig ganz zum Erliegen. De Grund eine Reblausplage.

Silwingen wird übrigens auch in einer Liste der Weibaugemeinden im Kreis Merzig-Wadern von 1826 genannt.
Es muß aber darauf hingewiesen werden das in der Liste auch Orte erscheinen deren Weinbau nur dem Eigenbedarf oder für kurze Zeit Anbauversuche gemacht wurden.
Der Weinanbau im Kreise wurde nur zum Nebenerwerb betrieben.

Kurze Zeit gab es in Silwingen wieder einen Wein den „Silwinger Schüttelfrost“ aus der Büdingerstrasse. Ewald Johannes aus Silwingen baute auf seinem Grundstücke einige Jahre wieder Wein an. Etwa 150l zum Eigenbedarf pro Jahr.

Und natürlich sollte man die Römer nicht vergessen die Jahrhunderte auch in Silwingen siedelten und sicher auch hier Wein anbauten oder es versuchten …
Und man denke an die Straße „Im Wingert“ in Mondorf. Ein Wingert ist ein Weingarten.

Wetterregel, Bauernregeln, Brauchtum …2 Februar

Lichtmess ist heute ein Tag wie jeder andere.
Für unsere Vorfahren war das noch ganz anders.
De Tag spielte im Brauchtum, dem Aberglauben und der Religion eine Rolle für sie.

Wenn’s zu Lichtmess stürmt und schneit, so ist der Frühling nicht mehr weit. Doch ist’s zu Lichtmess mild und warm, dann friert’s zu Ostern, dass Gott erbarm.

An Lichtmess fängt der Bauersmann neu mit des Jahres Arbeit an.

Je stürmischer es um Lichtmess ist, desto sicherer ein gutes Frühjahr ist.

Um Lichtmess sehr kalt, wird der Winter nicht alt
Lichtmess – halbes Futter gefress’ (= Wintervorrat ist zur Hälfte verbraucht)

Ein Lostag der für unsere Vorfahren wichtig fürs weitere Wetter war.

Damals dauerte Weihnachten bis zum 2 Februar.
Dann erst wurde der Weihnachtsbaum und die Krippen in den Kirchen und Kapellen weggeräumt.
Und in den Gottesdiensten werden alle Kerzen, die in der Kirche für das Jahr benötigt werden, gesegnet. Aber auch die Gläubigen ließen ihre Kerzen,de ganzen Jahresbedarf, segnen.

Das Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Reinigung, Mariä Lichtmess) war in früherer Zeit ein wichtiges Datum im Jahreslauf. Mit ihm verbanden sich Zahlungsfristen, zeitliche Fixierungen von Arbeitsverhältnissen sowie der Beginn des sogenannten Bauernjahres. Außerdem bezogen sich manche volkstümliche Bräuche, Sprichwörter, Reime und Wetterregeln auf diesen Festtag

Es wurde aufgehört bei Kunstlicht zu arbeiten. Z.B. das Spinnen wurde eingestellt.

Das Wirtschaftsjahr oder Bauernjahr in der Landwirtschaft endete an diesem Tag. Ab hier kann je nach den Umständen die Feldarbeit wieder aufgenommen werden. An diesem Tag endete dagegen das Dienstboten– und „Knechtsjahr“: Das Gesinde bekam den Rest seines Jahreslohnes ausbezahlt und konnte – oder musste – sich eine neue Dienststelle suchen, oder das Arbeitsverhältnis beim alten Dienstherrn, üblicherweise durch Handschlag, um ein weiteres Jahr verlängern
Ließ der Bauer sich an Lichtmess die Haare schneiden, sollte dies für das kommende Jahr Wachstum auf den Feldern bringen.
Es durfte keine Handarbeit an diesem Tage verrichtet werden sonst brachte es Unglück.

Kinder die an diesem Tag geboren wurden, wurden hellseherische Fähigkeiten nachgesagt

Bis 1912 war der 2. Februar in Bayern gesetzlicher Feiertag

Römische Besiedlungen um Silwingen

Rote Punkte sind römische Landhäuser, Villa Rustica.
Die sehr unterschiedliche Größen hatten.
Die Villen bei uns könnten je 25-40 Hektar bestellt haben.

Bei den blauen Punkten handelt es sich sehr wahrscheinlich um die Behausungen von Kleinpächtern die für die Villa arbeiteten und noch eigenes Land bestellten.
Eine Bevölkerung von 40-50 kann man für Silwingen und Umgebung annehmen.
In der Nähe des Turmes wurde etwa 2005 ein Brandgrab gefunden.
Ein Hinweis auf eine kleine Besiedlung.

Die Mecherner Villa war auf jedem Fall größer.

Ausführlicheres wird vorbereitet. Noch sehr ungenau …

 

Bürgerarchiv Merzig 2018

Bürgerarchiv

Das Bürgerarchiv hat die Aufgabe, alle in der Verwaltung angefallenen Unterlagen, die zur Aufgabenerfüllung nicht mehr ständig benötigt werden, sofern diese von bleibendem Wert sind, zu verwahren, zu erhalten, zu erschließen sowie allgemein nutzbar zu machen. Das Archiv sammelt außerdem die für die Stadtgeschichte bedeutsamen Dokumentationsunterlagen und unterhält eine Archivbibliothek. Fremdes Archivgut kann aufgenommen werden. Das Bürgerarchiv fördert die Erforschung und Kenntnis der Stadt- und Heimatgeschichte.

Jedermann ist berechtigt, das im Bürgerarchiv archivierte Archivgut zu amtlichen, wissenschaftlichen oder publizistischen Zwecken sowie zur Wahrnehmung berechtigter persönlicher Belange zu nutzen, sofern dem nicht sonstige Rechtsvorschriften, insbesondere datenschutzrechtliche Vorschriften und die Bestimmungen des saarländischen Archivgesetzes, entgegenstehen oder bei fremden Archivgut dessen Nutzung durch die mit dem Eigentümer geschlossenen Vereinbarungen eingeschränkt ist.

Öffnungstermine 2018

11. Januar 2018, 25. Januar, 8. Februar, 22. Februar, 9. März, 22. März, 5. April, 19. April, 3. Mai, 17. Mai,
7. Juni, 21. Juni,  F e r i e n , 9. August, 23. August, 6. September, 20. September, 4. Oktober, 18.Oktober, 8.November, 22. November,  6. Dezember, 13. Dezember

Öffnungszeiten: 17.00 bis 20.00 Uhr

Wegekreuz gleich hinter dem Silwinger Ortsschild Richtung Mondorf.

Wegekreuz gleich hinter dem Silwinger Ortsschild Richtung Mondorf.
Der Mondorfer Bann beginnt gleich hinter dem Silwinger Ortsschild, also müßte das Wegekreuz auch zu Mondorf gehören.

dav