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#Foto Blick vom Sillenberg auf Silwingen

 

Mit einer Steigung von etwa 8% geht es aus dem Reinbachtal den Sillenberg hinauf.
Oben hat man den weiten Blick über die hügelige Fläche des Saargaus bis weit in Frankreich hinein.
Die Ausläufer des Lothringer Stufenlandes bilden die charakteristische Gaulandschaft unserer Region.
Muschelkalk dominiert das geologische Gesicht.Allenthalben die bekannten gelben Gaa (Gau)Wacken.

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Vergangenes, Vergessenes … Teil1 – Die alte Schulgasse in Silwingen

Silwingen etwa 1945-1955, meine Oma vor dem Gasthaus Ley.
Gegenüber unseres Hauses.

Zwischen dem Haus ganz rechts, jetzt Haupert Thomas, und dem Haus mit dem Motorrad davor,
sieht man sich ein kleines Häuschen dazwischen drängen.
Das war das Haus des Schweinehirt, Hiirt genannt.
Das Häuschen kannte ich auch noch. Es stand bis etwa Anfang der siebziger Jahre.
Einmal sind wir sogar mit einer Leiter dort zum Fenster eingestiegen.
Die Haustür war verschlossen.
Es standen noch vereinzelt Möbel darin.
Welche „Schätze“ haben wir damals dort liegen gelassen?

Das Haus mit dem Motorradfahrer davor, Pittern, hatte noch ein Plumpsklo am Schuppen.
Und unter dem Arm meiner Oma sieht man eine Treppe, die an einer Bruchsteinmauer hinausführt.
dort gelangte man in de Garten unterhalb des Hauses des Bruders meines Uropas. Des Schmiedemeisters Peter Weber.

Unterhalb befand sich die alte Schule.
Mit eingefallenem Dach. und einem großen Holzfass mit einer verwesenden Katze drin.
Diese Schule wurde benutzt nach dem die alte Schule auf dem Kapellenberg einen Bombenangriff zum Opfer gefallen war.

Dieses kleine Gässchen befand sich gegenüber dem Platz mit dem Kaschtenbahm/Kastanienbaum.
Unter dem Platz und unter dem Gässchen läuft die Bach aus der Heppengräth kommend durch.
Die Frage: Wann wurde diese Bach kanalisiert?
Zumindest mußte in früheren Zeiten Brücken über diese Bach geführt haben, weil sie ja mitten durchs Dorf führte.
Sie mündet in den Reinbach.

schweinehirt

Wie wird der Saargau Blog gefunden!?

Der häufigste Suchbegriff über den Leute auf meinen Saargau Blog geraten hat meist etwas mit dem bekanntesten Bürger Silwingens zu tun.
Oskar Lafontaine.

Die Leute sind halt neugierig und wollen wissen wo der Oskar so wohnt.

Na halt in einem schönen Saargau Dorf mit Namen Silwingen.
Das zeugt vom guten Geschmack dieses Mannes.

Man wohnt hier ruhig und fern ab jeglicher Hektik.
In der Nähe zu Frankreich, im Kernland Europas.

Nach Karl dem Großen hatten wir hier das Mittelreich das das west- und östliche Frankenreich voneinander trennte.
Es reichte von der Nordsee bis zum Mittelmeer.
Als dieser Pufferstaat sich auflöste, kristallisierte sich die Jahrhunderte währende Feindschaft zwischen Deutschland und Frankreich heraus.
Die Grenze trennte und verband schon immer die Menschen.

 

SWappen

Altes Bahnschild der Strecke Merzig–Bettelainville

Das alte Bahnschild 30m von mir entfernt.

Es wird demnächst von dort gerettet und restauriert oder konserviert.
Ansonsten wird es der Zahn der Zeit zerstören.
Das Schild wird einen würdigen Platz in unserem Garten finden und somit der Nachwelt erhalten bleiben

Ehemaliges Schild des Haltepunktes Silwingen auf der Bahnstrecke Merzig–Bettelainville

 

100 Jahre Silwinger Tunnel , Infotafel SaarErlebnisland

Zum 100. Jahrestag des Tunnels findet heute am Sonntag, den 30.09.2012 um 10:00 Uhr eine gemeinsame Wanderung der Feuerwehren und Interessierten von Biringen, Waldwisse und Silwingen statt. Gestartet wird zwischen Biringen und Waldwisse auf dem Freizeitplatz und führt nach Silwingen. Wenn die Gruppe vor Ort ist, so gegen 12:00 Uhr, wird eine Infotafel an die Öffentlichkeit übergeben. Die Tafel wird auf dem  Rastplatz bei der Umgehungsstraße aufgestellt und bietet so jedem Wanderer oder Rastsuchende eine Information über den Tunnel.

( Quelle: http://www.silwingen.de/?event=100-jahre-tunnel-silwingen )

Bei der Infotafel handelt sich um eine „SaarErlebnisland“ Tafel, die überall in unserem Ländchen zu finden sind.

Mit dem 100. Jahrestag ist sicher der Tunnelduchstich gemeint.
Dieser aber war am:   21.Mai 1912 Durchschlag des Silwinger Tunnels  

Wichtig noch für Silwingen ist folgendes Datum:
1. Aug. 1936 Eröffnung Haltestelle Silwingen
Vorher gab es hier keinen Haltepunkt. die Silwinger mußten leider den Weg nach Mondorf in Kauf nehmen um mit der Bahn reisen zu können.
Das alte Schild ist noch dort zu finden. der Zahn der Zeit hat schon heftig daran genagt.
Da es ein Haltepunkt und kein Bahnhof war ist folgendes darauf zu lesen: Bahnhof Mondorf, Kreis Merzig-Wadern.
Der Haltepunkt befand sich etwa 30m hinter unserem Haus, Mondorferstr 49


Auf der Infotafel ist vom „Tor zur Hölle“ zu lesen.
Diese Legende entstand erst nach dem 2 Weltkrieg und ist keinem der älteren Bürger Silwingens bekannt.
Sie könnte auf ein angebliches Blutbad im November 1944 zurück zuführen sein. Von einem solchen Blutbad ist aber in Silwingen und Umgebung nichts zu erfahren.
Dieses Gerücht ist noch nicht so alt. Ich glaube es kommt aus Frankreich.

 

Der Bau der Bahnstrecke begann 1908.
Die Strecke Merzig – Bettelainville wurde am 1 November 1917 eröffnet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Merzig%E2%80%93Bettelainville )


Unser „alter Eisenbahntunnel bei Silwingen“ wurde auch in das Buch :
„111 Orte im Saarland, die man gesehen haben muss Teil2.“ aufgenommen
http://www.sr-online.de/sr1/71/1300647.html )


Foto: Lothar Bauer, Tunneleingang bei Silwingen

historische Gebäude …

So alt ist dieses Gebäude wahrscheinlich nicht. in den 50zig 60zigern gebaut …
Zur vorderen Tür rein ging es zur Milchsammelstelle. Viele Bauern brachten die Milch noch mit dem Handkarren zur Abgabe.
Die Sammelstelle war bis etwa 1976 geöffnet.

Zur Seitentür rein gelangte man in ein kleines Vivo Geschäft.
Mit einem Edekaladen im oberen Dorf hatten wir damals zwei Tante Emm Läden in unserem kleinen Dorf.

Unter der Treppe war in den 60zigern ein Gefrierhaus.
Dort konnten die Silwinger Bürger sich ein Gefrierfach mieten und ihre selbst erzeugten Lebensmittel, meist Fleisch von selbst gehaltenen Tieren, aufbewahren.
Wir selbst hatten bis etwa 1973 noch ein Schwein im Stall, das im Spätherbst geschlachtet wurde.