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Holunderlimonade oder Sirup

Das ist hier die Frage.
Auf jeden Fall ist die Zeit der Holunderblüte.
Ich denke wir werden den Sirup versuchen auch weil er ergiebiger ist.

Der Rezepte gibt es viele.
Wir haben uns für folgendes entschieden:

30 Dolden Holunderblüten, 3 ungespritzte in Scheiben geschnittene Zitronen, 2 kg Zucker, 50 g Zitronensäure, 1 1/2 L kochendes Wasser.
Zutaten über den Holunder geben, darüber das kochende Wasser, unter häufigem Umrühren vier Tage stehen lassen, abseihen und in Flaschen füllen.
Der Sirup hält sich sehr lange im Kühlschrank. Mit Mineralwasser vermischt ein bis zwei Fingerbreit schmeckt es vorzüglich.

http://www.helles-koepfchen.de/rezeptideen/leckere-limonade-selbst-gemacht.html

holunder
Holunderbusch „Steine an der Grenze“ co lothar bauer

Schwarzer Holunder, Sambúcus nigra L.
In Wäldern und Gehölzen, an Hecken und Zäunen, auf der Grenze zwischen Garten und Hof, wo nichts anderes fortkommen will, wächst und gedeiht der Holunder oder Holder, wie ihn sehr richtig das alte Volkslied nennt; denn er ist der hohle Baum ( hol = hohl, ter oder der, englisch tree = Baum), dem sich das weiße leichte Mark ohne Mühe aus den Stengeln drängen läßt. Kinder benutzen dies, um sich aus den Zweigen Knallbüchsen und Puströhren zu verfertigen. Die Rinde und die gefiederten Blätter werden von den gehörnten Zweihufern, unsern Rindern, den Hirschen, ferner von Antilopen und den Büffelarten verschmäht, offenbar wegen ihres Gehalts an ätherischem Öl. Die schwarzen Blattläuse lassen sich durch dieses dagegen nicht abhalten, die jungen Triebe zu Tausenden zu besiedeln, und ihnen folgen die Ameisen, welche den süßen Saft der Blattläuse auflecken. Die in Trugdolden stehenden, stark duftenden weißen Blüten mit den gelben Antheren leuchten weithin und sind, obwohl ihnen der Honig fehlt, das Ziel zahlreicher kurzrüsseliger Insekten, namentlich der Fliegen, welche mit dem breiten Rüsselende bald die Pollenklümpchen, bald die Narben betupfen und so zur Kreuzung beitragen. Die schwarzen Beeren sind an roten Fruchtstielchen befestigt und dadurch um so auffälliger; sie dienen zahlreichen Vogelarten zur Nahrung. Nachtigallen und Sprosser, Rot- und Blaukehlchen, Schwarzplättchen, mehrere Drosselarten, Pirol, Wendehals und viele andere lassen sie sich vortrefflich schmecken und setzen ihre Samen überall ab. Daher findet man Holunderbäumchen auf Felsen, Ruinen, niedrigen Kopfweiden und hohen Bäumen als Überpflanzen. – Als Volksheilmittel genießt der Holunder eines großen Rufes, der zumeist auch berechtigt ist. Der aus den frischen oder getrockneten Blüten bereitete Thee wirkt schweißtreibend, Blätter und Blüten, sowie das aus den Beeren bereitete Mus sind blutreinigend, letzteres ist auch als Kompott nicht zu verachten. Der aus Holunderbeeren bereitete Wein ist ein erfrischendes, magenstärkendes Getränk und darf sich vor anderen, berühmteren Obstweinen durchaus sehen lassen.

Quellenangabe: http://gutenberg.spiegel.de/
type    report,author    Franz Bley,title    Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Erster Teil
publisher    Verlag von Gustav Schmidt,year    1897
corrector    reuters@abc.de,sender    www.gaga.net
created    20131114,projectid    662f33fa,wgs

Herbst – Erntezeit

Der Herbst ist der Ernte und des Blätterfalls.
Die Abende und Nächte werden kühler
Die Tage kürzer
Die Natur begibt sich langsam zur Ruhe.
Aber wer sich in die Natur begibt und diese aufmerksam beobachtet bemerkt eine ungeahnte Farbenpracht.

„Bunt sind schon die Wälder;
Gelb die Stoppelfelder,
Und der Herbst beginnt.
Rothe Blätter fallen,
Graue Nebel wallen,
Kühler weht der Wind.
…“
(Herbstlied (1782) von Johann Gaudenz von Salis-Seewis)

apfel

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Birne

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#Foto – Impressionen vom Naturschutzgebiet Nackberg.

Impressionen vom Naturschutzgebiet Nackberg.
Seid 1939 Naturschutzgebiet mit einer üppigen Orchideenvielfalt.
Inmeitten der Merziger Äppelkischt gelegen und von fast 3000 Äpfel- und Birnbäumen der verschiedensten Sorten gesäumt.

Wenn ihr mal dort seid geht vom Kreuz aus ruhig weiter am Sendemast vorbei.
Dann kommt Ihr in einen tollen Naturwald.
Die Gräben und Mulden sind wahrscheinlich die Überreste von früherem Gipsabbau.
Mittendrin befindet sich sogar eine Ruhebank.
Aus diesem Wald hinaus geht es wieder auf eine große Wiese von der man eine gute Aussicht ins Saartal hat.
Die dortige Bank wird bald fertig gestellt sein und sicher auch zum Verweilen einladen.
Wer sich gerne Orchideen ansieht sollte sich informieren wann deren Blütezeit ist und dann den Nackberg besuchen.
Bleibt aber auf den Wegen und trampelt nicht zu viel rechts und links rum.

http://www.nabu.de/naturerleben/schutzgebiete/saarland/05992.html

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Biosphärenfest 2013 rund um den Würzbacher Weiher

Das Biosphärenfest 2013 findet am Sonntag, den 25. August in Blieskastel-Niederwürzbach, rund um den Würzbacher Weiher, statt. Auch in diesem Jahr hält der Festtag der Biosphäre viele neue Attraktionen parat

Doch bekanntlich bietet das Biosphärenfest ja auch immer Informatives rund um den Bliesgau und Tipps zum Thema „Nachhaltigkeit leicht gemacht“: Mit Beratungen zum Klimaschutz und den Angeboten der Natur- und Landschaftsführer, mit Infos zur Verwendung von Nützlingen im heimischen Garten im Betrieb der Gärtnerei Zeller und Neuigkeiten zur nachhaltigen Mobilität ist für jeden Besucher sicher etwas dabei. An die 100 Aussteller machen das mittlerweile 10. Biosphärenfest zu einem einmaligen Erlebnis, zu dem die Ortsgemeinschaft Niederwürzbach, die Stadt Blieskastel und der Biosphärenzweckverband Bliesgau recht herzlich einladen.

Quelle: Biosphärenfest 2013 rund um den Würzbacher Weiher ( Saarkurier-Online )

Weitere Informationen: www.biosphaere-bliesgau.eu

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Fotos Nackberg Hilbringen

Heute morgen auf dem Nackberg. Strahlender Sonnenschein und der Wind wehte uns um die Ohren.
In der Ferne alles noch ein wenig diesig wie der Blick auf Merzig es zeigt.
Der Weg den Nackberg hinauf und drumherum gehört zum Saarland Rundwanderweg.
Der Nackberg als Naturschutzgebiet ( seit 1939 ) ist ein einzigartiges Orchideenparadies.
Etwa 3000 Obstbäume der verschiedensten Sorten und Arten flankieren den Berg,
der über der Merziger Äppelkischt drohnt, auf allen Seiten.

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Neues Internetportal neue Internetportal in der Großregion

Das neue Internetportal bietet Informationen neue Internetportal, die in den Anhängen der Fauna-Flora-Habitat (FFH)- und Vogelschutzrichtlinien verzeichnet sind

Saarbrücken – Feuerfalter, Luchs, Biber, Flussperlmuschel, Smaragdlibelle: Zahlreiche seltene Tierarten tummeln sich in den Wäldern, Wiesen und Auen der europäischen Großregion Saarland, Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und Wallonien. Diese hat ein neues Internetportal entwickelt, um über die biologische Vielfalt auf ihren rund 65.400 Quadratkilometern zu informieren. Die Daten zur Verbreitung seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten in der Großregion werden unter http://www.bio-gr.eu gesammelt.

Den kompletten Artikel findet man beim SaarKurier Online

bioportal

 

Obsternte auf dem Saargau – Birnen

Die Birnenernte wird dieses Jahr eher spärlich ausfallen.
Ausschlaggebend dafür waren die wiedrigen Wetterverhältnisse zur Zeit der Blüte im Frühjar.
Da die Birne früher als der Apfel blüht, wird der Fruchtansatz im Vergleich zu ihm häufiger durch Spätfröste während der Blüte beeinträchtigt.

Bei uns findet man meist die sogenannten Viezbirnen und eher selten die eßbaren Varianten dieses Kernobstes das zur Famillie der Rosengewächse gehört.
Viezbirnen werden zusammen mit den Äpfeln zum Viez gekeltert.

Früher war Viez eines der Hauptgetränke der ländlischen Bevölkerung.
Heute ist der Viez nur noch selten in den Häusern zu finden.
Das Selbermachend des Viezes wird den kommerziellen Keltereien überlassen.

Birnen haben meistens bedeutend weniger Säure als Äpfel, gleichzeitig hat die Birne aber einen ähnlich hohen Zuckergehalt wie Äpfel, was sie besonder süß schmecken lässt. Das macht sie bei besonders säurempfindlichen Menschen sehr beliebt. Durch den hohen Eisengehalt helfen Birnen gegen Blutarmut. Außerdem relativ viel Kalium, das eine entwässernde Wirkung hat sowie Phosphor, der das Nervensystem stärkt

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Einige dieser Birnensorten eignen sich zum Rohverzehr bzw. zum Kochen und Einwecken. Andere sind nur für die Saft- bzw. Mostherstellung geeignet. Außerdem wird aus einigen Birnensorten Schnaps gewonnen. Der bekannteste Birnenschnaps ist sicherlich der Williams Christ.

Aus Birnbaumblüten lässt sich bei Nierenbeckenentzündungen ein wirksamer Tee bereiten. Die jungen, noch geschlossenen Blütenknospen ergeben eine schmackhafte Salatbeilage. Birnensaft dient als Kur zur allgemeinen Entgiftung des Körpers. Aus 25 Pfund Birnenkernen erhielt man in Notzeiten 3 Pfund Speiseöl. Daneben sprach man dem Birnbaum auch die Fähigkeit zu, dem Menschen wirksam Schmerzen und Krankheiten abnehmen zu können, insbesondere bei Zahnschmerzen, Gicht und Schwindsucht. Birnbaum und Apfelbaum sind „das Paar“ im Obstgarten: wurde der Apfelbaum schon seit Urzeiten mit dem Weiblichen in Zusammenhang gebracht, so symbolisierte der Birnbaum das Männliche. Eine alte Bauernregel sagt: „Willst Du ein Kuhkalb, so vergrabe die Nachgeburt einer Kuh unter einem Apfelbaum, willst Du beim nächsten Mal ein Stierkalb, so vergrabe die Nachgeburt unter einem Birnbaum.“ Für ein Liebesorakel sollten junge Männer unter einen Apfelbaum gehen, Mädchen unter einen Birnbaum. In den Rauhnächten zwischen Weihnachten und Neujahr holten sie sich Auskünfte über das kommende Jahr, indem z. B. Mädchen um Mitternacht unter einen Birnbaum schlichen, aus ihren Holzschuhen schlüpften und diese auf den Baum warfen. Bleiben sie in den Zweigen hängen, so würde im nächsten Jahr ein schöner Jüngling am Mädchen hängenbleiben.

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Birnenbäume haben eine sehr knorrige und grobe Rinde.
Besonders Wildbirnenholz wird mancherorts von Möbelschreinereien als Ersatz für Nußbaum genutzt.
Wie die meisten Obstbäume unserer Region ist das Holz auch sehr gut zum Heizen geeignet.

Quelle: Wikipedia und …

Herbstanfang

Der Anfänge gibt es Viele:
Der kalendarische Herbstanfang am 22 September
Der meteorologische Herbstanfang am 1 September

Der Gärtner richtet sich da lieber nach der Natur die ja auch jedes Jahr ein klein wenig anders tickt.
Werden die Früchte des schwarzen Holunders reif und stehen die Herbstzeitlosen in der Vollblüte, dann geht der Sommer zu Ende und der Frühherbst steht vor der Tür.

Andere Namen für den September: Witumanoth, Herbsting, Früchtemonat, Obstmond, Wildmond, Holzmonat und Engelmonat.

Die Zeit vom 1. September bis zum 23. September nennt man auch den „Altweibersommer“.

Ist’s an Sankt Ägidi ( 1 Sept. Heiliger Ägisius) rein, so wird’s bis Michaeli 29.09 sein.

 

Der Holunder gehört schon seit Zeit der Kelten und Germanen zur Umgebung des Hauses
Er ist eine der häufigsten Straucharten.  Seine Blüten und Früchte finden vielfach Verwendung als Heilmittel, Lebensmittel und Farbstoff.


Das Aushacken oder Verstümmeln eines Holunders brachte Unglück oder Tod, der Hollerstrauch im Hausgarten galt als Lebensbaum. Das Verdorren zeigte den Tod eines Familienmitglieds an. Er galt als Abwehrmittel gegen schwarze Magie und Hexen, schützte vor Feuer und Blitzeinschlag. Man sollte unter ihm vor Schlangenbissen und Mückenstichen sicher sein. Auch beherbergte er wohlgesinnte Hausgeister, was den Strauch in vielen Hausgärten heimisch werden ließ und zu dem Spruch führte, dass man vor einem Hollerbusch den Hut ziehen müsse. Der unangenehme Geruch des Laubes soll daher kommen, dass sich Judas einer Legende nach an einem Holunderbaum erhängt hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Holunder