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Das Saarland beim Zauberspiegel

Den Zauberspiegel kenne ich eigentlich eher als Quelle für phantastische Infos und schaue dort ab und zu mal vorbei.

Nun bin ich bei meinen saarländischen Recherchen auf folgende Serie gestoßen:
Das Saarland – Mythen und Sagen – Von den Quellen bis zur Mündung

Und wo? Ja genau beim Zauberspiegel.

Der 47. Teil berichtet vom "La Porte d' le Enfer".
Dem Tor zur Hölle.
Und bei diesem Tor zur Hölle handelt sich um den alten Eisenbahn Tunnel bei Silwingen.
Ob die Legenden die sich um dieses Tor ranken Wirklichkeit sind oder nur der Phantasie einsamer Wanderer entsprungen sind, das kann jeder selbst heraus finden.
Der 47. Teil

Mit der Nr. 49 wurde diese Serie von Michael Müller beendet, aber eine Fortsetzung scheint nicht ausgeschlossen.

Hier findet Ihr alle Teile beim Zauberspiegel. Das Saarland beim Zauberspiegel


100 Jahre Silwinger Tunnel , Infotafel SaarErlebnisland

Zum 100. Jahrestag des Tunnels findet heute am Sonntag, den 30.09.2012 um 10:00 Uhr eine gemeinsame Wanderung der Feuerwehren und Interessierten von Biringen, Waldwisse und Silwingen statt. Gestartet wird zwischen Biringen und Waldwisse auf dem Freizeitplatz und führt nach Silwingen. Wenn die Gruppe vor Ort ist, so gegen 12:00 Uhr, wird eine Infotafel an die Öffentlichkeit übergeben. Die Tafel wird auf dem  Rastplatz bei der Umgehungsstraße aufgestellt und bietet so jedem Wanderer oder Rastsuchende eine Information über den Tunnel.

( Quelle: http://www.silwingen.de/?event=100-jahre-tunnel-silwingen )

Bei der Infotafel handelt sich um eine „SaarErlebnisland“ Tafel, die überall in unserem Ländchen zu finden sind.

Mit dem 100. Jahrestag ist sicher der Tunnelduchstich gemeint.
Dieser aber war am:   21.Mai 1912 Durchschlag des Silwinger Tunnels  

Wichtig noch für Silwingen ist folgendes Datum:
1. Aug. 1936 Eröffnung Haltestelle Silwingen
Vorher gab es hier keinen Haltepunkt. die Silwinger mußten leider den Weg nach Mondorf in Kauf nehmen um mit der Bahn reisen zu können.
Das alte Schild ist noch dort zu finden. der Zahn der Zeit hat schon heftig daran genagt.
Da es ein Haltepunkt und kein Bahnhof war ist folgendes darauf zu lesen: Bahnhof Mondorf, Kreis Merzig-Wadern.
Der Haltepunkt befand sich etwa 30m hinter unserem Haus, Mondorferstr 49


Auf der Infotafel ist vom „Tor zur Hölle“ zu lesen.
Diese Legende entstand erst nach dem 2 Weltkrieg und ist keinem der älteren Bürger Silwingens bekannt.
Sie könnte auf ein angebliches Blutbad im November 1944 zurück zuführen sein. Von einem solchen Blutbad ist aber in Silwingen und Umgebung nichts zu erfahren.
Dieses Gerücht ist noch nicht so alt. Ich glaube es kommt aus Frankreich.

 

Der Bau der Bahnstrecke begann 1908.
Die Strecke Merzig – Bettelainville wurde am 1 November 1917 eröffnet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Merzig%E2%80%93Bettelainville )


Unser „alter Eisenbahntunnel bei Silwingen“ wurde auch in das Buch :
„111 Orte im Saarland, die man gesehen haben muss Teil2.“ aufgenommen
http://www.sr-online.de/sr1/71/1300647.html )


Foto: Lothar Bauer, Tunneleingang bei Silwingen

Das Schengener Schloss

Bekannt dürfte Schengen nicht durch sein Schloss und die anderen Sehenswürdigkeiten die den kleinen 500 Seelen Ort zieren sein, sondern eher durch das Schengener Abkommen.

Ich wollte ja eigentlich einen kleinen geschichtlichen Artikel über den Ort im Dreiländereck verfassen, genüge mich aber vorläufig mit diesem Foto des Schengener Schlosses.

Denn Schengen wird Ziel eines unserer Ausflüge werden. Und dann gibt es noch mehr Bilder und Infos.

Auf jeden Fall sehenswert dieser kleine Ort und seine Umgebung.

 

http://www.schengen-tourist.lu/

Bahnlinie Merzig – Busendorf

Diese Karte von 1935 zeigt die saarländischen Bahnlinien. Die meisten dieser Nebenbahnen gibt es nicht mehr.

Für mich von größerem Interesse ist die Bahnlinie die von Merzig nach Frankreich führt.
Es handelt sich um die Bahnlinie Merzig-Bettsdorf mit Anbindung an die Bahnstrecke nach Metz.

Bis 1935war das Saargebiet autonom und dem Völkerbund unterstellt.
Eine Volksabstimmung, deren Mehrheit für Deutschland votierte, gliederte das Saargebiet wieder Deutschland zu.
Wegen Grenzstreitigkeiten mit Frankreich wurde der Tunnel auf deutscher Seite zugemauert.
Die Strecke endete nun im neuen Haltepunkt Silwingen.

Interessant auf dieser Karte auch die Straßenführungen. Wobei aber anzunehmen ist das nur die größeren eingezeichnet sind.

Das Bild anklicken dann geht es zur großen Version.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Merzig%E2%80%93Bettelainville
http://de.wikipedia.org/wiki/Saargebiet

Das ehemalige industriereiche Kernstück des Saarlandes

Dieser Teil des Landes umfasst das Gebiet im Viereck Dillingen-Saarbrücken-Homburg-Ottweiler.

Fünf Eisenwerke, auch Hütten genannt, prägten diese Landschaft neben den Fördertürmen der Bergwerke:
Dillinger Hütte
Röchlingsches Eisenwerk Völklingen
Nenkircher Hütte
Burbacher Hütte
Hallberg Hütte

Wie man sieht sind die drei Kohlentäler Köllerbachtal, Fischbachtal und Sulzbachtal sehr waldreich auf den Hängen mit Laubbäumen bedeckt.
Der Wald wird immer wieder durch die Fördertürme der Kohlenschächte durchbrochen. 
Daher auch der Name Kohlengebirgswald.   
In dieser Region liegen auch die größten und bevölkerungsreichsten Städte und Gemeinden.
So war Dudweiler mit an die 30.000 Einwohner das größte Dorf.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bergbau_im_Saarland
http://www.saar-nostalgie.de/Saargruben.htm
http://www.saarlandbilder.net/orte/saarbruecken/brebach/huette.htm

Das Hilbringer Schlösschen

Jeder in unserer Gegend kennt es und sieht es sehr oft.
Viel über dieses kleine Schlösschen mit dem schönen einladenden Park vorne ran ist aber nicht bekannt.
Das Schloss befindet sich in Privatbesitz.

„Ein Vorgängerbau wurde bereits schon im 13. Jahrhundert im Besitz der Ritter von Hilbringen erwähnt. Hiernach wechselte der Besitz an Hesse von Hilbringen, 1540 an Leonhard von Konstorf, 1611 an Jean Huart und Familie de Maurice. 1733 wurde der Bau abgerissen und 1745 wieder aufgebaut.“
Wikipedia, Die freie Enzyklopädie und unterliegen verschiedenen Lizenzen und Copyrights.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Burgen_und_Schl%C3%B6ssern_im_Saarland

Alte Karte Silwingen 1:25 000 (1843-1878)

Die Ur-Messtischblätter 1:25 000 (1843-1878)
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts sollte in Frankreich ein verbessertes Kartenwerk die Cassini-Karte ablösen. Preußen sah sich veranlasst, ebenfalls über genauere und aktuellere Informationen zu verfügen. In den preußischen und nassauischen Provinzen wurde daher 1843 – 1878 vom „Preußischen Topographischen Bureau“ unter der Leitung von Offizieren des Generalstabes eine neue Landesaufnahme durchgeführt. Sie erfolgte im Maßstab 1:25 000 mit Messtisch, Kompass, Wasserwaage und Diopterlineal. Die Karten wurden in en ersten Jahren als Militärgeheimnis gehütet. Die einzelnen Blätter orientierten sich an dem bereits 1821 durch von Müffling vorgeschlagenen Blattschnitt von 10 von West nach Ost verlaufenden Längenminuten und 6 von Nord nach Süd gezählten Breitenminuten. Dadurch erhielten sie aufgrund der Konvergenz der Meridiane eine charakteristische Trapezform…

Die Karten kann man hier KAUFEN