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… Fakten, Fakten, Fakten…Wider den Mythos vom Nenniger Mosaikboden als Beginn der Mettlacher Mosaikproduktion

Historischer Verein für die Saargegend

Der nächste Vortrag in unserer Reihe:
Sabine Graf: Fakten, Fakten, Fakten…Wider den Mythos vom Nenniger Mosaikboden als Beginn der Mettlacher Mosaikproduktion
28. November 2017, 19 Uhr, Museum Schloss Fellenberg, Merzig

Foto – Grube Velsen im Rosseltal

Um 1920

Im Zuge der Erweiterungen der Grube Geislautern wurde 1899 der Rosselschacht nördlich von Großrosseln abgeteuft und eine neue Grube gegründet. 1902 wurde der Ostschacht (später Ludwigsschacht) angehauen. 1907 wurde sie nach dem Oberberghauptmann Gustav von Velsen (1847–1923) benannt und erhielt im selben Jahr einen Anschluss an die Eisenbahnlinie Fürstenhausen−Großrosseln. Zwischen 1913 und 1917 wurde die Tagesanlage ausgebaut und um den Schacht Gustav II erweitert, der 1915 ein deutsches Strebengerüst erhielt. Die Fördermenge wurde in dieser Zeit zur Deckung des erhöhten Bedarfs im Ersten Weltkrieg stark erhöht. Im zugehörigen Fördermaschinenhaus befindet sich im rechten Teil noch die ursprüngliche Zwillingsdampfmaschine der Dingler-Werke aus dem Jahre 1916/17, die bis heute in Funktion ist und neben den Exemplaren in Ensdorf und Reden zu den ältesten Dampfmaschinen im Saarbergbau gehört. Nach dem Krieg setzte die französische Verwaltung (Régie des Mines de la Sarre) die Ausbaupolitik in Velsen fort und teufte 1951 den Westschacht (ab 1962 Schacht Ludweiler) ab.[1][2]

1965 verlor die Grube ihre Selbstständigkeit und wurde Teil des Verbundbergwerks Warndt. 2005 wurde auch dort der Abbau eingestellt. Schacht Gustav II diente noch bis 2005 als Wetter-/und Seilfahrtschacht des Bergwerks Warndt und wurde dann teilverfüllt.

Im Jahr 2013 wurde die Grube Velsen in einem von der Landesregierung in Auftrag gegebenem Gutachten zu einem von vier prioritären Standorten für die Darstellung der Geschichte des saarländischen Steinkohlenbergbaus festgelegt.[3]

Grube Velsen bei Wikipedia
http://www.saarlandbilder.net/orte/voelklingen/velsen/index.html

Waffenstillstand von Compiègne – Nationalfeiertag in Frankreich

Waffenstillstand von Compiègne – Armistice 1918
am 11. November.

Dieser Nationalfeiertag erinnert an den Waffenstillstand zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich am 11. November 1918. Der Vertrag zum Waffenstillstand wurde damals in Compiègne, in der nordfranzösischen Region Picardie, unterzeichnet. Er besiegelte das Ende des 1. Weltkrieges.
In Verdun (Lothringen), dem wichtigsten Schlachtfeld des Krieges, findet an diesem Tag eine Gedenkveranstaltung statt.
Die französische Flagge weht im ganzen Land auf Halbmast.
Von den Kriegsdenkmälern werden die Namen der Gefallenen verlesen, es folgt eine Schweigeminute mit anschließendem Glockengeläut. Militärparaden finden keine statt.

Weitere Informationen

Schlacht um Verdun 1 Weltkrieg

An klaren Tagen und Westwind konnte man bei uns auf den Saargauhöhen den Kanonendonner von Verdun, das ungefähr 80/90 km entfernt ist, als Donnergrollen hören.  Endlos …
Endlos dann auch die Kolonnen der Verwundeten die auch in Merzig versorgt wurden.
Die erste Euphorie die den Beginn des ersten Weltkrieges begleitete war schnell vorbei und machte der harten Realität Platz.

Schloss Itzbach

Foto um 1930, aus Saarkalender 1936
damals als Bauernhof genutzt das Schloss Itzbach.
Wahrscheinlich von den Nazis zum Marienhof gemacht…
Erbaut um 174o. Heute im Privatbesitz

Siersburg ist durch den Zusammenschluss der Orte Büren, Itzbach und Siersdorf am 1. April 1937 entstanden. Namensgeber für den neuen Ort war die gleichnamige Burg Siersburg.

Schloss Itzbach heute
https://commons.wikimedia.org/…/File%3ASchloss_Itzbach…

Biringen – grenzenlos …

Was so rundum Silwingen  passiert …

In unserem Nachbardörfchen Biringen,  noch ein wenig höher auf den Gauhöhen und im Kreis Saarlouis, ist viel los.
Biringen gehört zur Gemeinde Rehlingen-Siersburg .
Einwohnermäßig ist Biringen kleiner als Silwingen, aber an Aktionen reicher.
Beide Grenzdörfer sind liegen gelassene Orte an der ehemaligen Bahnlinie Merzig-Bettsdorf. Man mußte in die Nachbarorte gehen um diese kleine Bahnlinie zu nutzen.

Die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ brachte den 2 Platz im Kreis Saarlouis.

Momentan wird das ehemalige Waschhaus bei den unter Denkmalschutz stehenden Erbhöfen renoviert.

Das und vieles mehr über die Vergangenheit bis in die Zukunft erfährt man auf:

https://www.biringen-grenzenlos.de/

 

Museum für dörfliche Alltagskultur – Rubenheim

Museum für dörfliche Alltagskultur
Das Museum für dörfliche Alltagskultur, das sich im Ortsteil Rubenheim der Gemeinde Gersheim befindet, dokumentiert die Lebensverhältnisse von „kleinen Leuten“ der saar-pfälzisch-lothringischen Landbevölkerung. Das Museum will die Alltagskultur der Bevölkerung zwischen Hunsrück und Lothringen mit Schwerpunkt auf dem Saarland beleuchten.
Dem Museum ist seit 2012 auch ein Museum des saarländischen Aberglaubens angegliedert.

Das Museum wurde von dem Rubenheimer diplomierten Wirtschaftsingenieur (Dipl.Wirtsch.Ing.) und Volkskundler Gunter Altenkirch konzipiert und sukzessive realisiert. Er hat das Museum im Laufe von Jahrzehnten eingerichtet und garantiert den laufenden Betrieb. Dokumentiert und gezeigt werden soll das alltägliche Leben der Dorfbewohner des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere das der unteren sozialen Schichten. Sie wurden seinerzeit von den Tagelöhnern, Arbeitern, Bauern, Handwerkern und Vaganten gebildet, also den Schichten, die man im alltäglichen Sprachgebrauch die „kleinen Leute“ nennt. Über 50.000 Objekte hatte Altenkirch zusammengetragen, 2500 davon werden in verschiedenen Sonderausstellungen und einigen Dauerausstellungen gezeigt.
Das Museum wurde 1988 eröffnet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Museum_f%C3%BCr_d%C3%B6rfliche_Alltagskultur

Das Museum für dörfliche Alltagskultur und das Museum des Saarländischen Aberglaubens sind an jedem dritten Sonntag im Monat ab 14 bis 18 Uhr geöffnet …
http://www.museum-alltagskultur.de/

Weintrauben, Weinfest …

Traubenzeit ist oder war.

Aber die Perler Wein- und Kellertage kommen noch.
Vom 27.-30.10.2017

Die Winzer laden Sie in ihre Keller in und bieten Wein und regionale Spezialitäten. Und Livemusik.

Viele Vereine beteiligen sich an dem Fest und beleben es durch eigene Angebote. Im Vereinshaus findet parallel zu den Wein- und Kellertagen eine internationale Kunstausstellung statt

Weitere Infos:
http://www.perl-mosel.de/freizeit-tourismus/wein-in-perl/perler-wein-und-kellertage.html

 

Wein gab es auch schon mal in Silwingen.
Vor etwa 100 Jahren wurde in vielen Orten in unserer Gegend Wein angebaut.

Aber zuletzt der „Silwinger Schüttelfrost“ auf dem kleinen Weinberg von Ewald Johannes.

Wetterregeln. Bauernregeln, Brauchtum … 16. Oktober: St. Hedwig und St. Gallus

16. Oktober: St. Hedwig und St. Gallus

Sankt Hedwig und Sankt Gall’ machen das Schneewetter all’.
Sankt Gallen lässt den Schnee fallen, treibt die Kuh in den Stall und die Äpfel in den Sack.
An Sankt Hedwig und Sankt Gall schweigt der Vögel Sang und Schall.
An Hedwig bricht der Wetterlauf und hört das schöne Wetter auf.
Tritt St. Gallus (16.Okt) trocken auf, folgt ein nasser Sommer drauf.
Wenn am Gallus Regen fällt, er bis Weihnachten anhält.
Auf Sankt Gallustag nichts mehr draußen bleiben mag.

Noch ein Äppelfescht …

Da Viezfest in Merzig oder das Äppelfescht in Fremersdorf waren nicht die letzten in diesem Jahr und im Saargau.

Die Dörfer Borg, Tettingen und Butzdorf feiern am 14. und 15. Oktober ihr 21. Äppelfeschd.
Vielerlei Essen und Trinken rund um den Apfel aber nicht nur kann man dort probieren.
 
Weitere Infos im Wochenspiegel:

 

 

Rummelbòòtzen – Brauchtum

Rommelbotzen sieht man bei uns keine mehr. Woher auch nehmen? Weil man Rommeln oder Rüben auf keinem Feld in unserer Umgebung mehr findet. Früher wurde das Vieh damit gefüttert, aber heute scheint man da auch anderes Futter ausgewichen zu sein. Ob dieses neuwertige Futter aber besser ist als die alte Rommel …

Die Futterrübe wurde durch die Umstellung auf Silomais aus unserer Region verdrängt.

Rummelbooze oder Rummelbòòtzen: Saarland

Im Saarland und einigen Regionen der Pfalz ist derselbe Brauch verbreitet, die Rübenfiguren werden dort Rummelbooze genannt, was ebenfalls als „Rübengeist“ zu übersetzen ist. Rummel steht für Futterrübe und Booze für Verkleidung/Vermummung (vgl. Faasebooze für Personen, die ein Fastnachtskostüm tragen). Der Rummelbooze wird im Saarland meist vor der Haustür oder auf eine Fensterbank gestellt, damit er von außen gut sichtbar ist. Üblich war früher auch eine Verkleidung mit einem weißen Leintuch. Im Saarland hatte der Brauch seinen Höhepunkt in den 1920er bis 1950er Jahren. Insbesondere die Umstellung der Landwirtschaft auf Mais- statt Rübenanbau sorgte jedoch dafür, dass der Brauch heute fast ausgestorben ist. In Niedaltdorf versucht die Dorfgemeinschaft den Brauch jedoch seit einigen Jahren wieder aufleben zu lassen. Ein Bauer baut die Rüben eigens deshalb wieder an. 2012 entstanden so 160 Rummelboozen.[1]

In den 60ziger Jahren wurden Rommeln noch sehr oft als Laternen für St. Martin verwendet. Abfackeln konnten diese nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCbengeistern

Deutschluxemburgische Zusammenarbeit im Stahlbau

Vom Aufbau der deutschluxemburgischen Zusammenarbeit bis zum Saarstahl-Konkurs 1971-1993
Vortrag: Der Subventionsfall Röchling-Burbach/Arbed-Saarstahl

Dienstag, 10. Oktober 19:00 – 21:00
Stadtbibliothek im Kult. Kulturzentrum Neunkirchen, Marienstraße 2a, 66538 Neunkirchen

 

Steampunk in Dillingen im Lokschuppen

„Einzigartige Dampfmaschinen von 1911 bis 1931, Dampfbetriebene Arbeitsmaschinen in Aktion 1896 bis 1924, Dampfzug zum Mitfahren, Wellershaus-Kirmesorgel von 1911, Mechanischer Musiksalon Weiskirchen, Kunst & Steam Markt ,Steampunk, Straßen Künstler und Musiker aus einer anderen Zeit, schwebender Zeppelin, Geschichten Erzähler Harry Richard alias Jule Vernes, Asherah and the Velvet Serpents, Kalibo Illusion und Flohzirkus.“
Und Vieles mehr …

Geschichte Saarland 22 September

Ab dem 22 September 1959 Deutsches Fernsehen an der Saar.
Übernommen vom SR, der 1957 Mitglied der ARD wurde

Über zwei Jahre nachdem das Saarland am 1. Januar 1957 der Bundesrepublik beigetreten war, schloss sich am 21. Mai 1959 der Saarländische Rundfunk auch der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) an.

Die ARD wollte sicherstellen, dass das Saarland langfristig an einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkstruktur festhalten würde. Dafür wurde die Satzung der ARD entsprechend geändert. Am 21. Mai 1959 wurde der Saarländische Rundfunk Mitglied der ARD.

Geschichte Saarland 21 September

Heute vor 50 Jahren starb der erste saarländische Ministerpräsident Johannes Hoffmann.

Johannes Hoffmann (* 23. Dezember 1890 in Landsweiler-Reden im Landkreis Ottweiler; † 21. September 1967 in Völklingen, im Volksmund „Joho“ genannt) war ein saarländischer Politiker (CVP). Er war der erste Ministerpräsident des Saarlandes.

Hoffmann kehrte 1945 ins Saarland zurück, war Gründungsmitglied der Christlichen Volkspartei und wurde deren Landesvorsitzender. Die Wahl erfolgte aufgrund seiner persönlichen Integrität fast einstimmig. Zugleich wurde er Herausgeber der Saarländischen Volkszeitung (Parteiorgan der CVP) und Mitherausgeber der Neuen Saarbrücker Zeitung. Im Jahr 1947 war er Präsident der Verfassungskommission und der gesetzgebenden Versammlung des Saarlandes, die die Verfassung des Saarlandes verabschiedete. Von 1947 bis 1955 war er Saarländischer Ministerpräsident. Im Jahr 1950 erreichte er ein Ende des französischen Besatzungsstatuts für das Saarland. Aufgrund seiner Politik war das Saarland ab 1953 faktisch ein unabhängiger Staat. Sein Ziel war es, „für die Saar eine Lösung zu finden, die zur Entspannung des deutsch-französischen Verhältnisses beiträgt und die notwendige europäische Einheit fördert“ (Hoffmann). Er verfolgte dabei eine separatistische Politik mit dem Ziel, das Saarland nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch von Deutschland zu trennen. Nach der Saarabstimmung 1955, bei der die Mehrheit der Bevölkerung das zwischen Deutschland und Frankreich ausgehandelte Saarstatut und damit die Europäisierung der Saar ablehnte, trat er als Ministerpräsident zurück. Eine vor der Abstimmung gegen ihn gerichtete Losung der Heimatparteien hieß: „Der Dicke muss weg.“ Die Politik Hoffmanns und der CVP war geprägt durch eine enge wirtschaftliche und politische Bindung an Frankreich, bei gleichzeitiger aktiver Sozialpolitik und autoritärer Innenpolitik. Im Jahr 1956 zog er sich endgültig aus der Politik zurück. Er veröffentlichte 1963 noch das Buch Das Ziel war Europa, in dem er die Ziele seiner Politik skizzierte und eine Bilanz seiner Regierungszeit gab. Hoffmann starb 1967 in Völklingen und wurde auf dem Friedhof Neue Welt in Saarlouis beerdigt – sein Grab liegt direkt neben dem seines Gegners und späteren Nachfolgers Hubert Ney.

WP Johannes Hoffmann 1941

Baubeginn des Saarpolygons

Am 18 November 2015 begann der Bau des Saarpolygons

Das Saarpolygon in Ensdorf (Saar) ist ein Denkmal zur Erinnerung an den im Juni 2012 endgültig beendeten Steinkohlebergbau im Saarrevier.

https://de.wikipedia.org/wiki/Saarpolygon

https://www.coatinc.com/de/blog/2016/05/16/das-saarpolygon/

Saarpolygon 2016 (001)

17. November 1908 den Vertragsentwurf zum Zusammenschluß der drei Städte Saarbrücke, St. Johann und Malstatt

Die drei nebeneinander existierenden Städte Saarbrücken ( Wohn- und Beamtenstadt), St. Johann ( Geschäftsstadt) und Malstatt-Burbach ( Industriestadt) unterzeichneten am 17. November 1908 den Vertragsentwurf zum Zusammenschluß der drei Städte. Dieser trat am 01. April 1909 in Kraft.

Seit langer Zeit teileten sich diese, nah bei einander liegenden Städte gemeinsame Institutionen wie Schulen, Theater oder die Eisenbahn.