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100 Jahre Silwinger Tunnel , Infotafel SaarErlebnisland

Zum 100. Jahrestag des Tunnels findet heute am Sonntag, den 30.09.2012 um 10:00 Uhr eine gemeinsame Wanderung der Feuerwehren und Interessierten von Biringen, Waldwisse und Silwingen statt. Gestartet wird zwischen Biringen und Waldwisse auf dem Freizeitplatz und führt nach Silwingen. Wenn die Gruppe vor Ort ist, so gegen 12:00 Uhr, wird eine Infotafel an die Öffentlichkeit übergeben. Die Tafel wird auf dem  Rastplatz bei der Umgehungsstraße aufgestellt und bietet so jedem Wanderer oder Rastsuchende eine Information über den Tunnel.

( Quelle: http://www.silwingen.de/?event=100-jahre-tunnel-silwingen )

Bei der Infotafel handelt sich um eine „SaarErlebnisland“ Tafel, die überall in unserem Ländchen zu finden sind.

Mit dem 100. Jahrestag ist sicher der Tunnelduchstich gemeint.
Dieser aber war am:   21.Mai 1912 Durchschlag des Silwinger Tunnels  

Wichtig noch für Silwingen ist folgendes Datum:
1. Aug. 1936 Eröffnung Haltestelle Silwingen
Vorher gab es hier keinen Haltepunkt. die Silwinger mußten leider den Weg nach Mondorf in Kauf nehmen um mit der Bahn reisen zu können.
Das alte Schild ist noch dort zu finden. der Zahn der Zeit hat schon heftig daran genagt.
Da es ein Haltepunkt und kein Bahnhof war ist folgendes darauf zu lesen: Bahnhof Mondorf, Kreis Merzig-Wadern.
Der Haltepunkt befand sich etwa 30m hinter unserem Haus, Mondorferstr 49


Auf der Infotafel ist vom „Tor zur Hölle“ zu lesen.
Diese Legende entstand erst nach dem 2 Weltkrieg und ist keinem der älteren Bürger Silwingens bekannt.
Sie könnte auf ein angebliches Blutbad im November 1944 zurück zuführen sein. Von einem solchen Blutbad ist aber in Silwingen und Umgebung nichts zu erfahren.
Dieses Gerücht ist noch nicht so alt. Ich glaube es kommt aus Frankreich.

 

Der Bau der Bahnstrecke begann 1908.
Die Strecke Merzig – Bettelainville wurde am 1 November 1917 eröffnet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Merzig%E2%80%93Bettelainville )


Unser „alter Eisenbahntunnel bei Silwingen“ wurde auch in das Buch :
„111 Orte im Saarland, die man gesehen haben muss Teil2.“ aufgenommen
http://www.sr-online.de/sr1/71/1300647.html )


Foto: Lothar Bauer, Tunneleingang bei Silwingen

Obsternte auf dem Saargau – Birnen

Die Birnenernte wird dieses Jahr eher spärlich ausfallen.
Ausschlaggebend dafür waren die wiedrigen Wetterverhältnisse zur Zeit der Blüte im Frühjar.
Da die Birne früher als der Apfel blüht, wird der Fruchtansatz im Vergleich zu ihm häufiger durch Spätfröste während der Blüte beeinträchtigt.

Bei uns findet man meist die sogenannten Viezbirnen und eher selten die eßbaren Varianten dieses Kernobstes das zur Famillie der Rosengewächse gehört.
Viezbirnen werden zusammen mit den Äpfeln zum Viez gekeltert.

Früher war Viez eines der Hauptgetränke der ländlischen Bevölkerung.
Heute ist der Viez nur noch selten in den Häusern zu finden.
Das Selbermachend des Viezes wird den kommerziellen Keltereien überlassen.

Birnen haben meistens bedeutend weniger Säure als Äpfel, gleichzeitig hat die Birne aber einen ähnlich hohen Zuckergehalt wie Äpfel, was sie besonder süß schmecken lässt. Das macht sie bei besonders säurempfindlichen Menschen sehr beliebt. Durch den hohen Eisengehalt helfen Birnen gegen Blutarmut. Außerdem relativ viel Kalium, das eine entwässernde Wirkung hat sowie Phosphor, der das Nervensystem stärkt

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Einige dieser Birnensorten eignen sich zum Rohverzehr bzw. zum Kochen und Einwecken. Andere sind nur für die Saft- bzw. Mostherstellung geeignet. Außerdem wird aus einigen Birnensorten Schnaps gewonnen. Der bekannteste Birnenschnaps ist sicherlich der Williams Christ.

Aus Birnbaumblüten lässt sich bei Nierenbeckenentzündungen ein wirksamer Tee bereiten. Die jungen, noch geschlossenen Blütenknospen ergeben eine schmackhafte Salatbeilage. Birnensaft dient als Kur zur allgemeinen Entgiftung des Körpers. Aus 25 Pfund Birnenkernen erhielt man in Notzeiten 3 Pfund Speiseöl. Daneben sprach man dem Birnbaum auch die Fähigkeit zu, dem Menschen wirksam Schmerzen und Krankheiten abnehmen zu können, insbesondere bei Zahnschmerzen, Gicht und Schwindsucht. Birnbaum und Apfelbaum sind „das Paar“ im Obstgarten: wurde der Apfelbaum schon seit Urzeiten mit dem Weiblichen in Zusammenhang gebracht, so symbolisierte der Birnbaum das Männliche. Eine alte Bauernregel sagt: „Willst Du ein Kuhkalb, so vergrabe die Nachgeburt einer Kuh unter einem Apfelbaum, willst Du beim nächsten Mal ein Stierkalb, so vergrabe die Nachgeburt unter einem Birnbaum.“ Für ein Liebesorakel sollten junge Männer unter einen Apfelbaum gehen, Mädchen unter einen Birnbaum. In den Rauhnächten zwischen Weihnachten und Neujahr holten sie sich Auskünfte über das kommende Jahr, indem z. B. Mädchen um Mitternacht unter einen Birnbaum schlichen, aus ihren Holzschuhen schlüpften und diese auf den Baum warfen. Bleiben sie in den Zweigen hängen, so würde im nächsten Jahr ein schöner Jüngling am Mädchen hängenbleiben.

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Birnenbäume haben eine sehr knorrige und grobe Rinde.
Besonders Wildbirnenholz wird mancherorts von Möbelschreinereien als Ersatz für Nußbaum genutzt.
Wie die meisten Obstbäume unserer Region ist das Holz auch sehr gut zum Heizen geeignet.

Quelle: Wikipedia und …

Herbstanfang

Der Anfänge gibt es Viele:
Der kalendarische Herbstanfang am 22 September
Der meteorologische Herbstanfang am 1 September

Der Gärtner richtet sich da lieber nach der Natur die ja auch jedes Jahr ein klein wenig anders tickt.
Werden die Früchte des schwarzen Holunders reif und stehen die Herbstzeitlosen in der Vollblüte, dann geht der Sommer zu Ende und der Frühherbst steht vor der Tür.

Andere Namen für den September: Witumanoth, Herbsting, Früchtemonat, Obstmond, Wildmond, Holzmonat und Engelmonat.

Die Zeit vom 1. September bis zum 23. September nennt man auch den „Altweibersommer“.

Ist’s an Sankt Ägidi ( 1 Sept. Heiliger Ägisius) rein, so wird’s bis Michaeli 29.09 sein.

 

Der Holunder gehört schon seit Zeit der Kelten und Germanen zur Umgebung des Hauses
Er ist eine der häufigsten Straucharten.  Seine Blüten und Früchte finden vielfach Verwendung als Heilmittel, Lebensmittel und Farbstoff.


Das Aushacken oder Verstümmeln eines Holunders brachte Unglück oder Tod, der Hollerstrauch im Hausgarten galt als Lebensbaum. Das Verdorren zeigte den Tod eines Familienmitglieds an. Er galt als Abwehrmittel gegen schwarze Magie und Hexen, schützte vor Feuer und Blitzeinschlag. Man sollte unter ihm vor Schlangenbissen und Mückenstichen sicher sein. Auch beherbergte er wohlgesinnte Hausgeister, was den Strauch in vielen Hausgärten heimisch werden ließ und zu dem Spruch führte, dass man vor einem Hollerbusch den Hut ziehen müsse. Der unangenehme Geruch des Laubes soll daher kommen, dass sich Judas einer Legende nach an einem Holunderbaum erhängt hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Holunder

Burg in Mandern/Lothringen – Schloss Malbrouck

Die Burg in Mandern/Lothringen bei mir um die Ecke. Eigentlich Schloss Malbrouck.
Seit Jahren ein Anziehungspunkt der Großregion Saar-Lor-Lux.
Immer wieder tolle Ausstellungen und Veranstaltungen.
Aber auch das Gelände um die Burg herum bietet noch Einblicke in die frühere Festungsanlage und lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein.

http://www.chateau-malbrouck.com/de/dispatch.do

Interessant mal zu wissen wer aus unserer Ecke schon mal dort war und wer in Spanien/Mallorca …
„Warum in die Ferne schweifen … Und Saufen kann ich auch zu Hause …“

 

 

 

Hundstage …

Am 23 August gehen die sogenannten Hundstage, eine Schönwetterperiode, zu Ende.
Diese reichen umgangssprachlich ungefähr vom 23 Juli bis 23 August.
Mit Hunden haben sie eigentlich nichts zu tun.
Nur insofern das der Sirius, der Hundsstern – Hauptstern im Sternbild des Großen Hundes, als hellster Stern in der Morgendämmerung strahlt.

Wie die Hundstage eingehen 23.7, so gehen sie aus (24.8

Wenn die Hundstage Regen bereiten, kommen alsbald magere Zeiten.
Hundstage heiß, bringen dem Bauern viel Schweiß.

 

 

Luna hat die heißen Tage auf Ihre Art überstanden: Ein kühles Bad und dann ab in den Schatten

historische Gebäude …

So alt ist dieses Gebäude wahrscheinlich nicht. in den 50zig 60zigern gebaut …
Zur vorderen Tür rein ging es zur Milchsammelstelle. Viele Bauern brachten die Milch noch mit dem Handkarren zur Abgabe.
Die Sammelstelle war bis etwa 1976 geöffnet.

Zur Seitentür rein gelangte man in ein kleines Vivo Geschäft.
Mit einem Edekaladen im oberen Dorf hatten wir damals zwei Tante Emm Läden in unserem kleinen Dorf.

Unter der Treppe war in den 60zigern ein Gefrierhaus.
Dort konnten die Silwinger Bürger sich ein Gefrierfach mieten und ihre selbst erzeugten Lebensmittel, meist Fleisch von selbst gehaltenen Tieren, aufbewahren.
Wir selbst hatten bis etwa 1973 noch ein Schwein im Stall, das im Spätherbst geschlachtet wurde.