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Klosterruine Wörschweiler

 

Vor einigen Jahren (2003) besuchten wir die Klosterruine Wörschweiler.

Das ehemalige Zisterzienserkloster liegt auf eine kleinen etwa 315m hohen Anhöhe, dem Marienberg über dem Bliestal bei Wörschweiler.
Die Abtei wurde 1130 von Graf Friedrich I. von Saarwerden und seiner Gemahlin Gertrud an der Stelle einer römischen Anlage „Gloria Romanorum“ als Benediktinerkloster gegründet und von Mönchen aus Kloster Hornbach unter einem Prior besiedelt, aber im Jahr 1171 von dem Zisterzienserkloster Villers-Bettnach in Lothringen übernommen und diesem als Tochterkloster unterstellt. Damit gehörte es der Filiation der Primarabtei Morimond an. Ein Klosterhof befand sich in Münchwies. Im Jahr 1558 wurde das Kloster durch den evangelisch gewordenen Herzog von Pfalz-Zweibrücken nach Niedergang im 15. und 16. Jahrhundert aufgehoben, jedoch wurden im Kloster Villers-Bettnach weiterhin Äbte für die Besitzungen des Klosters in Lothringen ernannt. 1614 wurde es infolge eines Unglücksfalls bei einem Brand zerstört. Die Wirtschaftsbauten wurden seit 1662 wieder benutzt. Freilegungsarbeiten fanden 1872 bis 1880 statt. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1954 bis 1958 wurde die Kirche freigelegt.

Noch ältere Funde lassen darauf schließen das hier schon die Kelten und Römer Kult und Temeplanlagen erbauten.
Alte schriftliche Quellen lassen darauf schließen. und auch die Nähe der römsichen anlage von Schwarzenacker.

Man kann die Ruine auf verschiedenen Wegen erreichen.
Wir nutzten damals den kürzeren Weg der neben der Klosterschenke den Berg hinauf geht.
Ein wenig steil aber doch zu schaffen 😉
Auch bei entsprechend höheren Temperaturen kann man diesen Weg wegen seiner meist durch den Wald führenden empfehlen.

Das Wirtshaus zum Klosterberg das damals noch von den „Nerother Wandervögeln“ gepachtet war, war eigentlich nicht öffentlich.
Aber man konnte trotzdem was zur Erfrischung dort kaufen.
Nach 2005 war die Schenke öffentlich. aber wie es scheint ist sie jetzt wieder geschlossen.

Wie man am Bauzaun auf den Bildern sehen kann wurde damals dort noch fleissig gebaut und renoviert.
Wie weit diese Arbeiten erledigt sind kann ich nicht sagen.

Möglich aber das noch an der  Sanierung der einsturzgefährdeten Westfassade gearbeitet wird.
Die Deutsche Denkmal Stiftung überbrachte im Januar 2010 eine größere Summe für diese wichtigen Renovierungsmassnahmen.
Ich habe mal eine eMail an das Kultur- und Verkehrsamt Homburg geschrieben um zu erfahren wie weit diese Arbeiten abgeschlossen sind.

Wenn alles so weit fertig ist dann werden wir die alte Klosterruine dieses Jahr wieder besuchen und viele Bilder schießen.


mittelalterliche Grabplatten der Stifterfamilie, der Familie von Lewenstein, des niederen Adels der Region sowie der Äbte des Klosters

So könnte der Innenhof früher ausgesehen haben

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_W%C3%B6rschweiler
http://www.kloster-woerschweiler.de/
http://www.denkmalschutz.de/2876.html
http://www.wandernmithans.de

Weitere Bilder:

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Streuobst …

… Wanderweg!
Überall wo diese Zeichen zu sehen ist befindet man sich auf dem „Streuobst Wanderweg“.

Gemeint ist natürlich der Wanderweg im Saargau, der von der Mosel über den Saar-Moselgau ins Saatal und weiter in den Schwarzwälder Hochwald führt.

Die Streuobstwiese ist keine natürlich entstandene Landschaft
Sie wurde vom Menschen geprägt und auf Nutzung ausgelegt.
Die Natur hat sich aber dieser Landschaft im Laufe der Jahrhunderte angepasst und ein neue biolgische Sphäre entwickelt


Heute vor 50 Jahren Grubenunglück in Luisenthal

Bei einem Grubenunglück in Luisenthal (Völklingen/Saar)verloren fast 300 Männer ihr Leben.
Genau heute vor 50 Jahren am 7 Febraur 1962.
Ein schwerer Schock für das ganze Land in dem Kohle un stahl zur damaligen Zeit noch einen Großteil des Lebens bestimmten.

Ich selbst kann mich daran nicht erinnern da ich zu dem Zeitpunkt knapp ein Jahr alt war.
Das erste Mal da ich unbewusst mit dem Bergbau im Saarland in Berührung kam war sicher durch unseren Kohle-Kochherd in unserer alten Küche.
Aus unserer Ecke des Saarlandes, des nördlichen Teils des Saar-Nied-Gaus, arbeiteten eigentlich eher wenig Leute in den Gruben.
Viele Menschen des Saargaus zog es eher nach Dillingen in die Hütte.

Und im 50zigsten Jahr des schwersten Grubenunglücks des Saarlandes  endet am 30 Juni die Epoche des Bergbaus im Saarland.

Vor 50 Jahren: Das Grubenunglück Luisenthal
http://www.sr-online.de/sr3/1215/1362138.html

 

Der Tag, an dem das Saarland Trauer trug
Vor 50 Jahren kostete eine verheerende Schlagwetterexplosion in der Grube Luisenthal 299 Bergleute das Leben.
Von SZ Redakteur Aloisius Tritz

http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Voelklingen-50-Jahre-Schlagwetterexplosion-Grube-Luisenthal-299-Bergleute;art27856,4168195#.TzDrLcVdzE4


Grubbenlandchaft bei Dudweiler 1960

historische Bilder …

Ein altes Bild von Silwingen.
Es hat leider ein sehr kleines Format.

Man kann auf alten Bildern oder Zeichnungen Interessantes entdecken, wenn man zu „Lesen“ vermag
Links oben ist die Kapelle zu sehen.
Den rechten Teil des Bildes dominiert ein großer Baum. Es handelt sich um eine Pappel. Diese wurde vor etwa 25 Jahren gefällt.
Sie stand an einem an unseren Garten angrenzende Wiese.
In der Mitte des Bildes ein wenig oberhalb des Weges sieht man ein Gebäude mit einem kleinen Turm. das ist das Feuerwehrhaus von Silwingen.
Das Feuerwehrhaus steht immer noch an diesem Ort.  Im Turm, der in das Gebäude integriert war, wurden die Schläuche zur Trocknung aufgehängt.

1977/78 wurde das Feuerwehrgerätehaus umgebaut und vergrößert. Der Turm wurde abgerissen. Davon habe ich auch noch ein Foto.
Und die Silwinger Feuerwehr bekam endlich ein neues Fahrzeug.

 

Wintermorgen – Endlich

Der schönste Wintertag bis Jetzt 🙂
Boden nicht matschig, Sonnenschein. Spazierengehen mit Hunden.
Endlich mal im Garten Bäume und Hecken beseitigen und schneiden und Feuer machen.

Meinte doch heute morgen bei SR1 Jemand das wäre heute morgen nicht so toll in der Kälte mit den Hunden rauszugehen.
Auf jeden Fall viel besser als bei 8+ und stömendem Regen und matschigem Boden.
Ich frag mich manchmal was die so im Kopf haben?

Alle Bilder wurden am alten Bahndamm gemacht.
Dieser verläuft von Mondorf nach Silwingen auf der alten Bahnstrecke Merzig – Bettsdorf.
Die Bahn befuhr diese Strecke von 1917 bis 1939.
Von Mondorf und Bettsdorf von 1941 bis 1944.
Der Haltepunkt Silwingen wurde 1936 eröffnet

 

 

Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Die ehemaligen Röchling Werke in Völklingen laden den an urbanen Industriedenkmälern und alten Bauwerken Interessierten gerade dazu ein dort zu stöbern.
Für Fotografen eine wahre Fundgrube an tollen Motiven.

Die Natur hat sich in dem riesigen Baudenkmal viele Plätze zurück erobert und paradisische Inseln und Rückzugsorte für seltene Tiere und Pflanzen gebildet.

Die folgenden Fotos sind so um die 8 Jahre alt und stammen noch aus der Digitalkameralosen Zeit.

Dieses Jahr werden wir die Hütte wieder besuchen und alles bildlich festhalten.

http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lklinger_H%C3%BCtte

http://www.voelklinger-huette.org/


Aus der Vergangenheit Silwingens – alter Text

 * Folgender Text könnte in der Merziger Zeitung erschienen sein.
Erscheinungsdatum nach dem 1 Weltkrieg, zu einer Zeit als das
Saargebiet in Zoll- und Währungsunion mit Frankreich kam, aber
der Verwaltung des Völkerbundes unterstand.
Darauf läßt der Abdruck in Altdeutschen Buchstaben sowie die
Aussage einer Bahnfahrt durch das Steinbachtal, womit der Reinbach gemeint
ist, schließen.
Leider ist der Text nicht ganz vollständig.

Aus der Vergangenheit Silwingens!

In seiner anheimelnden idyllischen Lage zwischen waldgekrönten Höhen bietet das Dorf Silwingen dem Reisenden der mit der Bahn durch das Steinbachtal fährt, einen freundlichen Anblick dar.
Der Ort liegt auf althistorischem Boden. Schon das alte Volk der Kelten war hier im Tale heimisch, wie wir aus Gräberfunden bei Silwingen schließen dürfen.
Tiefere und nachhaltigere Beweise ihrer Anwesenheit haben die Römer hinterlassen. An verschiedenen Stellen wurden Reste römischer Besiedlung (Villen) entdeckt, so zuletzt noch beim Bahnbau 1910 im Garten der Familie M. Peter. Diese Römerfunde, sowie die Lage des Ortes in waldreicher Gegend werden als Gründe für die lateinische Herleitung des Ortsnamens angeführt. Silwingen stamme von silva lateinisch Wald, bedeutet also Ansiedlung am Walde. Es wäre also, falls diese Ansicht recht hat, Silwingen einer der wenigen Orte des Saargebietes, die durch ihren Namen die Erinnerung an die Römerzeit bewahren.

Ansicht Silwingens vom Sillenberga aus. Vor 1900

Nach dem Zusammenbruch der Römerherrschaft im 5 Jahrhundert n. Chr. kamen germanische Stämme an die Saar, und zwar zunächst die “ Alemanen „.
Die zahlreichen Orte auf „ingen“ die insbesondere im Gebiet der Bürgermeisterei Hilbringen und im nahen Lothringen vorkommen, sollen alemanische Gründungen sein. Einen sicheren Beleg für die Anwesenheit des alemanischen Volksstammes bieten auch die alemanischen Gräberfunde in der Nähe des Silwinger Friedhofes vom Jahre 1899, die nebst verschiedenen Gerippen auch Vasen und Schmucksachen ans Tageslicht beförderten.

Aus den folgenden Jahrhunderten fehlt uns über das Schicksal des Ortes jegliche Kunde. Wir dürfen annehmen das nach der Verdrängung der Alemanen durch die Franken um 500 n. Chr. der ganze Saargau von diesem Volksstamm besiedelt wurde.

Ins Licht der Geschichte tritt Silwingen erst wieder im 11 Jahrhundert. Nach der genannten Schenkungsurkunde des Herzog Adalbert von Lothringen und seiner Gemahlin Juditha vom Jahre 1037 wurde der Ort Selevingen ebenso wie Mannendorf, ……, Beringen und Waldwies dem Kloster St. Matthias zu Trier übergeben, samt den zugehörigen Zehnten. Politisch blieb der Ort auch nach der Schenkung von Lothringen abhängig, das auch die hohe Gerichtsbarkeit ausübte. Die niedere und mittlere Gerichtsbarkeit blieb dem Abt von St. Matthias. In der Folgezeit gestalteten sich die sozialen Verhältnisse von Silwingen so, daß die Abtei St. Matthias, die Grafen von der Leyer und der kurfürstlich-trierische Verwalter in Merzig die Grundherrschaft gemeinschaftlich ausübten. Ihnen mußten die leibeigenen Bauern Zehnten und Frondiesnte leisten. Den Zehnten, der jährlich 21 Malter Früchte ergab, bezogen die abtei und die Grafen von der Leyen gemeinsam. Der Kurfürst von Trier besaß bis zur Revolution das sogenannte freie Seelgut (zirka 70 Morgen), das jährlich 17 Malter Früchte abwarf. Auch die anderen öffentlichen Rechte wie Jagd und Fischereigerechtigkeit gehörten den Grundherren.

Die politischen Geschicke Silwingens waren in dieser Zeit mit dem des Hochgerichtsbezirks Merzig – Saargau verknüpft, der eine sogenannte Gemeinherrschaft war, über die das Herzogtum Lothringen und der Kurstaat Trier gleichzeitig Hoheitsrechte beanspruchten. Der links der Saar gelegene Teil des Hochgerichts war in die Meiereien Ober- und Untersaargau geschiedenen. Silwingen gehörte zum Ober-Saargau Hilbringen. Auch der Bann Silwingen war vielleicht früher mit dem Saargau in irgend einer Weise vereinigt, denn noch im Jahre 1813 machten die Silwinger in einem Prozeß beim Präfekten des Mosel Departements das Recht auf die Langgrasweide in Teilen der Saargauer Gemarkung mit Erfolg geltend, ein Recht das sie aus der ehemaligen Vermengung der Bänne herleiteten.

Eine schlimme Zeit war für das Saarland der 30 jährige Krieg. Kroatisch und schwedisch-französiche Kriegsvölker durch den langen Waffendiesnt verroht, hausten schrecklich in der Gegend. Damals soll auch Silwingen ganz zerstört worden sein. Über den Wiederaufbau des Ortes erzählen die alten Leute folgendes:
Ein Silwinger namens Matthias Krist, war in die Gefangenschaft des feindlichen Kriegsvolkes geraten und wurde auf der Ahlwiese bei Silwingen an einen Baum gefesselt. Dem Tode entgegensehend, machte er das Gelöbnis, der Kirche von St. Matthias zu Trier eine Wachskerze zu stiften in der Schwere seines eigenen Körpergewichtes, falls er gerettet wurde. Wunderbarer weise befreit, begab er sich zu Pferd nach Trier , wohl mit der leisen Besorgnis, ob er in den schlimmen Zeiten auch soviel Wachs auftreiben könne, um sein Gelübde leicht zu erfüllen. Doch wiederum wurde er aus dieser Verlegenheit befreit, da er beim Wiegen nicht mehr als fünf Pfund wog. So wurde ihm sein Gelübde leicht erfüllbar gemacht.
Um seinen dank für seine Errettung aber noch mehr zu Bekunden, baute er später in dem zerstörten Silwingen eine Kapelle die bis 1814 stand. Ein Türschwellenstein von dieser Kapelle ist in die Friedhofsmauer an der neuen Kapelle eingelegt und trägt die Buchstaben: M.K. u. xx, mit der Jahreszahl 1638.