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Wetterregeln – Bauernregeln 6 Januar

6 Januar Drei Könige

Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter.

Wie sich das Wetter vom Christfest bis Dreikönig hält, ist es meist auch danach bestellt.
Dreikönig ohne Eis, Pankraz (12.5.) weiß.
Ist Heiligdreikönig sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.
Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter.
Ist Dreikönig hell und klar, gibt’s viel Wein im neuen Jahr.

Als Heilige Drei Könige oder Weise aus dem Morgenland bezeichnet die christliche Tradition die in der Weihnachtsgeschichte des Matthäus-Evangeliums (Mt 2 EU) erwähnten „Sterndeuter“ (im griechischen Ausgangstext ?????, Magoi, wörtlich „Magier“), die durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt wurden. Im Neuen Testament werden sie nicht als „Könige“ bezeichnet, auch gibt es keine Angabe über ihre Anzahl. Diese Angaben entstammen einer umfangreichen Legendenbildung, die im 3. Jahrhundert ihren Anfang nahm. Die in der Westkirche verbreiteten Namen Caspar, Melchior und Balthasar werden erstmals in Legenden des 6. Jahrhunderts erwähnt.

Darüber hinaus gab es früher im ganzen deutschsprachigen Raum die Tradition des Dreikönigsingens, im Rheinland ist dieses Brauchtum auch heute noch verbreitet. Als sogenannter Heischebrauch wurde er oftmals dazu genutzt, sich in der kalten Jahreszeit ein Zubrot und einen Zehrpfennig zu verdienen. Diverse Lieder und Vortragstexte blieben bis heute erhalten. Die Vortragenden gingen für gewöhnlich mit einem Stern umher und hatten sich nach Möglichkeit als Könige gekleidet. In der alten Bischofsstadt Hildesheim ist ein solcher Heischebrauch bis heute überliefert. So verlieh der Bischof vom Berge den Pflastersetzern (Patthökern) das Privileg, diesen Brauch in der Stadt auszuüben. Vorgetragen wurde ein Sing- und Sprechspiel, das, musikalisch begleitet, mit Segenssprüchen für die Hausbewohner endet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Drei_K%C3%B6nige

Der Dreikönigstag war auch einer der Merktage zur Messung der
Tageslänge:

An Neujahr um einen Hahnenschritt,
An Heilig Dreikönig’ um einen Hirschsprung,
An Sebastian um eine ganze Stund,
An Mariä Lichtmess merkt man erst was drum.

Bauernregeln – Wetterregeln 1 Januar

Viel Regen, wenig Schnee, das tut Äckern und Bauern weh.”
Ein Jahr, das schlecht will sein, stellt sich schwimmend ein
Anfang und Ende vom Januar,zeigen das Wetter fürs ganze Jahr.
Neujahr Sonnenschein, lässt das Jahr fruchtbarer sein.
Wenn es zu Neujahr schneit, gibt es viele Bienenschwärme.
Auf trockenen, kalten Januar,folgt viel Schnee im Februar.
Januar warm, das Gott erbarm.
Januar ganz ohne Schnee tut den Bäumen, Bergen, Tälern weh.”

Winter, Rauhnächte, Hl. Abend ….

Wir sind mitten in den Rauhnächten.
Es ist die Zeit der Geister, Toten, Dämonen, Orakel, der wilden Jagd …
Es gibt unterschiedliche Deutungen wann diese Nächte beginnen und enden.  Irgend wann zwischen dem 21 Dez. und dem 6. Jan.
Auf jeden Fall verschmelzen in ihnen auch die uralten Bräuche unserer Ahnen mit denen des Christentums.
Die Zeit zwischen den Jahren, den Dimensionen …

Im Kreislauf der Natur hat jede Jahreszeit ihren Platz und Berechtigung.
Daran sollten auch alle Jene denken die die dunkle Jahreszeit nicht mögen.

Nutzen wir die Dunkelheit und nächtliche Stille zur Ruhe, Besinnung oder einfach nur zum Ausruhen vom Alltag.
Freuen wir uns auf das Weihnachtsfest aber vergessen wir nicht die denen es nicht so gut geht wie uns.

Leider ist der Winter alles andere als Winterlich.
Darum auch dieses Gedicht das  in diese Jahreszeit passt.

Winternacht

Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fort geschritten!

Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint die alten Fichten,
Die, sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,
Den Zweig zurück zur Erde richten.

Frost! friere mir in’s Herz hinein!
Tief in das heißbewegte, wilde!
Daß einmal Ruh mag drinnen seyn,
Wie hier im nächtlichen Gefilde!

Dort heult im tiefen Waldesraum
Ein Wolf; – wie’s Kind aufweckt die Mutter,
Schreit er die Nacht aus ihrem Traum,
Und heischt von ihr sein blutig Futter.

Nun brausen über Schnee und Eis
Die Winde fort mit tollem jagen,
Als wollten sie sich rennen heiß:
Wach auf, o Herz, zu wildem Klagen!

Laß deine Todten auferstehn,
Und deiner Qualen dunkle Horden!
Und laß sie mit den Stürmen gehn,
Die frischer immer wehn vom Norden!

Nikolaus Lenau

Weitere Gedichte von Lenau findet man beim Projekt Gutenberg

dämmerung1

Bauernregeln – Wetterregeln

04. Dezember: Barbara

Nach Barbara die Sonne weicht auf Luzia (13.12.) sie wieder herschleicht.
Wie der Barbaratag so wird auch der Christtag.
Geht Barbara im Grünen kommt’s Christkind im Schnee.
Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da
Steht die Krähe vor Weihnacht im Klee, so sitzt sie um Ostern im Klee.

 Bekannt ist der Brauch der Barbarazweige. Meist werden Kirsch oder andere Obstbaum oder Zierzweige geschnitten und in eine Vase gestellt.
Zu Weihnachten sollen sie dann Blühen und Glück und Segen bringen.
Die Zweige wurden aber auch als Ernteorakel verwendet. Je mehr Blüten, je mehr Ernteerträge im neuen Jahr.

Wetternregeln – Bauernregeln – Brauchtum

30 November Andreasnacht
Lostag

Der Apostel Andreas gilt als Künder der Zukunft

Das Kirchenjahr endet bis etwa in das 9. Jahrhundert Ende November und begann am 1 Dezember.
Aus diesem Grund findet man auch heute noch viele Bräuche für Jahresende und Jahresanfang.
Meist handelt es sich dabei um Heirats und Liebesorakel.

Was hat es mit dem Andreaskreuz auf sich?
Während seiner Missionsreisen erlitt Andreas im griechischen Patras an einem X-förmigen Kreuz um 60 nach Christus den Märtyrertod.

Wetterregeln:

Schau in der Andreasnacht welch’ Gesicht das Wetter macht: So wie es ausschaut das ist wahr gibt es ein gutes oder schlechtes Jahr.
Um Andreas hell und klar bringt uns allen ein gutes Jahr. 
Der Andreasschnee liegt oftmals 100 Tage und wird für Grün und Korn dann eine Plage.

 Weitere Infos hier:
http://www.brauchtum.de/fruehjahr/zwischen_den_jahren.html

Datei:Saint Andrew's cross.svg

 

Kalter Mittwoch – Buß und Bettag

Heute ist Buß und Bettag.
Früher bei uns der Kalte Mittwoch.
War damals Feiertag. Man ging damals in den Wald und schwenkte am offenen Feuer und wärmte sich mit Tee mit Rum und diversen Schnäpsen. Lang ist es her.

Ende der 70ziger, Anfang der 80ziger veranstalteten wir dann eine Schnitzeljagd.
Fast das ganze Dorf war auf den Beinen.
Der Weg zum Ziel war mit einigen Kontrollpunkten bestückt, an denen es natürlich auch was zum Aufwärmen gab. Das Ziel war jedes Jahr ein anderes. Und das Wetter war egal. Um so schmuddeliger um so besser.

mittwoch2

Briefe an den Nikolaus

Der NIKOLAUS-SONDERSTEMPEL (postgültig) für dieses Jahr ist da.
Dieser ziert die vielen Antwortschreiben mit denen der Nikolaus aus St. Nikolaus ab dem 5. Dezember den Kindern aus der ganzen Welt antwortet.
Gestempelt wird er in der Zeit vom 5. bis 24. Dezember im Weihnachtspostamt St. Nikolaus.
Das einzig offizielle Weihnachtspostamt im Saarland.
St. Nikolaus, hier wohnt der Nikolaus!

Die Adresse des Nikolaus lautet:
An den Nikolaus
66351 St. Nikolaus

Ihr bekommt dann eine Rückantwort mit einem tollen Kuvert

Auch der Nikolaus ist moderner geworden und ist nun auch auf Facebook:
https://www.facebook.com/pages/Nikolauspostamt/128930013927134

http://www.sankt-nikolaus-warndt.de/

stnikolaus

Wetterregeln – Bauernregeln

Die Meinung über die alten Wetter oder Bauernregeln gehen natürlich auseinander!
Der Eine glaubt es der Andere nicht …

Aber wahrscheinlich ist wie an Allem ein klein bißchen Wahrheit dar, oder doch mehr … 😉
Ist`s von Petri bis Lorenzi heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.

Hitze an St. Dominikus – ein strenger Winter kommen muß.
Je mehr Domenikus schürt, um so mehr man im Winter friert.

Oswaldtag muß trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.
Regen an Mariaschnee, tut dem Korn empfindlich weh.
Zu Oswald wächst die Rübe bald.