Schlagwort-Archive: Brauchtum

Paraple 26 erschienen – Grenze

Leben auf der Grenze lautet das Thema des Paraple Nr. 26.
Diese Literaturzeitschrift die halbjährig erscheint wird von der Mundartvereinigung „Gau und Gris“ herausgegeben.
Und das gleich dreisprachig: Deutsch, Französisch und Mundart.
der Paraple dient als Publikationsplattform vieler regionalen Autoren

Die Grenze ist von meinem Wohnort rund 1km entfernt.
Man sieht sie nicht direkt, kann sie aber manchmal an den Grenzsteinen erahnen.
Früher in meiner Kindheit hatte sie schon etwas bedrohliches.
Weil dahinter das ( noch ) Unbekannte lag.

https://www.facebook.com/GauGriis?fref=ts
 http://www.gaugriis.com/frankisch/wer-sind-wir/

paraple26

Bauernregeln – Wetterregeln

An Mariä Verkündung hell und klar ist ein Segen für das ganze Jahr.
Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet
Schöner Verkündigungsmorgen, befreit von vielen Sorgen.

So viele Tage vor Marien die Frösche schreien,
so viel müssen sie nachher schweigen.

Ist Marie schön und hell,
kommt viel Obst auf alle Fäll‘.

Die katholische Kirche feiert am 25. März Mariä Verkündigung.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde traditionsgemäß an diesem Tag das Vieh gesegne
t.

Welttag der Muttersprache – Muddaschròòch im Saarland

Mein Beitrag dazu: „Wat hun mir haudt widder èn Wehrder gehott, lauder Schloussen senn rounerkoamm“
Selwinger Platt ( Nördliches Moselfränkisch )

Aktion zum saarländischen Tag der Muddaschròòch

Am Tag der Muttersprache finden in Saarbrücken grenzüberschreitende Muttersprache-Veranstaltungen mit dem Titel „muddaschpròòch“ statt. Die unter anderem im Saarland gesprochenen Mundarten, das Moselfränkische und das Rheinfränkische, zählen zu den von der UNESCO benannten bedrohten Sprachen.

http://muddaschprooch.geheichnis.de/index.html

 

muttersprache

Wetterregeln – Wetterregulierungen

Jeder kennt sie alte Bauern oder Wetterregeln.
Meist kommen sie in Reimform daher.
Auch mal lustig und absurd.

Bedenken sollte man aber das es früher keinen Wetterbericht gab. Und die Leute viel wetterabhängiger waren als wir heute.
Die Leute auf dem Land waren auf das angewiesen was sie anbauten. Sei es auf den Feldern oder im Garten oder um ihr Vieh zu versorgen.
Das Überleben der Familie war manchmal von der Voraussage des Wetters abhängig.

Die seid Generationen überlieferten Weisheiten in Reimform entstanden aus Beobachtungen auf einander folgender Umstände das Wetter und die Natur betreffen. aus denen man dann seine Rückschlüsse auf spätere Ereignisse zog.
Wichtig ist aber das man diese Wetterbregeln immer regional sehen sollte.

Die meisten befassen sich mit der mittelfristigen Wettervorhersage, zum Beispiel ausgehend vom Wetter oder anderen natürlichen Ereignissen an bestimmten Lostagen eines Monats oder dem Wetter eines ganzen Monats.

Auf jeden sind sie das Ergebnis jahrhundertelanger Beobachtungen und Erfahrungen die die Menschen mit der Natur und dem Wetter gemacht haben.

Auch Tiere wurden zur Wetterprognose hinzu gezogen. Man beobachtete ihr Verhalten und konnte auf baldige Wetterverhältnisse schließen.
Das tiefe Fliegen der Schwalben signalisiert baldigen Regen. Die Insekten die den Schwalben als Nahrung dienen werden durch den tiefen Luftruck nach unten gedrückt. Und tiefer Luftdruck ist mit schlechtem Wetter verbunden.

Man sollte über altes Wissen nicht zu viel lächeln.
Unser Wetterbericht stimmt doch auch echt immer, oder?

Hier also ein paar Bauernregeln vom Ende des Dezember:

Dezember kalt mit Schnee, niemand sagt oh weh.
Ist der Dezember mild mit Regen, hat das nächste Jahr wenig Segen.
Ist der Dezember kalt, wird der Winter hart, aber der Frühling kommt bald.
Abendröte bei West, gibt dem Frost den Rest.
Wie der Dezember pfeift, so der Juni geigt.
Soll der Dezember den Bauern freuen, so muß er kalt und schneereich sein.
Wenns auf Weihnacht ist gelind, sich noch viel Kält einfind.

 

 

 

Halloween, Samhain

Am Vorabend zu Allerheiligen wird bei uns das aus den USA in den Neunzigern rüber geschwappte Halloween Fest gefeiert.
Und da die meisten Vorfahren der heutigen „Amerikanern“ aus Europa stammen, brachten diese Europäer, irisch stämmige Aussiedler, das „Halloween Fest“ damals mit über den großen Teich.

Und da die Kelten die Vorfahren der Iren waren könnte Halloween eigentlich eine späte Variante eines alten keltischen Festes gewesen sein. Ob sich aber Halloween aus dem keltischen Fest Samhain entwickelt hat ist ungewiss.
Die genaue Herkunft verschwimmt wie so vieles in der Vergangenheit.
Das Wort Halloween, in älterer Schreibweise Halloween, ist eine Kontraktion  von All Hallows’ Eve, benennt den „Tag vor Allerheiligen”.

Samhain ist eines der vier großen irisch/keltischen Feste. Samhain wurde beginnend am Vorabend in der Nacht zum 1. November und an diesem Tage gefeiert

Der Kreis hat sich als wieder geschlossen und das Fest ist wieder zurück gekehrt zu seinen Ursprüngen.
Und gerade diese Ursprünge werden auch die letzten Jahre wieder mehr in den Vordergrund gerückt und der Vergangenheit gedacht.
Unsere Heimat das Saarland gehörte früher auch zum „Reich der Kelten“. Vielleicht sollten wir uns beim durchstreifen der Natur

wieder den alten Wurzeln erinnern. dark_room01

Allgemeine Wetterregeln für den Juli

Fängt der Juli mit Tröpfeln an,
wird man lange Regen han

Trübe Aussichten an den Hundstagen,
trübe Aussichten das restliche Jahr

Im Juli warmen Sonnenschein, 
macht alle Früchte reif und fein.

So golden im Juli die Sonne scheint, 
so golden sich der Roggen neigt.

Ohne Tau keinen Regen, 
so heißt es im Juli aller wegen.

2) Wenn Spinnen emsig weiben (weben) im Freien,
lässt sich lang Schönwetter prophezeien.

Scheint im Juli oft die Sonne,
ist´s für die Früchte wahre Wonne!

Regent es im Sommer kaum,
bleiben die Äpfel nicht am Baum.

Genauso wie der Juli war, 
wird nächstes Mal der Januar.

Wenn die Schwalben Ende Juli ziehen,
sie vor baldiger Kälte fliehen.

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"Tag des Saar Bergmanns"

Heute wird erstmals der „Tag des Saar Bergmanns“ begangen.
Ausrichter der Veranstaltung ist der Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine.
Dieser Tag soll jeden letzten Sonntag im Juni gefeiert werden.

Mit diesem Gedenktag soll an die über 250 Jahre währende Ära des Steinkohle-Abbaus in der Region erinnert werden,
die am 30. Juni 2012 offiziell zu Ende ging.

Es gehe dabei aber auch um Brauchtums-pflege und die Aufrechterhaltung bergmännischer Tradition-

Neben dem Festakt im Vereinshaus in Saarlouis-Fraulautern wird es unter anderem eine Parade mit rund 50 Vereinen geben.

In der Ausstellung „Das Erbe“ im Bergwerk Landsweiler-Reden kann sich Jeder ein Bild des saarländischen Bergbaus machen.

Der Bergbau prägte über Jahrhunderte die wirtschaftliche Entwicklung des Landes an der Saar.
Das Saarland hat seine Entstehung seiner Industrie zu verdanken.
Als politische Einheit entstand das Saarland als „Saargebiet“ im Jahre 1920 infolge des Versailler Vertrages.
Es ging unter anderem darum Deutschland den Zugang zur Saarindustrie und der damit verbundenen Ressourcen zu unterbinden.

m Jahre 1947 wurde das Saarland, größtenteils in den heute noch gültigen Grenzen, zu einem (teil-)autonomen Land, das eine Art Protektorat der Franzosen und wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen war.

Um diese industrielle Ära unserer Region nicht dem Vergessen anheim fallen zu lassen sollte im Geschichtsunterricht der saarländischen Schulen verstärkt darauf eingegangen werden.

bergbau

http://de.wikipedia.org/wiki/Saarland
http://www.das-erbe-saarland.de/

Wintersonnenwende

Die Wintersonnenwende ist am 22. Dezember 2012 um um 12:11 Uhr MEZ.
Dann erreicht die Sonne ihre jährlich südlichste Deklination, die Nacht vom 21./22. Dezember die längste in diesem Jahr.  

Zur Wintersonnenwende – auf der Nordhalbkugel der Erde am 21. oder 22. Dezember – erreicht die Sonne die geringste Mittagshöhe über dem Horizont.

In vielen antiken und frühmittelalterlichen Kulturen ein wichtiges Fest, das oft ein paar Tage vor bzw. nach dem Datum der tatsächlichen Sonnenwende gefeiert wurde. Schon steinzeitliche Kultstätten wie Stonehenge erfassten diesen Zeitpunkt mittels der relativ leicht feststellbaren Auf- und Untergangspunkte der Sonne, die zu Winterbeginn etwa im Südosten bzw. Südwesten liegen. Zur Zeit der Einführung des Julianischen Kalenders lagen die Sonnenwenden auf dem 25. Dezember und dem 24. Juni.

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Thomas Steiner put it under the CC-by-SA 2.5. ,
wikipedia.org

Früher bei uns – Eine Zeitreise in die Vergangenheit

Eine Zeitreise in die Vergangenheit wird am 30. November 2012, um 18.30 Uhr in der Bruchwaldhalle Freisen aufgeführt. Der Namborner Autor und Filmemacher Joachim Ferrang hat seine Filmdokumentation im Südwestdeutschen Bauernhaus in Reitscheid mit Laiendarstellern gedreht.

 
Ein Film von Joachim Ferrang.
 „Ganz früher bei uns“ ist seine Filmdokumentation betitelt. Authentisch aufgezeichnet erzählt sie Geschichten aus dem bäuerlichen Leben der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Mit ihr hat der Autor ein filmisches Heimatmuseum geschaffen. Mit großem Gespür und viel Feingefühl zum Detail hat Ferrang das Leben unserer Vorfahren aufgezeichnet. Hierfür waren umfangreiche Recherchen notwendig.

Eintritt ist frei.

Quelle:

Samhain – das keltische Neujahrsfest!

Samhain ist eines der vier großen irisch/keltischen Feste.
Samhain wurde beginnend am Vorabend in der Nacht zum 1. November und an diesem Tage gefeiert.
Samhain war aber auch in verschiedenen Regionen der Winteranfang.

Es wäre sicher interessant zu wissen wie dies früher die keltischen Stämme der Treverer und Mediomatriker hand habten.
Deren Stammesgrenze verläuft quer durch das Saarland.

Halloween ist vorbei und Keiner hat uns besucht 🙁
Liegt entweder an unserem zweiköpfigen Hund oder daran das es keine kleinen Kinder mehr in der Umgebung gibt.

Heute ist das christliche Allerheiligen.

An dem allen Heiligen gedacht wird. Und an die Toten gedacht.
 

Herbstanfang

Der Anfänge gibt es Viele:
Der kalendarische Herbstanfang am 22 September
Der meteorologische Herbstanfang am 1 September

Der Gärtner richtet sich da lieber nach der Natur die ja auch jedes Jahr ein klein wenig anders tickt.
Werden die Früchte des schwarzen Holunders reif und stehen die Herbstzeitlosen in der Vollblüte, dann geht der Sommer zu Ende und der Frühherbst steht vor der Tür.

Andere Namen für den September: Witumanoth, Herbsting, Früchtemonat, Obstmond, Wildmond, Holzmonat und Engelmonat.

Die Zeit vom 1. September bis zum 23. September nennt man auch den „Altweibersommer“.

Ist’s an Sankt Ägidi ( 1 Sept. Heiliger Ägisius) rein, so wird’s bis Michaeli 29.09 sein.

 

Der Holunder gehört schon seit Zeit der Kelten und Germanen zur Umgebung des Hauses
Er ist eine der häufigsten Straucharten.  Seine Blüten und Früchte finden vielfach Verwendung als Heilmittel, Lebensmittel und Farbstoff.


Das Aushacken oder Verstümmeln eines Holunders brachte Unglück oder Tod, der Hollerstrauch im Hausgarten galt als Lebensbaum. Das Verdorren zeigte den Tod eines Familienmitglieds an. Er galt als Abwehrmittel gegen schwarze Magie und Hexen, schützte vor Feuer und Blitzeinschlag. Man sollte unter ihm vor Schlangenbissen und Mückenstichen sicher sein. Auch beherbergte er wohlgesinnte Hausgeister, was den Strauch in vielen Hausgärten heimisch werden ließ und zu dem Spruch führte, dass man vor einem Hollerbusch den Hut ziehen müsse. Der unangenehme Geruch des Laubes soll daher kommen, dass sich Judas einer Legende nach an einem Holunderbaum erhängt hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Holunder