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Wintersonnenwende, Thomastag

21. Dezember: St. Thomas

Heute am 21 Dezember dem Thomastag ist der dunkelste Tag des Jahres.
Der kürzeste Tag und die längste Nacht.

Namenstage:Thomas, Ingomar, Peter, Richard, Bazela, Petrus Canisius, Johannes;

    Wenn Sankt Thomas dunkel war, gibt’s ein schönes neues Jahr.
    Sankt Thomas bringt die längste Nacht, weil er den kürzesten Tag gebracht.
    Am Thomastag wächst der Tag nur einen Hahneschritt.
    Wenn St. Thomas dunkel war, gibt´s ein schönes neues Jahr.
    Friert’s am kürzesten Tage,so ist’s immer eine Plage.
    Aber ab morgen schon werden die Tage wieder länger.Zwar langsam aber stetig.
    „Ab Thomastag wächst der Tag um einen Hahnenschrei“

Am  21. Dezember war in der bäuerlichen Tradition auch der Tag, an dem die Schlachtung der Mettensau erfolgte. Das auch als „Weihnachter“ bezeichnete Hausschwein wurde speziell für den weihnachtlichen Festbraten nach der Christmette gemästet.
    
Geräuchert wird in den Rauhnächten zur Abwehr oder zur Segnung von Haus, Hof und Vieh.
Aber nicht am Thomastag.
    
Durch die Neigung der Erdachse 23,5 Grad zur Senkrechten beträgt fällt die Sonne im Sommer in einem fast Senkrechten Winkel auf die Erde   und im Winter in einem schrägen Winkel.
Das kostet Energie und dadurch geht Wärme verloren

Die Wintersonnenwende war in vielen antiken und frühmittelalterlichen Kulturen ein wichtiges Fest, das oft ein paar Tage vor bzw. nach dem Datum der tatsächlichen Sonnenwende gefeiert wurde. Zur Zeit der Einführung des Julianischen Kalenders lagen die Sonnenwenden auf dem 25. Dezember

Mit Sicherheit kannten auch unsere Vorfahren die Kelten den Tag der Wintersonnenwende.
Läutet er doch einen Umbruch im Tagesverlauf ein.
In wie weit aber das Sonnenfest das auf irische und schottische Feuerfeste zurück geht ist nicht so recht bekannt.

Vielfach wird aber davon berichtet das sowohl die Kelten als auch die Germanen die Zeit der Wintersonnenwende und die drauf folgenden Rauhnächte feierten.
Das Julfest war auf jeden Fall in den nordischen Ländern bekannt.

 

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https://de.wikipedia.org/wiki/Thomasnacht

Wetterregeln – Bauernregeln 4 Dezember Barbaratag

4. Dezember: St. Barbara
Auf Barbara die Sonne weicht, auf Lucia (13.12.) sie wiederum her schleicht.
Geht Barbara im Klee, kommt das Christkind im Schnee.
Knospen an Sankt Barbara, sind zum Christfest Blüten da.
Nach Barbara geht’s frosten an, kommt’s früher, ist nicht wohlgetan.
Zweige schneiden zu Sankt Barbara, Blüten sind bis Weihnachten da.

5. Dezember
Nach Barbara (4. Dezember) geht’s Frosten an, kommt’s früher, ist nicht wohlgetan.
Sankt Gerald, es wird kalt.

Nach einer alten Tradition werden am Barbaratag Zweige von einem Obstbaum (meist von einem Kirschbaum, einem Apfelbaum) oder einer Forsythie geschnitten und ins Wasser gestellt.[13] Diese Barbarazweige, in den Alpen Barbarabaum, sollen bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht in die Wohnung bringen. Dies geht zurück auf einen Einzelzug der Legende: Auf dem Weg in das Gefängnis blieb Barbara mit ihrem Gewand an einem Zweig hängen. Sie stellte den abgebrochenen Zweig in ein Gefäß mit Wasser, und er blühte genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_von_Nikomedien


Wikimedia Commons/KarlGruber

 

Nachtrag: Buß und Bettag – der kalte Mittwoch

Von einem Saarhölzbacher Historiker freundlicherweise überlassen:

Ich versuche mal ein Wenig Licht ins Dunkel zu bringen, bezüglich der Grundlagen und der Herkunft des Brauchtums.
Mit dem Hochwald, den wir so als Landstrich grob beginnend um Losheim herum kennen, hat das nichts oder nur sehr wenig zu tun. Mit unserem heimischen Wald, der sich als großes zusammenhängendes Waldgebiet von Mettlach bis zum Erbeskopf erstreckt, sehr wohl. Hier sprechen wir vom Schwarzwälder-Hochwald. Richtig ist, dass hier an die traditionelle Nahrungszubereitung der Köhler erinnert wird. Mit einem harten Winter 1709 hat das nichts zu tun (vielleicht von kirchlicher Seite in einer speziellen Gemeinde, das mag sein). Mit der aufkommenden Industrialisierung im 19. Jhd. brauchten die Fabriken immer mehr Kohle, in unserer Region handelt es sich dabei natürlich um Villeroy & Boch. Da Stein- / Braunkohle nur einen bedingt geeigneten Brennwert für die Porzellanherstellung hat (die genauen Grundlagen der Porzellanproduktion kenne ich da nicht!) und außerdem der Transport von den Gruben „lange“ dauerte, verfeuerte V&B besonders viel Holzkohle, die in der direkten Umgebung gewonnen wurde. Zu nennen sind hier Mettlach selbst und im Besonderen Saarhölzbach. Saarhölzbach, wie der Name schon sagt (abgeleitet von der „Saar“ und dem „Holzbach“), war ein reines Waldarbeiterdorf, abgesehen von den Agrarflächen zur Nahrungsgewinnung der ortsansässigen Familien. Die Waldarbeiter schlugen Holz und flößten dies den Holzbach hinab bis zur Saar, wo es verschifft wurde. Dieser Vorgang gibt auch dem Bach und dem Ort seinen Namen. Ebenso wurde mit der Holzkohle verfahren, die im Wald herstellt wurde.
Da der Weg in den Wald teils lange war und die Köhlerei ein langwieriger Prozess, konnten diese Arbeiter es sich nicht leisten, z. B. zur Mittagszeit ins Dorf zu wandern, essen, pausieren etc. um danach wieder in den Wald zurück zu kehren, schon gar nicht im Winter, wenn es früh dunkel wurde.
So kam jemand auf die Idee, wer auch immer, das Fleisch (Kotletts) auf die selbe Art zuzubereiten, wie die Holzkohle; nämlich im Köhlerhaufen. Dadurch, dass durch feuchtes Laub, Moos und Schnee der Gluthaufen luftdicht abgeschlossen ist, verbrennen Feststoffe (Holz wird zu Kohle und nicht zu Asche) nicht. So lässt sich eben auch Fleisch garen, oder schmoren.
Ich vergaß noch zu erwähnen, warum man jetzt ausgerechnet am Buß- und Bettag in den Wald lief:
So ein Köhlerhaufen brauchte in der benötigten Größe zwischen 2 und 4 Wochen um abzubrennen und somit genüg Holzkohle zu fördern. Deshalb blieben tage- oder auch wochenlang ein oder zwei Männer im Wald. Da der Buß- und Bettag ein sehr hoher kirchlicher Feiertag war, wollten die Frauen und Kinder ihre Väter nicht alleine im Wald sitzen lassen und sind mit Sack und Pack in den Wald gestiefelt, den Papa besuchen. Als ich ein Kind war, wurde das auch immer so gehandhabt, dass die Väter früh in den Wald sind das Feuer anzünden und wir Kinder mit den Müttern erst am späten Morgen hinterher.

Die Tradition, dass „Alle“ in den Wald rennen und so ihre Kotletts zubereiten, stammt also tatsächlich aus dem kleinen Örtchen Saarhölzbach in der Gemeinde Mettlach. Hier liegt dann auch der Grund, warum sich die Tradition weiter verbreitet hat, auch in die nicht so waldreichen Regionen wie den Saargau. Die Tradition wandert also die Saar hinauf und kommt nicht von der Region „Hochwald“ runter.
Aber natürlich ist es ein schöner Vorgang, der ein wenig den Zusammenhalt und die Verbindung der kleinen saarländischen Dörfer zeigt und es ist schön, dass das heute noch praktiziert wird und dass es auch in benachbarten Regionen regen Anklang findet.

Kalter Mittwoch – Buß und Bettag

Heute ist „Kalter Mittwoch“ – Buß und Bettag“

Das waren noch Zeiten als der „Kalte Mittwoch“ Feiertag war.
Lang ist es her. Um genau zu sein:
Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Buß- und Bettag auf einen Sonntag gelegt und damit als separater Feiertag abgeschafft – zur Aufbietung aller Kräfte im Krieg. Nach Kriegsende wurde er wieder eingeführt. Die westdeutschen Bundesländer (mit Ausnahme Bayerns) erklärten ihn nach dem Krieg zum gesetzlichen Gedenk- und Feiertag. Bayern zog 1952 nach, jedoch wurde der Tag zunächst nur in Regionen mit überwiegend evangelischer Bevölkerung gesetzlich anerkannt. Ab 1981 war der Buß- und Bettag auch in überwiegend katholisch bevölkerten Regionen Bayerns ein arbeitsfreier Feiertag und wurde nunmehr in der gesamten Bundesrepublik einheitlich begangen.

So Ende der 70ziger als Silwingen noch eine Pfadfindergruppe hatte.
Veranstaltete diese, da war ich auch dabei, eine Schnitzeljagd.
Start war morgens am Bürgerhaus und Ziel irgend wo im Wald.
Eine Spur wurde gelegt und die Leute begaben sich auf den Weg.

Der Weg zum Ziel war mit einigen Kontrollpunkten bestückt, an denen es natürlich auch was zum Aufwärmen gab. Das Ziel war jedes Jahr ein anderes. Und das Wetter war egal. Um so schmuddeliger um so besser.

Am Zielplatz im Wald angekommen  und schwenkte am offenen Feuer und wärmte sich mit Tee mit Rum und diversen Schnäpsen.
Lang ist es her.

Die Tradition des Kotlettenbratens im Wald soll von den Holzfällern und/oder Köhlern im Hochwald kommen.

Wie diese Tradition aber in unsere nicht gerade so waldreiche Gegend kam ist unbekannt.
Die Schnitzeljagd wurde damals von einem eingeheirateten Bürger aus der St. Wendeler Gegend eingeführt. St. Wendel ist so weit nicht vom Hochwald entfernt und waldreicher als der Saargau.

Der „Kalte Mittwoch“ soll an an einen äußerst strengen Winter im Jahre 1709 erinnern.
Die Saar war komplett zugefroren und es verwendeten viele Tiere in Wald und Feld.
In der darauf folgenden Dürreperiode verhungerten viele Menschen.
Die Kirche führte daraufhin am „Kalten Mittwoch“ eine Bannprozession durch, um für das Vermeiden solcher Naturkatastrophen zu beten.

Buß und Bettage

Martinsumzug und Probleme wo keine sind …

Probleme werden aufgezeigt wo keine sind!
Wo ist das Problem? Im letzten Amtsblatt der Stadt Merzig wird bei jedem Ortsteil der eine solche Veranstaltung abhält auch dies als Martinsfest oder Martinsfeier, Martinsumzug genannt.Und es gibt keine Beschwerden von irgend welcher Seite.

In Silwingen findet der Martinsumzug am 12 November statt. Mit Musik, Musikverein Fremersdorf,  und St. Martin auf dem Pferde geht es von der Kapelle Richtung Bürgerhaus. Dort erwartet die Bürger ein Martisnfeuer, Martinsbretzeln für die Kinder und eine Tombola. anschließen Umtrunk für Alle.
 
https://www.facebook.com/lothar.bauer01/posts/1418672914817362

stmartin01

 

 

Dokumentarfilm „Kuhdorf war gestern“ über dörflichen Wandel auf dem Land. 6 November

Da ich auch auf dem Dorf lebe schaue ich es mir an. Und bin mal gespannt was dort anders oder eben nicht anders als bei uns ist oder war.
Das schwindende Gemeinschaftsgefühl kann ich unterstreichen. Rückgang und Verschwinden von Geschäften und Gastronomie. Vereine verschwinden ebenso. Viele leben nur noch auf dem Dorf des billigen Preises und der Ruhe wegen. Ansonsten kein Kontakt zu den anderen Bewohnern. Trotzdem kann nichts unseren großen Garten und die Ruhe vermiesen.

1 November Allerheiligen

1. November: Allerheiligen
Allerheiligen (lateinisch Festum Omnium Sanctorum) ist ein christliches Fest, zu dem aller Heiligen gedacht wird.
Da der heutige Tag sehr schön war, halten wir mal diese alten Wetteregeln im Auge:

    Allerheiligen klar und helle, sitzt der Winter auf der Schwelle.
    Ist’s zu Allerheiligen rein, tritt Altweibersommer ein.
    Hat Allerheiligen Sonnenschein, wird’s um Martini (11. November) umso kälter sein.
    
Vereinsamt
Friedrich Nietzsche

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. –
Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist Du Narr
Vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt – ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends halt.

Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr
Dein Lied im Wüstenvogel-Ton! –
Versteck, du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. –
Weh dem, der keine Heimat hat.

http://gutenberg.spiegel.de – title    Vereinsamt – type    poem – author    Friedrich Nietzsche – sender    Alex.Koch@gmx.de
firstpub    1882

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Wetterregeln – Bauernregeln 27,28 und 29 Oktober

27. Oktober
    Wer Weizen sät vorm Simonstage (28. Oktober), dem trägt er goldene Ähren ohne Frage.
    Bevor du Simon (und) Judas (28. Oktober) schaust, pflanze Bäume, schneide Kraut.

28. Oktober: Apostel Simon und Apostel Judas
    Ist’s an Judas hell und klar, gibt’s Regen erst an Cäcilia (22. November).
    Simon und Juda, ja die zwei, führen oft den Schnee herbei.
    Bevor du Simon und auch Judas schaust, pflanze Bäume, schneide Kraut.
    Simon und Judä hängen an die Stauden Schnee.

29. Oktober
    Wenn Simon und Judas (28. Oktober) vorbei, rückt der Winter schnell herbei.

Bauernregeln -Wetterregeln – 29. September: Die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael

29. September: Die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael

    Der Michel zündt’s Licht an.
    Regnet’s am Michaelistag, folgt milder Winter nach. Wenn aber Michael der Wind kalt
weht,  ein harter Winter zu erwarten steht.

    Auf nassen Michaeltag, nasser Herbst folgen mag.
    Gibt Michaeli Sonnenschein, wird in zwei Wochen Winter sein.
    Sind Zugvögel an Michaeli noch hier, haben bis Weihnachten lind Wetter hier.
    Fallen die Eicheln vor Michaeli ab, so steigt der Sommer früh ins Grab.
    Um Michaelis in der Tat gedeiht die beste Wintersaat.
    Kommt Michael heiter und schön, wird es noch vier Wochen so weitergehen.  
    Bringt St. Michael Regen, kannst Du gleich den Pelz anlegen.

    Am 29. September ist Michaelistag
    Der „Michaelistag“ erinnert an den Erzengel Michael.
    Der Michaelistag – der „Tag des Erzengels Michael und aller Engel“
    Im Volksmund wurde der Gedenktag Michaelis oder Michaeli genannt. ‚
    Traditionell war der Michaelistag ein beliebter Termin für laufende Miet-, Pacht- oder
Zinszahlungen und, wie Mariä Lichtmess, ein traditioneller Termin für die Verdingung von
Knechten oder Mägden.

    Ab jetzt wird wieder künstliches Licht gebraucht um zu arbeiten.
    Das wurde früher traditionell mit einem sogenannten „Lichtschmaus“ gefeiert.
    Früher hat man am Vorabend des Michaelstags (29. September) das Michelsfeuer
angezündet.

    Es wurde nicht auf dem Felde gearbeitet, nicht gesponnen, und am Montag danach
bekamen auch Gesellen und Lehrlinge von ihren Meistern einen freien Tag, um den Beginn
der Lichtarbeit, der Arbeit bei künstlichem Licht, zu feiern.

Wetter Regeln – Bauernregeln 9 September St. Gorgon

Ist Gorgon schön, bleibt’s noch sechs Wochen schön.
Sankt Georgen treibt die Lerchen davon.
Bringt St. Gorgon Regen, folgt ein Herbst mit bösen Wegen.
Bringt Sankt Gorgon Regen, folgt ein Winter mit wenig Segen.
Regnet es am Sankt Gorgons Tag, geht dir Ernte verloren bis auf den Sack.
Ist’s Wetter an Gorgon sonnig, bleibt’s die nächsten Tage wonnig.

Hiwwelhaus das älteste noch in seinem Ursprung erhaltene Bauernhaus des Saarlandes

 Das Hiwwelhaus („Hügelhaus“) ist das älteste noch in seiner Ursprünglichkeit erhaltene Bauernhaus des Saarlandes und stammt in seiner heutigen Form aus den Jahren 1711/12. In den Jahren 1995 bis 1998 wurde es durch die Gemeinde Marpingen saniert. Das Wohnhaus ist als bäuerliches Museum eingerichtet, im ehemaligen Stall wurde ein moderner Multifunktionssaal eingerichtet. Das Gebäude mit Satteldach ist ein Vorläufer des für die Region später typischen südwestdeutschen Einhauses mit Wohntrakt Scheune und Stall. Die Außenmauern des Wohnteils wurden aus massivem Sandstein gebaut, auf denen ein Fachwerk steht. Stall und Scheune sind Fachwerkkonstruktionen.

Wetterregeln – Bauernregeln 15. August: Maria Himmelfahrt

15. August: Maria Himmelfahrt
An diesem Tag werden in der katholischen Kirche verbreitet auch Kräuter gesegnet.
Der sogenannte Kräuterwisch der aus verschiedenen Kräutern besteht.
Dieser Strauß wird mir ins Hochamt genommen und dort gesegnet.
Er wird im Haus aufgehängt in Bauernhäusern wenn noch vorhanden im sogenannten Herrgottswinkel.
In früheren Zeiten hängte man den Kräuterwisch auch unters Dach zum Schutz vor Blitzschlag.
Starb Jemand im Haus wurde dem Verstorbenen ein Teil des Straußes mit in den Sarg gelegt.

Wegwerfen soll man ihn aber nicht wenn man den neuen Wisch gesegnet hat und aufhängen will, das soll Unglück bringen.
Verbrennen im Herd wäre eine Möglichkeit

Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag.
Um Maria Himmelfahrt, das wisse, gibt es schon die ersten Nüsse.
Wer Rüben will recht gut und zart, sä’ sie an Mariä Himmelfahrt.
Mariä Himmelfahrt im Sonnenschein, bringt viel und guten Wein.
„Hat unsere Frau gut Wetter,wenn sie zum Himmel fährt,gewiß sie guten Wein beschert.”

Da es heute hei0 war kann man sich ja ausrechnen wie das Wetter weiterhin wird.
Beim heißen Wetter sollte man unsere gefiederten Freunde nicht vergessen und ihnen ein paar Vogeltränken zur Verfügung stellen.

Neben unserem kleinen Brunnen auf der Terrasse gibt es noch diese beiden in unserem Garten.
Aber immer nachschauen und bei Bedarf auffüllen.

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Wetterregeln – Bauernregeln August

Für Anfang August und den Monat allgemein
   
    Stellt im August sich Regen ein, so regnet’s Honig und guten Wein.
    Trübe Aussicht an den Hundstagen, trübe Aussicht das restliche Jahr.
    Je dicker die Regentropfen im August, je dicker wird auch der Most.
    Ist’s in der ersten Augustwoche heiß, bleibt der Winter lange weiß.
    Bringt der August viel Gewitter, wird der Winter kalt und bitter.
    Was der August nicht vermocht, kein September mehr kocht.
    Nebel im August – ein kalter Winter.
    Singt der Buchfink früh vor Sonnaufgang,kündet er viel Regen an
    Bleiben die Störche noch nach Bartholomä (24. August), kommt ein Winter, der tut nicht
    weh
    
1. August: Petri Kettenfeier
Ist’s von Petri bis Lorenzi (10. August) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.
An Petri Kettenfeier von diesem Ort ziehen die Störche fort.

5. August: St. Oswald, Maria Schnee
Oswaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.
Regen an Maria Schnee tut dem Korn empfindlich weh.
Zu Oswald wächst die Rübe bald.

7. August: St. Afra, Maria Schnee
An Sankt Afra Regen kommt für den Bauer ungelegen.
An Sankt Afra Regen fällt, den Bauern es noch lange quält.

5. August  günstiger Tag für die Zauberei.
Am 6. August 1945 warf die US-Luftwaffe die Atombombe über Hiroshima ab.

Wetterregeln, Bauernregeln Jakobstag 25 Juli

25. Juli: St. Jakobus, Jakobstag

Jakobus war einer der zwölf Apostel und der ältere Bruder des Hl.Johannes

Jacobi ist ein Lostag und ein wichtger für das kommende Wetter

Bläst Jakobus weiße Wölkchen in die Höh, sind’s Winterblüten zu vielem Schnee.
Sind an Jakobi die Tage warm, gibt’s im Winter viel Kält’ und Harm.
Jakobi ohne Regen deutet auf strengen Winter.
Um Jakobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken.
Sankt Jakob nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frisches Brot.
Jakobi klar und rein, wird das Christfest frostig sein.
Gegen Margareten und Jakoben, die stärksten Gewitter toben.
Wenn Jacobi tagt, werden die jungen Störche vom Nest gejagt.
Wenn Jakobi kommt heran, man den Roggen schneiden kann.
Ist Jacobus am Ort, ziehn die Störche bald fort.
Am Jakobstag fällt die Noss auf einen Schlag
Der Jakobustag war früher ein Bauernfeiertag.
Es ist der Tag des Erntebeginns. Vor allem Weizen und Roggen werden jetzt geerntet.

Auf diesen Tag warten die Kinder sehnsüchtig.
Die Jakobsbiren werden reif, und nun ist nach ihrer Meinung alles Obst genießbar, sei es auch noch so grün.
Das Warten auf neues Obst hat ein Ende.

Zu Jakobi werden die ersten Äpfel reif, die man nach dem Namen des heiligen Jakobus“Jakobi-Äpfel“ getauft hat.

Ebenso wird nach den ersten Frühkartoffeln, den „Jakobi-Erdäpfeln“ oder „Jakobi-Kartoffeln“, gegraben.

Bis Jakobsdag solle man neues Brot neue Kartoffeln haben
Beeren die man an diesem Tage pflückt sollen gegen Durchfall helfen und werden Jakobsbeeren genannt.

Jakobus der Ältere ist unter anderem der Schutzpatron
der Schröter, der Arbeiter und der Äpfel und Feldfrüchte

Wetterregeln, Bauernregeln Juli 2016

Wetterregeln die sich gegenseitig aufheben gibt es auch:
10. Juli: Siebenbrüder
An Siebenbrüder Regen, der bringt dem Bauern keinen Segen.

15. Juli Apostelteilung
Ist Apostelteilung schön, so kann das Wetter der sieben Brüder (10. Juli) gehn.

Das Regenwetter ist jetzt mal ein paar Tage verschwunden.

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Sommersonnenwende

war gestern am 21  Juni.
Der längste Tag im Jahr. Ab sofort geht es wieder abwärts und die Tage werden wieder kürzer.
Und das Jahr ist in seiner zweiten Hälfte angekommen.

Zur Sommersonnenwende gibt es viel interessantes zu erfahren.
Zum Beispiel über das Johanneskraut und dessen Rolle in der christlichen Lehre und als Gegenstück des alten Götter und Naturglaubens.
Darüber berichtet Wolfgang Stein, Botanischer Garten der Universitär des Saarlandes.
Auf das Bild klicken und man kann die Informationen lesen

 

 

Löwenzahnsirup selbst gemacht

Regionale und saisonale Produkte
Dazu gehört auch der selbstgemacht Löwenzahnsirup

3 Hände voll gelbe „Blüten“ sammeln.
Die gelben Blätter von den grünen Kelchen trennen.
Ich habe aber irgend wo gelesen das man die Blütenkörbchen und kurze Stielteile auch verwenden kann.
Diesmal noch ohne, beim nächsten mal wird es mit diesen Teilen und weniger Fummelei versucht.

Alles mit 1l Wasser in einen Topf und 2 Std. ziehen lassen.
Aufkochen und über Nacht stehen lassen.
Dann filtern und mit 1kg Zucker und von einer halben Zitrone
die abgeriebene Schale und den Saft zugeben und die Mischung unter Rühren zum Kochen bringen. Nur ganz kurz aufkochen und anschließend auf kleiner Flamme leise köcheln.
Die Flüssigkeit einkochen, bis sie Fäden zieht.

In Gläser abfüllen. Kühl und dunkel kann er bis ein Jahr genießbar sein.

löwenzahnsirup

Gedicht Walpurgisnacht

Walpurgisnacht
Liebe Mutter, heut‘ Nacht heulte Regen und Wind.
»Ist heute der erste Mai, liebes Kind.«

Liebe Mutter, es donnerte auf dem Brocken droben.
»Liebes Kind, es waren die Hexen oben.«

Liebe Mutter, ich möcht keine Hexen sehn.
»Liebes Kind, es ist wohl schon oft geschehn.«

Liebe Mutter, ob wohl im Dorf Hexen sind?
»Sie sind dir wohl näher, mein liebes Kind.«

Liebe Mutter, worauf fliegen die Hexen zum Berg?
»Liebes Kind, auf dem Rauche von heißem Werg.«

Liebe Mutter, worauf reiten die Hexen zum Spiel?
»Liebes Kind, sie reiten auf’nem Besenstiel.«

Liebe Mutter, ich sah gestern im Dorf viel Besen.
»Es sind auch viel Hexen auf’m Brocken gewesen.«

Liebe Mutter, ’s hat gestern im Schornstein geraucht.
»Liebes Kind, es hat Einer das Werg gebraucht.«

Liebe Mutter, in der Nacht war dein Besen nicht zu Haus.
»Liebes Kind, so war er zum Blocksberg hinaus.«

Liebe Mutter, dein Bett war leer in der Nacht.
»Deine Mutter hat oben auf dem Blocksberg gewacht.«

von Willibald Alexis

Quelle:
http://gutenberg.spiegel.de/

hexen

Wetterregeln, Bauernregeln für den April

Der April, der wechselhafte Monat, macht seinem Namen wieder mal alle Ehre.
„Der April weiß nicht was er will“ rief man schon als Kind.  So ganz bewußt war man sich aber nicht um was es dabei ging. Das kam erst nach und nach.

Gestern war St. Gerorg, der Drachentöter.
Der hl. Georg zählt zu den 14 Nothelfern. Er ist der Schutzpatron verschiedener Länder, Adelsfamilien, Städte und Ritterorden.
Man durfte ab dem Georgstag dem23. April die Felder nicht mehr betreten.
Schulden aus dem alten Jahr werden maximal bis zum Georgstag gestundet.
Am Georgstag durften die Dienstboten den Dienstherrn wechseln.

Sankt Georg kommt nach alten Sitten zumeist auf einem Schimmel angeritten.
(Schimmel = die letzten Schneeflocken des Frühlings)
Der Georgstag, der ist der Pferde Ehrentag.
Georgi bringt grüne Schuh.
(Früher mussten die Kinder ab diesem Tag auf ihre Winterschuhe verzichten.)
Auf St. Georgs Güte stehen alle Bäum’ in Blüte.
Was bis Georgi die Reben treiben, wird ihnen nicht bis zum Gallus (16. Oktober) bleiben.

Die Wetterregel für den heutigen Tag fällt nicht so günstig aus:
Wenn’s friert an Sankt Fidel, bleibt’s 15 Tag noch kalt und hell

Schwalben willkommen?

Bei uns auf jeden Fall!
So langsam trudeln sie auch bei uns ein.

Schwalbennester an Gebäuden werden besonders in ländlichen Gegenden traditionell respektiert.
Schwalben sind Insektenvertilger und sind daher schon lange in der Landwirtschaft willkommen. Ihre Nester an Gebäuden werden traditionell vom Menschen respektiert.
Ob sie aber überall willkommen sind?

Die an nicht landwirtschaftlich genutzten Wohnhäusern errichteten Nester der Mehlschwalben werden allerdings häufig wegen der Verschmutzung der Hauswände durch Nistbaumaterial und Kotausscheidungen der Schwalben von den Hausbewohnern beseitigt, obwohl dies nach dem deutschen Bundesnaturschutzgesetz verboten ist (§ 44 Abs. 1 BNatSchG).[7]
Schwalbennester entfernen ist verboten! Das Verhindern von Schwalbennestern nicht

Schwierig haben es Schwalben alle mal.
Der Mangel an Insekten, versiegelte Flächen und Mangel an Nist- und Baumaterial erschweren das Bau ihrer Nester.

Das mit der Frühlings- oder Sommerankündigung durch Schwalben hat einigermaßen seine Richtigkeit. Die meisten Zugvögel kommen an einem bestimmten Zeitpunkt zurück.

Die Mauersegler kommen meist pünktlich am ersten Mai.
Den Altvorderen nach brachten Schwalben Glück im Stall und gehören der Mutter Gottes.
Schwalben unter dem Dach gelten als Unglück.

Als Zugvögel die ungefähr zur Zeit der Frühlings und Sommerankündigung eintreffen gelten sie als Glücksboten.
Als Bote des Frühlings bringt sie Segen, im Winter dagegen Unglück.

Wenn man eine Schwalbe tötet, soll es vier Wochen regnen; ihr Nest bringt gleich dem Storchneste Glück. An der Stelle, wo man im Frühling die erste Schwalbe sieht, soll man unter seinem Fuße eine Kohle finden, welche gegen das Fieber schützt

Schwalben werden nach folgenden Bauernregeln auch „Muttergottesvögel“ genannt, im badischen Raum bekannt sind:
„Am Tage von Maria Geburt fliegen die Schwalben furt.“ (8. September)‘
„Marienverkündigung kommen sie wiederum.“ (25. März)
„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.“
„Wenn Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen. Fliegen sie bis in die Höh´n, bleibt das Wetter noch recht schön!“
„An Gregor (12. März) kommt die Schwalbe über des Meeres Port, an Benedikt (21. März) sucht sie im Haus ‘nen Ort, an Bartolomä (24. August) ist sie wieder fort.“

-„Auf Sankt Georg (23. April) zeigt sich die Schwalbe einen Blick und zieht sich bald wieder zurück.“
„Mit Adalbert (24. April) kommen die Schwalben.“
„Wenn die Schwalben im August schon zieh’n, sie vor naher Kälte flieh’n.“
„An dem Tag Maria Geburt (8. September) nimmt die Schwalb’ den Reisegurt.“
„Fliegen die Schwalben tief, ist ein Gewitter nicht mehr fern.“

Stiefmütterchen werden auch als Schwalbenäuglein bezeichnet

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Quelle: http://www.zeno.org – Contumax GmbH & Co.KG
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwalben
http://de.mittelalter.wikia.com/wiki/Schwalbe
http://www.lexikus.de/bibliothek/Erinnerungen-an-die-nordische-Mythologie-in-den-Volkssagen-und-Aberglauben-Mecklenburgs/Die-Thor-oder-Donar-Sage/-6
http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Schwalbe