Gedicht – Joseph von Eichendorff Winternacht

Laut Wetterbericht wird es noch keinen Schnee geben.
Darum hier ein wenig davon.

Joseph von Eichendorff
Winternacht

Verschneit liegt rings die ganze Welt,
ich hab’ nichts, was mich freuet,
verlassen steht der Baum im Feld,
hat längst sein Laub verstreuet.

Der Wind nur geht bei stiller Nacht
und rüttelt an dem Baume,
da rührt er seinen Wipfel sacht
und redet wie im Traume.

Er träumt von künft’ger Frühlingszeit,
von Grün und Quellenrauschen,
wo er im neuen Blütenkleid
zu Gottes Lob wird rauschen.

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Quelle Gedicht:type    poem, title    Winternacht, author    Joseph von Eichendorff, publisher Georg Westermann, sender    hille@abc.de
http://gutenberg.spiegel.de/

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