Archiv der Kategorie: Silwinger Ortschronik

Silwinger Straßen früher

Heute gibt es in Silwingen folgende Straßen:
Mondorferstraße, Büdingerstraße, Domperberg, Bannholzerstraße,Zum Linnenberg

1938 hatte Silwingen folgende Straßen: Provinzialstraße, Adolf-Hitler Straße und den Horst-Wessel Weg. Die Adolf Hitler Straße lag auch im Bereich der heutigen Mondorferstr, in dem sich unser Haus, Mondorferstr 49, befindet. Damals hatten wir die Hausnummer 42. Im Jahr 1913 die Hausnummer 34.

https://de.wikipedia.org/wiki/Provinzialstra%C3%9Fe
Die Provinzialstraße ist in Deutschland eine veraltete Straßenklassifikation. Über der Provinzialstraße war die Staatsstraße klassifiziert, für deren Kosten der Staat aufkommen musste. Unterhalb der Provinzialstraße waren die Distrikt- oder Kreisstraßen angeordnet, deren Bau und Unterhalt der Distrikt oder der Landkreis trug.[1] In der NS-Zeit wurden bei der Zentralisierung des deutschen Straßensystems 1934 die Provinzialstraßen je nach Verkehrsbedeutung und Verbindungsfunktion in Reichsstraßen oder Landesstraßen I. oder II. Ordnung umgewidmet, denen heute Bundesstraßen, Landesstraßen und Kreisstraßen entsprechen. Die Bezeichnung hat sich dennoch vielerorts bis heute erhalten, vor allem als amtlicher Eigenname in Ortsdurchfahrten.

Silwingen hatte damals noch keine Umgehungssstraße . Der Verkehr ging durch den Ort hindurch.

Kalter Mittwoch – Buß und Bettag

Heute ist “Kalter Mittwoch” – Buß und Bettag”

Das waren noch Zeiten als der “Kalte Mittwoch” Feiertag war.
Lang ist es her. Um genau zu sein:
Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Buß- und Bettag auf einen Sonntag gelegt und damit als separater Feiertag abgeschafft – zur Aufbietung aller Kräfte im Krieg. Nach Kriegsende wurde er wieder eingeführt. Die westdeutschen Bundesländer (mit Ausnahme Bayerns) erklärten ihn nach dem Krieg zum gesetzlichen Gedenk- und Feiertag. Bayern zog 1952 nach, jedoch wurde der Tag zunächst nur in Regionen mit überwiegend evangelischer Bevölkerung gesetzlich anerkannt. Ab 1981 war der Buß- und Bettag auch in überwiegend katholisch bevölkerten Regionen Bayerns ein arbeitsfreier Feiertag und wurde nunmehr in der gesamten Bundesrepublik einheitlich begangen.

So Ende der 70ziger als Silwingen noch eine Pfadfindergruppe hatte.
Veranstaltete diese, da war ich auch dabei, eine Schnitzeljagd.
Start war morgens am Bürgerhaus und Ziel irgend wo im Wald.
Eine Spur wurde gelegt und die Leute begaben sich auf den Weg.

Der Weg zum Ziel war mit einigen Kontrollpunkten bestückt, an denen es natürlich auch was zum Aufwärmen gab. Das Ziel war jedes Jahr ein anderes. Und das Wetter war egal. Um so schmuddeliger um so besser.

Am Zielplatz im Wald angekommen  und schwenkte am offenen Feuer und wärmte sich mit Tee mit Rum und diversen Schnäpsen.
Lang ist es her.

Die Tradition des Kotlettenbratens im Wald soll von den Holzfällern und/oder Köhlern im Hochwald kommen.

Wie diese Tradition aber in unsere nicht gerade so waldreiche Gegend kam ist unbekannt.
Die Schnitzeljagd wurde damals von einem eingeheirateten Bürger aus der St. Wendeler Gegend eingeführt. St. Wendel ist so weit nicht vom Hochwald entfernt und waldreicher als der Saargau.

Der „Kalte Mittwoch“ soll an an einen äußerst strengen Winter im Jahre 1709 erinnern.
Die Saar war komplett zugefroren und es verwendeten viele Tiere in Wald und Feld.
In der darauf folgenden Dürreperiode verhungerten viele Menschen.
Die Kirche führte daraufhin am „Kalten Mittwoch“ eine Bannprozession durch, um für das Vermeiden solcher Naturkatastrophen zu beten.

Buß und Bettage

Eröffnung der Haltestelle ( Bahnhof ) Silwingen

Eröffnung des Haltepunkts Silwingen am 7.August 1936.

Die Bahnlinie Merzig – Bettlanville (Bettsdorf) wurde am 1 November 1917 eröffnet.
Es dauerte 19 Jahre bis Silwingen erstmals eine Haltestelle oder einen Haltepunkt erhielt.
Den Silwinger Bürgern blieb damit der Weg zum Bahnhof Mondorf erspart.

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Die Silwinger Poststelle

War lange im Haus vom Ley Anna.
Ebenso wie die Schaltanlage der Silwinger Telefonanlage.

Hier ein Einzahlungsbeleg von 1970.
Ein paar Daten zur kleinen Poststelle folgen noch.
Aber leider gibt es sehr wenige Informationen darüber und keine Fotos.
Wer kann etwas darüber berichten oder hat sogar Fotos davon?

 

post-silwingen1970

Kapelle Silwingen – Foto und Info

Silwingens kleine Kapelle wurde 1843 erbaut, ein Türschwellenstein der sich heute noch in der Friedhofsmauer befindet trägt diese Jahreszahl,  und 1925 erweitert.
Vorher gab es eine ältere und kleinere Kapelle die 1653 erbaut und bis 1814 Bestand hatte.
Diese Kapelle befand sich am Standort der alten Garage am Wohnhaus von Schul Gerdi, Mondorferstr 28.
1975 zerstörte ein Blitz Teile der Eingangsseite und fast den gesamten Turm.
Der Blitz trat im Hofraum des Hauses Mondorferstr. 28, Phillips Annachen Edeka, heraus und zerstörte auch diesen. Es könnte sich um einen Kugelblitz gehandelt haben.

1987 wurden vier der acht Altarfiguren entwendet. Der Diebstahl bleib ungeklärt.
Die gestohlenen Figuren wurden durch Nachbildungen ersetzt.
Vermutungen machten die Runde die aber nicht bestätigt werden konnten.

Seit ein paar Jahren ist die Kapelle ohne Wetterhahn.
Dieser fiel völlig verrostet vom Dach und soll vom Bistum wieder erneuert werden.

kapelle1

 

 

 

Bürgerfrühstück am 28 Februar

Am 28 Februar um 9:30 kostenloses Bürgerfrühstück im Silwinger Bürgerhaus für alle Silwinger Bürger.
Es lädt ein der Ortsrat und die Landfrauen Mondorf/Silwingen.

Vorgestellt wird die historische Informationstafel die aus dem Erlös des letztjährigen Pfingstfestes finanziert wurde.
Die Tafel wird später beim Dorfbrunnen angebracht.
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Weitere Infotafeln in Silwingen

Am Dienstag den 27 Januar war ich in der Ortsratssitzung.
Der Hauptgrund war das mein Vorschlag Informationstafeln über die Silwinger Vergangenheit im Ort an den entsprechenden Punkten aufzustellen als 4 Punkt auf der Liste stand.

Mein Vorschlag wurde einstimmig angenommen.
Möglicherweise wird eine große Tafel am Dorfbrunnen aufgestellt die mehrere Themen beinhaltet.
Oder zusätzlich noch einige kleinere.

Die Erneuerung der Mondorferstraße steht auch an.
Bürgermeister Hoffeld von Merzig war in der Sitzung anwesend und versprach unverbindlich das diese Erneuerung dieses Jahr noch in angriff genommen würde.
Wahrscheinlich in zwei Etappen.

Die Aufstellung einer Infotafel vor der Erneuerung der Straße und eventuell   des Bürgersteiges wäre sicher nicht sinnvoll.

Es wurde so verblieben das zuerst einmal ein Konzept zu den Infotafeln erstellt werden soll.
Was ich schon mal getan habe und hier auch öffentlich mache.
Vorschläge, Ergänzungen etc sind gerne gesehen:

Informationstafeln über die Silwinger Vergangenheit

Gestaltung der Informationstafeln
Layout, Format/Größe, Schriftart
Größe und Format der Bilder
Verwendetes Programm zur Erstellung
Erstellung, Kosten

Bei Erstellung einer großen und mehrerer kleineren Tafeln
Plan mit deren Lage auf jeder Tafel

Eine große Informationstafel am Dorfbrunnen
mit mehreren Themen

Mehrere kleinere Tafeln ?
große Informationstafel am Dorfbrunnen
Hauptthema:

Die Insel
Fotos und alte Karte vorhanden

Informationen, Geschichten

Weitere mögliche Themen
entweder auf die Haupttafel oder eigene kleinere Tafeln

Dorfplatz/Kastanienbaum
Foto mit Blick auf Kastanienbaum vorhanden, 30ziger Jahre

weitere Fotos?
Informationen, Geschichten

Schule Silwingen
verschiedene Standorte, insgesamt 3

Schulfeier 1927
Viele Bilder vorhanden

Kapelle Silwingen
ältere Bilder?

Informationen

Historische Funde in Silwingen und Umgebung
Informationen und Karten vorhanden
römische Funde beim Bahnbau
römische Funde in und um Silwingen
keltische Funde
fränkische Funde

Kleine Informationstafel in Mondorf
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Das Projekt „Silwinger Ortschronik“ 02

Den kleine  Artikel zur Silwinger Postgeschichte habe ich von der ARGE Saar erhalten.
Danke!
Der Artikel:
Merzig und seine Postgeschichte – Silwingen

Es sind zwar nur ein paar Informationen, aber jedes kleinste Teilchen ist wichtig.

 

http://www.arge-saar.de/

BUNDESARBEITSGEMEINSCHAFT SAAR
für Philatelie und Postgeschichte e.V.
im  Bund Deutscher Philatelisten e.V.

 

 

Das Projekt „Silwinger Ortschronik“ 01

Folgende interessante Information habe ich für die Silwinger Ortschronik recherchiert:

Artikel:
Postgeschichte von Silwingen
Merzig und seine Postgeschichte-SilwingenBahnpost auf der Nebenbahn Merzig-Bettsdorf.

Dann werde ich die Möglichkeit haben alte Grabungsfunde beim Denkmal Amt für Bodenfunde einzusehen.
Zum Beispiel früh mittelalterlichen Gräber im Bereich der Kapelle und an römische Grabfunde, die wohl in den 1980er Jahren zu Tage gekommen sind (bisher noch unveröffentlicht).
Diese Funde müßten dann bei der Erweiterung des Friedhofs gemacht worden sein. 
Dem Denkmalamt liegen auch handschriftliche Berichte über die römischen Funde beim Bahnbau bei Silwingen von 1910 vor.
Des weiteren werde ich Kopien der Urkarte von Silwingen und weiteren Gebrauchskarten erhalten.

Urkarte (Inselkarte)
Ursprünglich wurde die Urkarte (= die erste auf witterungsbeständigen bzw. verzugsfreien Karton angefertigte Karte; in Folge Neuaufbau des Katasterkartenwerks kann es entsprechend Urkarten aus verschiedenen Jahrgängen geben) als Inselkarte ausgearbeitet. Eine Inselkarte bildete einen Teil (Flur, Teil einer Flur) der neuvermessenen und kartierten Gemarkung ab, ohne angrenzende Fluren derselben Gemarkung oder benachbarter Gemarkungen blattfüllend inhaltlich anzudeuten.
( Quelle: http://wiki-de.genealogy.net/Kataster#Urkarte_.28Inselkarte.29 )