Archiv der Kategorie: Saarland

Fastnacht im Landesarchiv

 

Fastnacht, Fasching, Karneval …
Auch im Landesarchiv des Saarlandes

“ Das Fastnachts-, Ulk-, Scherz- und Festblatt neuester Nachrichten aus dem Jahre 1896 wurde vor ein paar Tagen beim Bearbeiten des schriftlichen Nachlasses der Ensheimer und Forbacher Industriellenfamilie Adt im Landesarchiv entdeckt (Im Archivverzeichnis zu finden unter der Signatur FNL Adt 16).“

Silwinger Ortsrat wieder komplett

Der Silwinger Ortsrat ist wieder komplett.

Britz, Thomas     SPD
Ley, Peter     SPD
Peter, Martina
Gelz, Markus     
Reeb, Jörg           

Nachgerückt sind:
Martin Kerber     
Günter Dickmann    
Andreas Schumacher  
Martina Neuisus-Augustin

Bei der nächsten Sitzung wird dann der neue Ortsvorsteher und Stellvertreter gewählt.

Weiteres Zum Thema in der SZ.
Wobei diese sich eher mit Oskar Lafontaine als mit Silwingen befaßt.
Namen machen halt Quoten.

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/merzig-wadern/merzig/silwingen/Silwingen;art446566,6380840

Historische Bilderflut -altes Foto

Unser Aufruf um historisches Material an die Silwinger hat uns eine wahre historische Bilderflut beschert.

Roland Bohr hat mir über 300 Bilder von früher aus den verschiedensten Bereichen überlassen. Vielen Dank.

Das folgende Bild zeigt frühere Erntearbeiten.
Rechts oben ist das Haus Schwarz Manfred,Renate zu sehen.
Laut Renate Schwarz ist das Foto nach 1938 entstanden.
Ganz vorne das Haus Maurer mit der noch nicht umgebauten Scheune links.
Den Schuppen neben dem Haus gibt es auch noch nicht.

Silwingen ohne Regierung ähm Ortsvorsteher, König Oskar muß ran

Da sucht man manchmal nach interessanten Beiträgen und dann schlagen sie ein wie die Bombe …

Silwinger Ortsrat faktisch aufgelöst.
Nach dem der amtierende Ortsvorsteher Georg Axt auf dem Neujahrsempfang im Bürgerhaus seinen Rücktritt bekannt gab und in einer Ortsratssitzung Mitte der letzten Woche noch 3 weitere Mitglieder das Handtuch warfen, steht Silwingen ohne handlungsfähigen Ortsrat da.

Weil neben ihm auch drei weitere Ortsratsmitglieder den Brocken hinwarfen, steht der Ort vor einem Problem: Einerseits müssen nun so schnell wie möglich die vakanten Sitze im Ortsrat wieder besetzt werden. Und dann gilt es für den wieder vollständigen Ortsrat, einen neuen Ortsvorsteher nebst Vertreter zu wählen.

Bei den letzten Kommunalwahlen 2014 gab es eine sogenannte Mehrheitswahl.
Es waren nicht wie in anderen Orten sogenannte Kandidatenlisten von Parteien zur Wahl eingereicht worden, sondern eine Einheitsliste.
Dabei standen aber nicht nur die auf dieser Liste stehenden zur Wahl, sondern jeder Bürger hatte die Möglichkeit Personen dieser Liste zu streichen und andere hin zufügen.
Jeder hatte die Möglichkeit bis zu 18 Personen dem Wahlzettel hinzu zu fügen.

Es stand also eigentlich jeder Silwinger Bürger zur Wahl.
Dabei bekamen die in Silwingen seit 2012 lebenden Politiker Oskar Lafontaine und Sarah Wagenknecht je 8 und 4 Stimmen.
Das sich diese Beiden aber für die Silwinger Politik und Belange interessieren werden ist wohl nicht anzunehmen.

Das Tolle an dieser Mehrheitswahl ist aber, oder eben nicht, das damals die Bürger zu wenig darüber informiert wurden.
Und dadurch mit Sicherheit einfach die Liste gewählt wurde , anstatt selbst Vorschläge zu machen.

Vier Plätze sind nun aber zu besetzen.
Es werden von der Stadt Merzig alle Personen ab dem 11 Platz angeschrieben ob sie dem Ortsrat beitreten wollen. Weil die Zehntplatzierte schon vor einiger Zeit für ein scheidendes Ortsratmitglied nach gerückt ist.
Die Angeschriebenen haben eine Woche Zeit zu reagieren und sich zu äußern. Tun sie dies nicht, gilt die Berufung als angenommen.
Man kann aber sicher davon ausgehen das nicht alle angeschriebenen die Berufung annehmen werden.
Ist diese der Fall dann werden die Nächsten in der Liste angeschrieben bis die 4 Sitz endlich wieder besetzt sind.

Und dann muß dieser neue Silwinger Ortsrat einen Ortsvorsteher und seinen Nachfolger bestimmen.

Dann lassen wir uns mal überraschen welche Zusammenstellung es geben wird.
Und welche Aspekte daraus für das Dorf Silwingen entstehen.

Momentan sehe ich wieder eher eine negative Tendenz.
Der St. Martinsumzug der eine Jahrzehnte lange Tradition hatte soll dieses Jahr ausfallen.
Über die Gründe werde ich hier nichts schreiben, das wissen inzwischen sicher die Meisten.

Ich sehe wieder einen Rückfall in die alte Gruppenbildung, den Parteienklüngel … in unserem Dorf. Und das gefällt mir gar nicht.

Zeitweilig lief es in Silwingen recht gut.
Ein Pfingstfest wurde ins Leben gerufen an dem die Dorfgemeinschaft doch recht gut mit half.
Wir haben es geschafft de Leute wieder mehr für die Vergangenheit des Ortes zu begeistern.
Eine Informationstafel über den historischen Ortskern wurde am Dorfbrunnen aufgestellt.
Geplant ist eine weitere Infotafel über die Silwinger Schulgeschichte.
In wie weit dieses Projekt nun umgesetzt werden wird muß man dann sehen.

Artikel in der SZ
Bei demokratisch links

Biringen – Jagd auf Singvögel im Grenzgebiet zu Frankreich

Singvogeljagd im Grenzgebiet

Die Einwohner unseres Nachbarortes Biringen, das ein Ortsteil von Rehlingen-Siersburg ist, werden diese Zeit arg von französischen Jägern strapaziert.
Diese haben direkt hinter der Grenze die Jagd auf bei uns geschützte Singvögel eröffnet und das ganz legal.

Man spricht von bis zu 60 Schuss in der Minute, die dort abgefeuert werden.
Und das am Rande eines von der EU geförderten Vogelschutzgebietes.

Hier bei Biringenbefindet sich auch eine der beiden Vogelberingungsstationen des NABU, des Naturschutzbundes Saar.
Dort werden Zugvögel gezählt und wissenschaftlich erfasst.

Beschwerde wurde schon eingelegt aber bis jetzt ohne Erfolg.
So kann Vogelschutz natürlich nicht funtionieren.

http://www.sr.de/sr/sr3/themen/panorama/singvogeljagd_frankreich100.html

Unbekannte Tierart im Hochwald entdeckt

Saarland.
Breaking News, oder so … !!!

Unbekannte Tierart im Hochwald entdeckt.

Am gestrigen Samstag wurde im saarländischen Hochwald eine neue unbekannte Tierart entdeckt.
Leider gelang das Foto mit dem Smartphone nicht, so das die Entdecker eine Zeichnung anfertigen ließen wie das Wesen ungefähr ausgesehen hat.

Es erinnert an eine Kreuzung zwischen einem Hirsch und einem Nashorn.
Das rasche Durchbrechen des Dickichts bereitete ihm keine große Mühe.
So das es sehr schnell entschwinden konnte.

Wo wurde das „Tier“ genau gesichtet.
Das kann von den Entdeckern auch nicht mehr so genau definiert werden.
Irgend wo im Bereich des keltischen Ringwalls von Otzenhausen und der Rheinlandpfälzischen Landesgrenze soll die Sichtung statt gefunden haben.

Wird nun ein Run auf das Gebiet um den Ringwall anbrechen?

Die SPD und die Bürger …

Da fragt mich doch Jemand ob es die Schuld der SPD ist, dass sich immer weniger Menschen politisch engagieren wollen?

Meine Antwort:
Müssen Sie die Leute fragen. Und habe ich von irgend einer Schuld geredet? Die Leute haben sicher Gründe gehabt die Partei zu verlassen. Das weiß ich von einigen. Die SPD hat sich zu weit vom Bürger entfernt. Und jetzt auf einmal vor den Wahlen versuchen sie wieder Bürgernähe darzustellen. Sehr unglaubwürdig für mich.

Wenn es eine Schuld dafür gibt dann ist es die gesamte politische Pampe die sich alle vom Bürger entfernt haben. Ansonsten ist es doch nicht meine Aufgabe darüber nach zu Denken. Wenn die Parteien das noch nicht mal selbst mit ihren Heeren an hochdotierten und hochbezahlten ‚Experten , aus Steuergeldern nicht einmal hinbekommen!? Außer ich werde dafür von den entsprechenden Parteien entsprechend bezahlt. Ich nehme die Honorare der SPD ala Maas und Konsorten …

https://www.facebook.com/spdsaar/

Historischer Verein für die Saargegend – Veröffentlichungen online …

Historischer Verein für die Saargegend
Die Veröffentlichungen der Saarländischen Kommission für Landesgeschichte stehen nun digitalisiert online zur Verfügung.
Zum Beispiel:
Titel:    Die Wüstungen des Saarlandes , von   Staerk, Dieter , 1976
Parteien und Politik im Saargebiet unter dem Völkerbundsregime 1920 – 1935
von Zenner, Maria – Erscheinungsjahr:    1966

Eine wahre Fundgrube für jeden Heimatforscher und Geschichtsinteressierten unserer Region.

http://digital.sulb.uni-saarland.de/viewer/browse/

Sammlungen
Saarlandica (30)
Saarländische Bibliographie (16)
Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte (43)

 

USB-Karte mit historischen Daten

http://www.saarland.de/138776.htm

Historische Daten und Veröffentlichungen aus den Jahren 1802 bis 2004
– Kleine USB-Karte mit großem Datenangebot –
Nach dem Motto Großes entsteht immer im Kleinen bietet das Statistische Amt des Saarlandes ein Speichermedium in der Größe einer Scheckkarte an. Diese USB-Karte enthält ein sehr umfangreiches Datenangebot historischer Statistiken auf Gemeinde- und Ortsteilebene von 1802 bis 2004.

Die USB-Karte enthält ca. 13 000 Seiten unterschiedlichster Statistiken in der Zeitspanne von 1802 bis 2004, darunter einige lange Zeitreihen. Die Daten umfassen z. B. Bevölkerungszahlen ab 1802, die Belegschaft der Saargruben Ende des 19. Jahrhunderts, Obstbaumzählungen, Zahlen zu Gemeindewaldungen, Kriegsschäden und Wohnungsbau in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg. Zudem sind Volkszählungsergebnisse ausführlich dokumentiert als auch die Ergebnisse zahlreicher Wahlen.
Ergänzt wird dieses Angebot um weitere ca. 50 000 Seiten aus der saarländischen amtlichen Statistik

Kleiner Pressespiegel zum 60 Geburtstag des Saarlandes

 

Unterschiedliche Beurteilungen und Meinungen zu unserem Ländchen und dessen Geburtstag.

Die Rückkehr der Saarländer
http://www.main-spitze.de/lokales/blogs/breidenbachs-woche/die-rueckkehr-der-saarlaender_17574279.htm

Das Saarland wird 60. Es war einst eine Kohleregion, begehrt von Frankreich und Deutschland, wie etwa heute das Donbass zwischen Russland und Ukraine.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/geburtstag-saarland-1.3315898

Saarland feiert Beitritt zu Deutschland vor 60 Jahren
http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinland/Rheinland-Pfalz-Saarland-feiert-Beitritt-zu-Deutschland-vor-60-Jahren;art158726,4576421

Nicht reich, aber glücklich
Vor 60 Jahren trat das Saarland als damals elftes Bundesland der Bundesrepublik bei / Der Niedergang der Montanindustrie hat tiefe Spuren hinterlassen.
http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/nicht-reich-aber-gluecklich–131891477.html

Mehr als ein Bundesland
Das Saarland feiert 60 Jahre Rückgliederung – und das zu Recht
http://www.saarbruecker-zeitung.de/aktuell/standpunkt/Ruhestand-Spitzenbeamte;art10796,6342694

Fluch oder Segen? Das Saarland gehört seit 60 Jahren zu Deutschland – ein Streitgespräch
http://www.allgemeine-zeitung.de/politik/rheinland-pfalz/saarland-deutschland-mainz-streitgespraech-rheinland-pfalz_17572130.htm

60 Jahre Saarland

Am 1. Januar 2017 feiert das Saarland seinen Beitritt zur Bundesrepublik. Zum 60. Jubiläum werden zwischen Oktober 2016 und Januar 2017 vielfältige Aktionen  stattfinden. Die geplanten Aktionen thematisieren vor allem die historische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Saarlandes.

http://www.saarland.de/60jahre-saarland.htm

Volksbefragung 1955 und Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland 1957
Briefmarke der Deutschen Bundespost (1957) zur Eingliederung des Saarlandes

Am 23. Oktober 1955 wurde schließlich nach einem heftig geführten Abstimmungskampf eine Volksbefragung[8] über die Zukunft des Landes durchgeführt, wobei 67,7 Prozent der Saarländer mit „Nein“ stimmten und sich damit gegen das Saarstatut entschieden. Das Saarstatut war die Vision des saarländischen Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann, der das Saarland zum ersten europäischen Territorium machen wollte. Die Planung ganzer Stadtteile in und um Saarbrücken, die die heute in Brüssel, Luxemburg und Straßburg befindlichen europäischen Institutionen aufnehmen sollten, war bereits angelaufen.

Das Ergebnis der Abstimmung werteten die politisch Verantwortlichen in den beteiligten Regierungen als Wunsch der Saarländer, sich der Bundesrepublik anzuschließen. Am 27. Oktober 1956 wurde in Luxemburg der Saarvertrag abgeschlossen, worauf das Gebiet am 1. Januar 1957 als zehntes Land (ohne West-Berlin) zur Bundesrepublik Deutschland kam (sogenannte kleine Wiedervereinigung).

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Saarlandes

Die Namen der Merziger Anstalt -Der goldene Reiter

„An der Umgehungsstrasse / Kurz vor den Mauern unserer Stadt / Steht eine Nervenklinik / Wie sie noch keiner gesehen hat.… Hey, hey, hey, ich war der Goldene Reiter… und fiel so hoch von der Leiter“
Joachm Witt „Goldener Reiter“ 1980

Als Anstalt oder Irrenanstalt war sie uns als Kinder bekannt.

Sie flößte uns Respekt und Angst ein, dieser große, rote Sandsteinkomplex.
„Dau kömscht en de Anstalt, bei de Vereckten…“ wurde uns als Kinder manchmal gedroht wenn wir uns daneben benahmen.
Obwohl der Name Anstalt oder Irrenanstalt offiziell schon lange nicht mehr existierte, war dieser alte Ausdruck innerhalb der Bevölkerung immer noch im Umlauf.
Die erste Begegnung innerhalb der mauern hatte ich so 1076/77. Als Malerlehrling hatte ich öfters dort zu tun.
Es war schon ein mulmiges Gefühl als man das Tor passiert hatte und sich durch den Innenbereich auf den weg zur Arbeitsstelle machte.
Und einmal mußten wir durch einen großen Schlafsaal in dem die Kranken wie anno dazu mals lagen. Kein schöner Anblick.

Gegründet  1876 zusammen mit vier anderen Anstalten  in Grafenberg, Andernach, Düren und Bonn.
Zwischen 1872 und 1882 lösten fünf neue Anstalten in Andernach, Grafenberg, Merzig, Düren und Bonn das inzwischen veraltete, gefängnisartige Haus in Siegburg ab.

Die Namen der Institution:
1876           Provinziale Irrenanstalt Merzig
1912           Provinziale Heil- und Pflegeanstalt Merzig
nach 1945 Landesnervenklinik
ab 1960     Landeskrankenhaus
1998          Saarländische Heilstätten Gesellschaft (SHG)

Postkarte 1905

 

Kneipensterben, noch was …

Da fährt man mal wieder mit der Bahn, schon länger nicht mehr, und hat eine halbe Stunde Aufenthalt auf dem HBF Saarbrücken.
Früher besuchte ich dann die kleinen Kneipchen auf den Bahnsteigen.
Aber oh Schreck, die gibt es ja gar nicht mehr.
Runter vom Bahnsteig und in den Bahnhof rein
Und auch dort keine reine Gaststätte mehr zu entdecken.
Nur Cafes etc.
Dabei wollte ich nur ein Bierchen trinken.
Deutschland schafft sich ab, zumindest mal seine Kneipenkultur.

Muselfränkischer Kalenner möt sche.inen ahlen Billern

Moselfränkischer dreisprachiger Mundart Kalender von Gau und Griis

Ahl Fotos vun fre.ier schmecken de.i Monatsbillerr. On och zwoau zwei Themen Seiten seen dabei Autos vun fre.ier
5 Euro koscht een nur. Wouh? Beim Book & Seip een Mierziech geeft et enn. Awer och woau annerschts

 

 

 

Aquarell – Weinkeller

„Wein, Weib und Gesang“ nicht nur an an der Mosel hier bei uns im Saarland.
Auch auf dem Kreuzberg in Merzig gibt es wieder einen kleinen Weinberg.

Vor etwa 100 Jahren wurde am Kreuzberg noch mehr Wein angebaut und nicht nur dort.
Viele Orte im Kreis Merzig bauten Wein an.
Sogar in Mondorf (Straße im Wingert oberhalb des Friedhofs) und in Silwingen baute man die edlen Trauben an.
Aber solange währte der Weinanbau auf den Saargaudörfern nicht. Krankheiten und Klima machten dem bald ein Ende.
Drum verschwanden sie rasch die Weinkeller des Saargaues, wenn es sie denn so gegeben hat.
Später mal genauere Details über den Weinbau in unserer Region.

wein-kl

 

 

Geschichtliches – Das Silwinger Zollamt

Silwingen hatte auch ein Zollamt. Am 5. Juli 1959, dem Tag X, öffnete das Zollamt auf den Gauhöhen.1993 fiel der Schlagbaum. Und die Grenze war offen. Das Wohnhaus der Zöllner und das alte Zollhaus sind heute in Privatbesitz. Leider hat damals keiner daran gedacht den alten Schlagbaum zu sichern.

Einer der Zöllner schaffte es manchmal nicht nach Einkehr ins Wirtshaus bei uns gegenüber, den Weg zum Zollhaus zu schaffen. Und schlief dann auf der Bank vor unserem Haus. Meine Uroma bat ihn dann morgens immer ins Haus in die Küche, machte einen Kaffee und der Zöllner konnte sich nun gestärkt zum Dienst begeben. Den Namen nenne ich hier aber nicht. Das war in den 60ziger Jahren

650zoll-ende1993-1

Nachtrag: Buß und Bettag – der kalte Mittwoch

Von einem Saarhölzbacher Historiker freundlicherweise überlassen:

Ich versuche mal ein Wenig Licht ins Dunkel zu bringen, bezüglich der Grundlagen und der Herkunft des Brauchtums.
Mit dem Hochwald, den wir so als Landstrich grob beginnend um Losheim herum kennen, hat das nichts oder nur sehr wenig zu tun. Mit unserem heimischen Wald, der sich als großes zusammenhängendes Waldgebiet von Mettlach bis zum Erbeskopf erstreckt, sehr wohl. Hier sprechen wir vom Schwarzwälder-Hochwald. Richtig ist, dass hier an die traditionelle Nahrungszubereitung der Köhler erinnert wird. Mit einem harten Winter 1709 hat das nichts zu tun (vielleicht von kirchlicher Seite in einer speziellen Gemeinde, das mag sein). Mit der aufkommenden Industrialisierung im 19. Jhd. brauchten die Fabriken immer mehr Kohle, in unserer Region handelt es sich dabei natürlich um Villeroy & Boch. Da Stein- / Braunkohle nur einen bedingt geeigneten Brennwert für die Porzellanherstellung hat (die genauen Grundlagen der Porzellanproduktion kenne ich da nicht!) und außerdem der Transport von den Gruben „lange“ dauerte, verfeuerte V&B besonders viel Holzkohle, die in der direkten Umgebung gewonnen wurde. Zu nennen sind hier Mettlach selbst und im Besonderen Saarhölzbach. Saarhölzbach, wie der Name schon sagt (abgeleitet von der „Saar“ und dem „Holzbach“), war ein reines Waldarbeiterdorf, abgesehen von den Agrarflächen zur Nahrungsgewinnung der ortsansässigen Familien. Die Waldarbeiter schlugen Holz und flößten dies den Holzbach hinab bis zur Saar, wo es verschifft wurde. Dieser Vorgang gibt auch dem Bach und dem Ort seinen Namen. Ebenso wurde mit der Holzkohle verfahren, die im Wald herstellt wurde.
Da der Weg in den Wald teils lange war und die Köhlerei ein langwieriger Prozess, konnten diese Arbeiter es sich nicht leisten, z. B. zur Mittagszeit ins Dorf zu wandern, essen, pausieren etc. um danach wieder in den Wald zurück zu kehren, schon gar nicht im Winter, wenn es früh dunkel wurde.
So kam jemand auf die Idee, wer auch immer, das Fleisch (Kotletts) auf die selbe Art zuzubereiten, wie die Holzkohle; nämlich im Köhlerhaufen. Dadurch, dass durch feuchtes Laub, Moos und Schnee der Gluthaufen luftdicht abgeschlossen ist, verbrennen Feststoffe (Holz wird zu Kohle und nicht zu Asche) nicht. So lässt sich eben auch Fleisch garen, oder schmoren.
Ich vergaß noch zu erwähnen, warum man jetzt ausgerechnet am Buß- und Bettag in den Wald lief:
So ein Köhlerhaufen brauchte in der benötigten Größe zwischen 2 und 4 Wochen um abzubrennen und somit genüg Holzkohle zu fördern. Deshalb blieben tage- oder auch wochenlang ein oder zwei Männer im Wald. Da der Buß- und Bettag ein sehr hoher kirchlicher Feiertag war, wollten die Frauen und Kinder ihre Väter nicht alleine im Wald sitzen lassen und sind mit Sack und Pack in den Wald gestiefelt, den Papa besuchen. Als ich ein Kind war, wurde das auch immer so gehandhabt, dass die Väter früh in den Wald sind das Feuer anzünden und wir Kinder mit den Müttern erst am späten Morgen hinterher.

Die Tradition, dass „Alle“ in den Wald rennen und so ihre Kotletts zubereiten, stammt also tatsächlich aus dem kleinen Örtchen Saarhölzbach in der Gemeinde Mettlach. Hier liegt dann auch der Grund, warum sich die Tradition weiter verbreitet hat, auch in die nicht so waldreichen Regionen wie den Saargau. Die Tradition wandert also die Saar hinauf und kommt nicht von der Region „Hochwald“ runter.
Aber natürlich ist es ein schöner Vorgang, der ein wenig den Zusammenhalt und die Verbindung der kleinen saarländischen Dörfer zeigt und es ist schön, dass das heute noch praktiziert wird und dass es auch in benachbarten Regionen regen Anklang findet.

Renovierung altes Waschhaus Biringen

Erste Projekte für die Region Warndt-Saargau

In einer mehrstündigen Sitzung am 05.07.2016 haben die LAG-Vorstandsmitglieder über die sechs anlässlich des 1. Projektaufrufs eingereichten Projektanträge entschieden.

Als „förderwürdig“ im Sinne des LEADER-Programms haben sich die Projektvorhaben der Stadt Völklingen, der Gemeinde Rehlingen-Siersburg und des Vereins für Heimatforschung Wallerfangen e.V. erwiesen

Projekt Renovierung des alten Bringer Wachhauses

Da der Bach leider nicht durch Dorf oder in dessen Nähe floß mußten die Menschen einen kleinen Fußweg auf sich nehmen um ihre Wäsche zu waschen.
Was sicher im Winter und bei Regen nicht so angenehm war.

Die Überreste eines alten Waschhauses das sich außerhalb Biringens neben dem Saarlandradweg am Ufer des Biringer Baches befindet werden im Rahmen des Projektes
„Lebendige Ortschaften und aktives Engagement der Menschen in der Region“ innerhalb der Lokalen Entwicklungsstrategie „Rendez-vous Warndt-Saargau – gemeinsam, lebendig, grenzenlos“ der LEADER-Region renoviert und wieder hergestellt.

Waschhäuser gab es früher in allen Orten als es noch keine öffentliche Wasserversorgung gab.
Viele Waschhäuser wurden bis in die 50ziger Jahre betrieben.
Die meisten mußten danach moderneren Strukturen weichen uns wurden abgerissen.

Im Rahmen des Vorhabens sollen die vorhandene Mauer erweitert und ein Dach, Wegebefestigung sowie Bänke im Umfeld ergänzt werden. Ein Aufenthaltsort zum Ausruhen und Verweilen soll entstehen.
Das Vorhaben soll mit Bürgerengagement umgesetzt werden.

Quelle:http://www.warndt-saargau.eu/aktuelles/

Das Waschhaus auf einer Karte von 1880
Interessant auch das der Weg am Waschhaus vorbei der Hauptweg nach Oberesch ist.

waschhaus-biringen

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Wahlen 2017

Die Saarbrücker Zeitung aufgeschlagen und was sehe ich da?
Ein Saarpolitiker der als Direktkandidat zur Bundestagswahl aufgestellt wurde.
Und plötzlich will er Alles was er und seine Partei seit Jahrzehnten den Arbeitnehmern und Bürgern gegen über vernachlässigt hat wieder umsetzen. Für wie blöde halten diese Menschen den Bürger. Aber wenn es um Stimmen geht und damit auch um Ämter und spätere Pensionen dann ist Alles Recht. Äußerst verachtenswert.

Fotoausstellung Merziger Unfallfotos aus alten Zeiten in der Fellenbergmühle

Fotoausstellung Merziger Unfallfotos aus alten Zeiten in der Fellenbergmühle

Der Merziger Hauptkommissar Anton Schulz hat über Jahrzehnte mit seiner Fotokamera Unfälle festegehalten.
Eine Auswahl dieser Bilder zeigt ab November die Fellenbergmühle in Merzig. Vor allem Fotos aus den 50er und 60er Jahre werden dort zu sehen sein
6. November bis 18. Dezember sowie 1. bis 22. Februar 2017. Öffnungszeiten des Feinmechanischen Museums Fellenbergmühle (Marienstraße 34, 66663 Merzig): dienstags bis sonntags, 14.30 bis 17 Uhr.

Quelle: Saarbrücker Zeitung 29.10.2016

hotel-roemer

Hotel Römer Merzig, alte Postkarte