Archiv der Kategorie: Historisches

Das ehemalige industriereiche Kernstück des Saarlandes

Dieser Teil des Landes umfasst das Gebiet im Viereck Dillingen-Saarbrücken-Homburg-Ottweiler.

Fünf Eisenwerke, auch Hütten genannt, prägten diese Landschaft neben den Fördertürmen der Bergwerke:
Dillinger Hütte
Röchlingsches Eisenwerk Völklingen
Nenkircher Hütte
Burbacher Hütte
Hallberg Hütte

Wie man sieht sind die drei Kohlentäler Köllerbachtal, Fischbachtal und Sulzbachtal sehr waldreich auf den Hängen mit Laubbäumen bedeckt.
Der Wald wird immer wieder durch die Fördertürme der Kohlenschächte durchbrochen. 
Daher auch der Name Kohlengebirgswald.   
In dieser Region liegen auch die größten und bevölkerungsreichsten Städte und Gemeinden.
So war Dudweiler mit an die 30.000 Einwohner das größte Dorf.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bergbau_im_Saarland
http://www.saar-nostalgie.de/Saargruben.htm
http://www.saarlandbilder.net/orte/saarbruecken/brebach/huette.htm

Ostern ins Museum Schloss Fellenberg in Merzig

Am Ostersonntag und Ostermontag ist das Merziger Museum Schloss Fellenberg für einen kostenlosen Besuch geöffnet.
Jeweils von 14 – 18 Uhr kann man die Erweiterung der Ausstellung "Verschwundene Geschäfte im Landkreis Merzig-Wadern" bewundern.
Ein "Einkaufbummel" der etwas anderen Art der sicher auch alte Erinnerungen wieder auffrischt.

Einige Leihgaben habe ich dem Museum für diese Ausstellung auch zur Verfügung gestellt.
Daten, Bilder und alte Dokumente.
Interessant sicher die ersten Stromkarten die ich vor vielen Jahren beim Umbau im ersten Zählerkasten gefunden habe.
1914 erhielt Silwingen den ersten Strom. Der Verbrauch war so gering das sicher nur sehr schwache Lampen in den Häusern zum Einsatz kamen.

Klosterruine Wörschweiler

 

Vor einigen Jahren (2003) besuchten wir die Klosterruine Wörschweiler.

Das ehemalige Zisterzienserkloster liegt auf eine kleinen etwa 315m hohen Anhöhe, dem Marienberg über dem Bliestal bei Wörschweiler.
Die Abtei wurde 1130 von Graf Friedrich I. von Saarwerden und seiner Gemahlin Gertrud an der Stelle einer römischen Anlage „Gloria Romanorum“ als Benediktinerkloster gegründet und von Mönchen aus Kloster Hornbach unter einem Prior besiedelt, aber im Jahr 1171 von dem Zisterzienserkloster Villers-Bettnach in Lothringen übernommen und diesem als Tochterkloster unterstellt. Damit gehörte es der Filiation der Primarabtei Morimond an. Ein Klosterhof befand sich in Münchwies. Im Jahr 1558 wurde das Kloster durch den evangelisch gewordenen Herzog von Pfalz-Zweibrücken nach Niedergang im 15. und 16. Jahrhundert aufgehoben, jedoch wurden im Kloster Villers-Bettnach weiterhin Äbte für die Besitzungen des Klosters in Lothringen ernannt. 1614 wurde es infolge eines Unglücksfalls bei einem Brand zerstört. Die Wirtschaftsbauten wurden seit 1662 wieder benutzt. Freilegungsarbeiten fanden 1872 bis 1880 statt. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1954 bis 1958 wurde die Kirche freigelegt.

Noch ältere Funde lassen darauf schließen das hier schon die Kelten und Römer Kult und Temeplanlagen erbauten.
Alte schriftliche Quellen lassen darauf schließen. und auch die Nähe der römsichen anlage von Schwarzenacker.

Man kann die Ruine auf verschiedenen Wegen erreichen.
Wir nutzten damals den kürzeren Weg der neben der Klosterschenke den Berg hinauf geht.
Ein wenig steil aber doch zu schaffen 😉
Auch bei entsprechend höheren Temperaturen kann man diesen Weg wegen seiner meist durch den Wald führenden empfehlen.

Das Wirtshaus zum Klosterberg das damals noch von den „Nerother Wandervögeln“ gepachtet war, war eigentlich nicht öffentlich.
Aber man konnte trotzdem was zur Erfrischung dort kaufen.
Nach 2005 war die Schenke öffentlich. aber wie es scheint ist sie jetzt wieder geschlossen.

Wie man am Bauzaun auf den Bildern sehen kann wurde damals dort noch fleissig gebaut und renoviert.
Wie weit diese Arbeiten erledigt sind kann ich nicht sagen.

Möglich aber das noch an der  Sanierung der einsturzgefährdeten Westfassade gearbeitet wird.
Die Deutsche Denkmal Stiftung überbrachte im Januar 2010 eine größere Summe für diese wichtigen Renovierungsmassnahmen.
Ich habe mal eine eMail an das Kultur- und Verkehrsamt Homburg geschrieben um zu erfahren wie weit diese Arbeiten abgeschlossen sind.

Wenn alles so weit fertig ist dann werden wir die alte Klosterruine dieses Jahr wieder besuchen und viele Bilder schießen.


mittelalterliche Grabplatten der Stifterfamilie, der Familie von Lewenstein, des niederen Adels der Region sowie der Äbte des Klosters

So könnte der Innenhof früher ausgesehen haben

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_W%C3%B6rschweiler
http://www.kloster-woerschweiler.de/
http://www.denkmalschutz.de/2876.html
http://www.wandernmithans.de

Weitere Bilder:

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Was gibt es Neues auf Saar-Nostalgie …

Das Saarland war von 1948 bis 1956 ein autonomer Staat!
Keine lange Dauer und doch eine interessante, aufschlußreiche Zeit. 

Die Seite Saar-Nostalgie will diesen Saarstaat wieder aufleben lassen.
http://www.saar-nostalgie.de/

Die Seite wird laufend aktualisiert und freut sich über jeden Hinweis und Information dieser saarländischen Epoche.
Ab und zu werde ich im Saargau-blog darauf hinweisen was es auf Saar-Nostalgie Neues gibt.

 

Das Wappen des autonomen Saarlandes:
Dem aufmerksamen Beobachter ist dieser kleine Aufkleber sich schon auf vielen saarländischen Autos aufgefallen.
Was bewegt den Saarländer nun sich das alte Wappen aufs auto zu kleben?
Ist es nur die Erinnerung an den autonomen Saarstaat?
Oder ist es gar der versteckte Wunsch ein eigenes kleines Ländchen wie Luxembourg zu sein?
Der Saarstatut wurde am 23 Oktober 1955 von zweit Dritteln abgelehnt. Und damit war der Weg des Saarlandes in ein europäisches Staatsgebilde pase.
Die Vereinigung mit der Bundesrepublik Deutschland als 10 Bundesland wurde am 1 Januar 1957 offiziell.

Würde es uns heute besser gehen wenn das Saarstatut damals anders ausgegangen wäre?
Durchaus eine Möglichkeit, man denke nur an unser Nachbarland Luxembourg.
Das Saarland liegt und lag immer schon im Randgebiet der beiden Nationen Deutschland und Frankreich.
Und seit die deutsche Landeshauptstadt von Bonn nach Berlin gewechselt hat ist das Saarland mit Sicherheit noch mehr aus dem Blickwinkel der deutschen Politik gerückt.

Ob wir froh oder traurig sein sollen das es nicht zum Saarstatut und damit zu einem dauerhaften Saarstaat kam, das mag Jeder selbst entscheiden!
Ich denke aber das die Mehrheit der Saarländer auf jeden Fall weiterhin für ein Weiterbestehen des Bundeslandes Saarland sind.

Es gab aber 1935 schon mal ein Saarstatut!
Mehr davon zu einem späteren Zeitpunkt.

Alte Karte Silwingen 1:25 000 (1843-1878)

Die Ur-Messtischblätter 1:25 000 (1843-1878)
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts sollte in Frankreich ein verbessertes Kartenwerk die Cassini-Karte ablösen. Preußen sah sich veranlasst, ebenfalls über genauere und aktuellere Informationen zu verfügen. In den preußischen und nassauischen Provinzen wurde daher 1843 – 1878 vom „Preußischen Topographischen Bureau“ unter der Leitung von Offizieren des Generalstabes eine neue Landesaufnahme durchgeführt. Sie erfolgte im Maßstab 1:25 000 mit Messtisch, Kompass, Wasserwaage und Diopterlineal. Die Karten wurden in en ersten Jahren als Militärgeheimnis gehütet. Die einzelnen Blätter orientierten sich an dem bereits 1821 durch von Müffling vorgeschlagenen Blattschnitt von 10 von West nach Ost verlaufenden Längenminuten und 6 von Nord nach Süd gezählten Breitenminuten. Dadurch erhielten sie aufgrund der Konvergenz der Meridiane eine charakteristische Trapezform…

Die Karten kann man hier KAUFEN