Archiv der Kategorie: Brauchtum

Die Vergangenheit von Silwingen

Momentan bin ich mehr mit der Ortschronik und Sichtung erhaltener Daten aus der Vergangenheit unseres Ortes und dem Aufbau eines Wikis ( Langzeitprojekt) für die Ortschronik beschäftigt. Hat jetzt Vorrang

Besonders interessant eine handgeschriebene Ortschronik von 1950/51. Geschrieben von Lehrer Baumann.
Rund 20 handgeschriebene Seiten. Schwerpunkt die Zeit um den 2 Weltkrieg.
Evakuierungen und Leben der Leute während und nach dem Krieg.
Erhalten von Dietmar Zenner

 

Historische Bilderflut -altes Foto

Unser Aufruf um historisches Material an die Silwinger hat uns eine wahre historische Bilderflut beschert.

Roland Bohr hat mir über 300 Bilder von früher aus den verschiedensten Bereichen überlassen. Vielen Dank.

Das folgende Bild zeigt frühere Erntearbeiten.
Rechts oben ist das Haus Schwarz Manfred,Renate zu sehen.
Laut Renate Schwarz ist das Foto nach 1938 entstanden.
Ganz vorne das Haus Maurer mit der noch nicht umgebauten Scheune links.
Den Schuppen neben dem Haus gibt es auch noch nicht.

Altes Wegekreuz in Silwingen

Das alte Wegekreuz wird dieses Jahr 200 Jahre alt.
Es befindet sich in einer Mauernische gegenüber dem Haus Mondorferstraße 27.

Es stellt die Kreuzigung dar.
Auf dem Sockel ist die Jahreszahl 1817 zu erkennen.
Eine Restauration scheint aber zu teuer zu sein, so das dieses alte Denkmal nach und nach verfallen wird.
Eine Möglichkeit wäre aber die Mauernische mit einer durchsichtigen, bruchsicheren Glasplatte zu verschließen.

Wissenswertes zu den Rauhnächten 02

Die indogermanischen Kelten feierten diesen Brauch zu Samhain, was in der Neuzeit zu Halloween avancierte. Zumindest an den vier besonders wichtigen Rauhnächten (21. Dezember, 24. Dezember, 31. Dezember und 5. Januar) werden im Volksbrauchtum Haus und Stall vom Hausvater mit Weihwasser und Weihrauch gesegnet, Kerzen entzündet und Gebete gesprochen. Diese vier Rauhnächte galten mancherorts als derart „gefährlich“, dass sie mit Fasten und Beten begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine Wäsche auf der Leine hängen. Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine auf der Straße sein.

In den zwölf Nächten, auch „die krummen Tage“ genannt, spinnt man nicht, weil sonst Frau Holle oder Frau Harre kommt und den Rocken verunreinigt. oder weil man Zank und Ungeziefer in das Haus zu spinnen meint.
Auch fürchtet man, daß die Hühner das ganze Jahr über keine Eier legen.
In anderen Gegenden hütet man sich davor, Hülsenfrüchte zu essen, weil man sonst Geschwüre bekommt.
Ein armer Mann aus Thüringen erzählte, dass es in seiner Jugend Sitte gewesen sei, in den zwölf Nächten in den Garten zu gehen, an allen Obstbäumen zu rütteln und ihnen zuzurufen: „Bäumchen, schlaf nicht, Frau Holle kommt!“
Frau Holle ist die uralte germanische Göttin HEL, mit den roten Augen der Hexen.

 

So geistern viele kuriose Gerüchte über die Rauhnächte umher und in jedem Jahr werden es mehr. So heißt es doch, dass wir in den Rauhnächten nicht um Geld spielen sollen. Eines bin ich mir gewiss, die Rauhnächte sind ganz sicher älter als das Geld selbst.

Räume nicht auf und wasche nicht an Weihnachten und zu Silvester ist auch kein ursprünglicher Rauhnachtsbrauch. Der Ursprung des heutigen Weihnachtsfestes liegt in der Wintersonnenwende und diese ist zumeist 3 Tage vor Weihnachten. Auch das Silvesterfest, wie wir es kennen, gab es noch nicht, als die Rauhnächte geboren wurden.

Vieles wurde im Laufe der Geschichte verfälscht und es ist heute wirklich sehr schwer zu sagen, welche Bräuche den Ursprüngen am ehesten entsprechen.

Zu guter Letzt sollst du in den Rauhnächten nicht mit den Türen knallen, du sollst nichts Geliehenes im Hause haben und dir deine Haare und Fingernägel nicht schneiden.

Über alles Weitere sind sich wohl selbst die Götter nicht ganz einig.

http://anthrowiki.at/Raun%C3%A4chte#Die_Wilde_Jagd
https://de.wikipedia.org/wiki/Rauhnacht

Wissenswertes zu den Rauhnächten 01

Die Festeszeit der Raunächte hat ihren Ursprung in der germanischen Zeitrechnung. Die Germanen kannten das Mond- und das Sonnenjahr, wobei sie in Mondzyklen von ca. 29,5 Tagen rechneten. Da das Sonnenjahr aber 365 Tage hat, besteht eine Differenz von 11 Tagen und 12 Nächten. Diese 12 Nächte sind die 12 Weihnächte oder Rauhnächte, von denen jede einem Mondzyklus entspricht. Die zwölf Monate, nach denen auch die Germanen das Jahr gliederten, bilden sich in der Abfolge der zwölf Nächte ab und Orakel, die in diesen Nächten gestellt wurden, sollten eine prophetische Vorbedeutung für die entsprechenden Monate des folgenden Jahres haben.

Altem Volksglauben zu Folge seien die Rauhnächte zum Erstellen von Orakeln sehr geeignet. Im Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube in Form des Bleigießens bis heute weiter gepflegt.

Um Mitternacht sollen Tiere die menschliche Sprache sprechen können und die Zukunft voraussagen. Wer das allerdings hört, der sterbe unmittelbar danach.

Quellen unter anderem:
http://anthrowiki.at/Raun%C3%A4chte#Die_Wilde_Jagd
https://de.wikipedia.org/wiki/Rauhnacht

Die Rauhnächte, die wilde Jagd

Der Beginn der Rauhnächte!

Es ist die Zeit der Geister, Toten, Dämonen, Orakel, der wilden Jagd …
Es gibt unterschiedliche Deutungen wann diese Nächte beginnen und enden.  Irgend wann zwischen dem 21 Dez. und dem 6. Jan.
Auf jeden Fall verschmelzen in ihnen auch die uralten Bräuche unserer Ahnen mit denen des Christentums.
Die Zeit zwischen den Jahren, den Dimensionen …
Während der Rauhnächte sollen dem Volksglauben nach die Tore des Totenreichs offen stehen und Geister und Dämonen umgehen.

Je nach Region ist die Zahl der Rauhnächte aber sehr unterschiedlich.
Von 3 bis 12 ist die Rede.
Als Raunächte (auch Rauhnächte oder Rauchnächte) oder Weihnächte werden gemeinhin die Zwölf Heiligen Nächte (auch Zwölfte oder Glöckelnächte) zwischen dem 25. Dezember (Christtag) und dem 6. Januar (Dreikönig bzw. Epiphanias) bezeichnet. Zählt man auch den 24. Dezember dazu, den Heiligen Abend, der zugleich der Adam-und-Eva-Tag ist, wo wir der Vertreibung aus dem Paradies gedenken, ergeben sich Dreizehn Heilige Nächte.

Mancherorts wird auch die Thomasnacht, die Nacht zum 21. Dezember, die längste Nacht des Jahres, zu den Raunächten hinzugezählt. Gelegentlich werden die Zwölf Heiligen Nächte auch vom Thomastag an gezählt und enden dann mit Neujahr.

Als die vier wichtigsten Rauhnächte werden oft genannt:

    21./22. Dezember (Thomasnacht / Wintersonnenwende) (Längste Nacht des Jahres)
    24/25. Dezember (Christnacht)
    31. Dezember/ 1. Januar (Silvesternacht)
    5./6. Januar (Epiphaniasnacht)
    
Im Kreislauf der Natur hat jede Jahreszeit ihren Platz und Berechtigung.
Daran sollten auch alle Jene denken die die dunkle Jahreszeit nicht mögen.

Nutzen wir die Dunkelheit und nächtliche Stille zur Ruhe, Besinnung oder einfach nur zum Ausruhen vom Alltag.
Freuen wir uns auf das Weihnachtsfest aber vergessen wir nicht die denen es nicht so gut geht wie uns.

Leider ist der Winter alles andere als Winterlich.
Darum auch dieses Gedicht das  in diese Jahreszeit passt.

Heute am 21 Dezember dem Thomastag ist der dunkelste Tag des Jahres.
Der kürzeste Tag und die längste Nacht.

Aber ab morgen schon werden die Tage wieder länger.
Zwar langsam aber stetig.
„Ab Thomastag wächst der Tag um einen Hahnenschrei“

Durch die Neigung der Erdachse 23,5 Grad zur Senkrechten beträgt fällt die Sonne im Sommer in einem fast Senkrechten Winkel auf die Erde   und im Winter in einem schrägen Winkel.
Das kostet Energie und dadurch geht Wärme verloren

Die Wintersonnenwende war in vielen antiken und frühmittelalterlichen Kulturen ein wichtiges Fest, das oft ein paar Tage vor bzw. nach dem Datum der tatsächlichen Sonnenwende gefeiert wurde. Zur Zeit der Einführung des Julianischen Kalenders lagen die Sonnenwenden auf dem 25. Dezember

Mit Sicherheit kannten auch unsere Vorfahren die Kelten den Tag der Wintersonnenwende.
Läutet er doch einen Umbruch im Tagesverlauf ein.
In wie weit aber das Sonnenfest das auf irische und schottische Feuerfeste zurück geht ist nicht so recht bekannt.

Vielfach wird aber davon berichtet das sowohl die Kelten als auch die Germanen die Zeit der Wintersonnenwende und die drauf folgenden Rauhnächte feierten.
Das Julfest war auf jeden Fall in den nordischen Ländern bekannt.

Mehr zu den Rauhnächten in den nächsten Tagen.

 

Das festliche Jahr img020 Der wilde Jäger (Anknüpfung an Wodan)

 Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
http://wiki.anthroposophie.net/index.php?title=Ätherleib Ätherleib
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und steht unter der  http://www.gnu.org/licenses/fdl.txt GNU Lizenz für freie Dokumentation und der http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ Creative Commons „Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen“.
In AnthroWiki ist eine http://wiki.anthroposophie.net/index.php?title=Ätherleib&action=history
Liste der Autoren] verfügbar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rauhnacht

Wintersonnenwende, Thomastag

21. Dezember: St. Thomas

Heute am 21 Dezember dem Thomastag ist der dunkelste Tag des Jahres.
Der kürzeste Tag und die längste Nacht.

Namenstage:Thomas, Ingomar, Peter, Richard, Bazela, Petrus Canisius, Johannes;

    Wenn Sankt Thomas dunkel war, gibt’s ein schönes neues Jahr.
    Sankt Thomas bringt die längste Nacht, weil er den kürzesten Tag gebracht.
    Am Thomastag wächst der Tag nur einen Hahneschritt.
    Wenn St. Thomas dunkel war, gibt´s ein schönes neues Jahr.
    Friert’s am kürzesten Tage,so ist’s immer eine Plage.
    Aber ab morgen schon werden die Tage wieder länger.Zwar langsam aber stetig.
    „Ab Thomastag wächst der Tag um einen Hahnenschrei“

Am  21. Dezember war in der bäuerlichen Tradition auch der Tag, an dem die Schlachtung der Mettensau erfolgte. Das auch als „Weihnachter“ bezeichnete Hausschwein wurde speziell für den weihnachtlichen Festbraten nach der Christmette gemästet.
    
Geräuchert wird in den Rauhnächten zur Abwehr oder zur Segnung von Haus, Hof und Vieh.
Aber nicht am Thomastag.
    
Durch die Neigung der Erdachse 23,5 Grad zur Senkrechten beträgt fällt die Sonne im Sommer in einem fast Senkrechten Winkel auf die Erde   und im Winter in einem schrägen Winkel.
Das kostet Energie und dadurch geht Wärme verloren

Die Wintersonnenwende war in vielen antiken und frühmittelalterlichen Kulturen ein wichtiges Fest, das oft ein paar Tage vor bzw. nach dem Datum der tatsächlichen Sonnenwende gefeiert wurde. Zur Zeit der Einführung des Julianischen Kalenders lagen die Sonnenwenden auf dem 25. Dezember

Mit Sicherheit kannten auch unsere Vorfahren die Kelten den Tag der Wintersonnenwende.
Läutet er doch einen Umbruch im Tagesverlauf ein.
In wie weit aber das Sonnenfest das auf irische und schottische Feuerfeste zurück geht ist nicht so recht bekannt.

Vielfach wird aber davon berichtet das sowohl die Kelten als auch die Germanen die Zeit der Wintersonnenwende und die drauf folgenden Rauhnächte feierten.
Das Julfest war auf jeden Fall in den nordischen Ländern bekannt.

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
[http://wiki.anthroposophie.net/index.php?title=Ätherleib Ätherleib]
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https://de.wikipedia.org/wiki/Thomasnacht

Muselfränkischer Kalenner möt sche.inen ahlen Billern

Moselfränkischer dreisprachiger Mundart Kalender von Gau und Griis

Ahl Fotos vun fre.ier schmecken de.i Monatsbillerr. On och zwoau zwei Themen Seiten seen dabei Autos vun fre.ier
5 Euro koscht een nur. Wouh? Beim Book & Seip een Mierziech geeft et enn. Awer och woau annerschts

 

 

 

Wetterregeln – Bauernregeln 4 Dezember Barbaratag

4. Dezember: St. Barbara
Auf Barbara die Sonne weicht, auf Lucia (13.12.) sie wiederum her schleicht.
Geht Barbara im Klee, kommt das Christkind im Schnee.
Knospen an Sankt Barbara, sind zum Christfest Blüten da.
Nach Barbara geht’s frosten an, kommt’s früher, ist nicht wohlgetan.
Zweige schneiden zu Sankt Barbara, Blüten sind bis Weihnachten da.

5. Dezember
Nach Barbara (4. Dezember) geht’s Frosten an, kommt’s früher, ist nicht wohlgetan.
Sankt Gerald, es wird kalt.

Nach einer alten Tradition werden am Barbaratag Zweige von einem Obstbaum (meist von einem Kirschbaum, einem Apfelbaum) oder einer Forsythie geschnitten und ins Wasser gestellt.[13] Diese Barbarazweige, in den Alpen Barbarabaum, sollen bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht in die Wohnung bringen. Dies geht zurück auf einen Einzelzug der Legende: Auf dem Weg in das Gefängnis blieb Barbara mit ihrem Gewand an einem Zweig hängen. Sie stellte den abgebrochenen Zweig in ein Gefäß mit Wasser, und er blühte genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_von_Nikomedien


Wikimedia Commons/KarlGruber

 

Nachtrag: Buß und Bettag – der kalte Mittwoch

Von einem Saarhölzbacher Historiker freundlicherweise überlassen:

Ich versuche mal ein Wenig Licht ins Dunkel zu bringen, bezüglich der Grundlagen und der Herkunft des Brauchtums.
Mit dem Hochwald, den wir so als Landstrich grob beginnend um Losheim herum kennen, hat das nichts oder nur sehr wenig zu tun. Mit unserem heimischen Wald, der sich als großes zusammenhängendes Waldgebiet von Mettlach bis zum Erbeskopf erstreckt, sehr wohl. Hier sprechen wir vom Schwarzwälder-Hochwald. Richtig ist, dass hier an die traditionelle Nahrungszubereitung der Köhler erinnert wird. Mit einem harten Winter 1709 hat das nichts zu tun (vielleicht von kirchlicher Seite in einer speziellen Gemeinde, das mag sein). Mit der aufkommenden Industrialisierung im 19. Jhd. brauchten die Fabriken immer mehr Kohle, in unserer Region handelt es sich dabei natürlich um Villeroy & Boch. Da Stein- / Braunkohle nur einen bedingt geeigneten Brennwert für die Porzellanherstellung hat (die genauen Grundlagen der Porzellanproduktion kenne ich da nicht!) und außerdem der Transport von den Gruben „lange“ dauerte, verfeuerte V&B besonders viel Holzkohle, die in der direkten Umgebung gewonnen wurde. Zu nennen sind hier Mettlach selbst und im Besonderen Saarhölzbach. Saarhölzbach, wie der Name schon sagt (abgeleitet von der „Saar“ und dem „Holzbach“), war ein reines Waldarbeiterdorf, abgesehen von den Agrarflächen zur Nahrungsgewinnung der ortsansässigen Familien. Die Waldarbeiter schlugen Holz und flößten dies den Holzbach hinab bis zur Saar, wo es verschifft wurde. Dieser Vorgang gibt auch dem Bach und dem Ort seinen Namen. Ebenso wurde mit der Holzkohle verfahren, die im Wald herstellt wurde.
Da der Weg in den Wald teils lange war und die Köhlerei ein langwieriger Prozess, konnten diese Arbeiter es sich nicht leisten, z. B. zur Mittagszeit ins Dorf zu wandern, essen, pausieren etc. um danach wieder in den Wald zurück zu kehren, schon gar nicht im Winter, wenn es früh dunkel wurde.
So kam jemand auf die Idee, wer auch immer, das Fleisch (Kotletts) auf die selbe Art zuzubereiten, wie die Holzkohle; nämlich im Köhlerhaufen. Dadurch, dass durch feuchtes Laub, Moos und Schnee der Gluthaufen luftdicht abgeschlossen ist, verbrennen Feststoffe (Holz wird zu Kohle und nicht zu Asche) nicht. So lässt sich eben auch Fleisch garen, oder schmoren.
Ich vergaß noch zu erwähnen, warum man jetzt ausgerechnet am Buß- und Bettag in den Wald lief:
So ein Köhlerhaufen brauchte in der benötigten Größe zwischen 2 und 4 Wochen um abzubrennen und somit genüg Holzkohle zu fördern. Deshalb blieben tage- oder auch wochenlang ein oder zwei Männer im Wald. Da der Buß- und Bettag ein sehr hoher kirchlicher Feiertag war, wollten die Frauen und Kinder ihre Väter nicht alleine im Wald sitzen lassen und sind mit Sack und Pack in den Wald gestiefelt, den Papa besuchen. Als ich ein Kind war, wurde das auch immer so gehandhabt, dass die Väter früh in den Wald sind das Feuer anzünden und wir Kinder mit den Müttern erst am späten Morgen hinterher.

Die Tradition, dass „Alle“ in den Wald rennen und so ihre Kotletts zubereiten, stammt also tatsächlich aus dem kleinen Örtchen Saarhölzbach in der Gemeinde Mettlach. Hier liegt dann auch der Grund, warum sich die Tradition weiter verbreitet hat, auch in die nicht so waldreichen Regionen wie den Saargau. Die Tradition wandert also die Saar hinauf und kommt nicht von der Region „Hochwald“ runter.
Aber natürlich ist es ein schöner Vorgang, der ein wenig den Zusammenhalt und die Verbindung der kleinen saarländischen Dörfer zeigt und es ist schön, dass das heute noch praktiziert wird und dass es auch in benachbarten Regionen regen Anklang findet.

Kalter Mittwoch – Buß und Bettag

Heute ist „Kalter Mittwoch“ – Buß und Bettag“

Das waren noch Zeiten als der „Kalte Mittwoch“ Feiertag war.
Lang ist es her. Um genau zu sein:
Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Buß- und Bettag auf einen Sonntag gelegt und damit als separater Feiertag abgeschafft – zur Aufbietung aller Kräfte im Krieg. Nach Kriegsende wurde er wieder eingeführt. Die westdeutschen Bundesländer (mit Ausnahme Bayerns) erklärten ihn nach dem Krieg zum gesetzlichen Gedenk- und Feiertag. Bayern zog 1952 nach, jedoch wurde der Tag zunächst nur in Regionen mit überwiegend evangelischer Bevölkerung gesetzlich anerkannt. Ab 1981 war der Buß- und Bettag auch in überwiegend katholisch bevölkerten Regionen Bayerns ein arbeitsfreier Feiertag und wurde nunmehr in der gesamten Bundesrepublik einheitlich begangen.

So Ende der 70ziger als Silwingen noch eine Pfadfindergruppe hatte.
Veranstaltete diese, da war ich auch dabei, eine Schnitzeljagd.
Start war morgens am Bürgerhaus und Ziel irgend wo im Wald.
Eine Spur wurde gelegt und die Leute begaben sich auf den Weg.

Der Weg zum Ziel war mit einigen Kontrollpunkten bestückt, an denen es natürlich auch was zum Aufwärmen gab. Das Ziel war jedes Jahr ein anderes. Und das Wetter war egal. Um so schmuddeliger um so besser.

Am Zielplatz im Wald angekommen  und schwenkte am offenen Feuer und wärmte sich mit Tee mit Rum und diversen Schnäpsen.
Lang ist es her.

Die Tradition des Kotlettenbratens im Wald soll von den Holzfällern und/oder Köhlern im Hochwald kommen.

Wie diese Tradition aber in unsere nicht gerade so waldreiche Gegend kam ist unbekannt.
Die Schnitzeljagd wurde damals von einem eingeheirateten Bürger aus der St. Wendeler Gegend eingeführt. St. Wendel ist so weit nicht vom Hochwald entfernt und waldreicher als der Saargau.

Der „Kalte Mittwoch“ soll an an einen äußerst strengen Winter im Jahre 1709 erinnern.
Die Saar war komplett zugefroren und es verwendeten viele Tiere in Wald und Feld.
In der darauf folgenden Dürreperiode verhungerten viele Menschen.
Die Kirche führte daraufhin am „Kalten Mittwoch“ eine Bannprozession durch, um für das Vermeiden solcher Naturkatastrophen zu beten.

Buß und Bettage

Martinsumzug und Probleme wo keine sind …

Probleme werden aufgezeigt wo keine sind!
Wo ist das Problem? Im letzten Amtsblatt der Stadt Merzig wird bei jedem Ortsteil der eine solche Veranstaltung abhält auch dies als Martinsfest oder Martinsfeier, Martinsumzug genannt.Und es gibt keine Beschwerden von irgend welcher Seite.

In Silwingen findet der Martinsumzug am 12 November statt. Mit Musik, Musikverein Fremersdorf,  und St. Martin auf dem Pferde geht es von der Kapelle Richtung Bürgerhaus. Dort erwartet die Bürger ein Martisnfeuer, Martinsbretzeln für die Kinder und eine Tombola. anschließen Umtrunk für Alle.
 
https://www.facebook.com/lothar.bauer01/posts/1418672914817362

stmartin01

 

 

Dokumentarfilm „Kuhdorf war gestern“ über dörflichen Wandel auf dem Land. 6 November

Da ich auch auf dem Dorf lebe schaue ich es mir an. Und bin mal gespannt was dort anders oder eben nicht anders als bei uns ist oder war.
Das schwindende Gemeinschaftsgefühl kann ich unterstreichen. Rückgang und Verschwinden von Geschäften und Gastronomie. Vereine verschwinden ebenso. Viele leben nur noch auf dem Dorf des billigen Preises und der Ruhe wegen. Ansonsten kein Kontakt zu den anderen Bewohnern. Trotzdem kann nichts unseren großen Garten und die Ruhe vermiesen.

1 November Allerheiligen

1. November: Allerheiligen
Allerheiligen (lateinisch Festum Omnium Sanctorum) ist ein christliches Fest, zu dem aller Heiligen gedacht wird.
Da der heutige Tag sehr schön war, halten wir mal diese alten Wetteregeln im Auge:

    Allerheiligen klar und helle, sitzt der Winter auf der Schwelle.
    Ist’s zu Allerheiligen rein, tritt Altweibersommer ein.
    Hat Allerheiligen Sonnenschein, wird’s um Martini (11. November) umso kälter sein.
    
Vereinsamt
Friedrich Nietzsche

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. –
Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist Du Narr
Vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt – ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends halt.

Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr
Dein Lied im Wüstenvogel-Ton! –
Versteck, du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein. –
Weh dem, der keine Heimat hat.

http://gutenberg.spiegel.de – title    Vereinsamt – type    poem – author    Friedrich Nietzsche – sender    Alex.Koch@gmx.de
firstpub    1882

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Wetterregeln – Bauernregeln 27,28 und 29 Oktober

27. Oktober
    Wer Weizen sät vorm Simonstage (28. Oktober), dem trägt er goldene Ähren ohne Frage.
    Bevor du Simon (und) Judas (28. Oktober) schaust, pflanze Bäume, schneide Kraut.

28. Oktober: Apostel Simon und Apostel Judas
    Ist’s an Judas hell und klar, gibt’s Regen erst an Cäcilia (22. November).
    Simon und Juda, ja die zwei, führen oft den Schnee herbei.
    Bevor du Simon und auch Judas schaust, pflanze Bäume, schneide Kraut.
    Simon und Judä hängen an die Stauden Schnee.

29. Oktober
    Wenn Simon und Judas (28. Oktober) vorbei, rückt der Winter schnell herbei.

Bauernregeln -Wetterregeln – 29. September: Die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael

29. September: Die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael

    Der Michel zündt’s Licht an.
    Regnet’s am Michaelistag, folgt milder Winter nach. Wenn aber Michael der Wind kalt
weht,  ein harter Winter zu erwarten steht.

    Auf nassen Michaeltag, nasser Herbst folgen mag.
    Gibt Michaeli Sonnenschein, wird in zwei Wochen Winter sein.
    Sind Zugvögel an Michaeli noch hier, haben bis Weihnachten lind Wetter hier.
    Fallen die Eicheln vor Michaeli ab, so steigt der Sommer früh ins Grab.
    Um Michaelis in der Tat gedeiht die beste Wintersaat.
    Kommt Michael heiter und schön, wird es noch vier Wochen so weitergehen.  
    Bringt St. Michael Regen, kannst Du gleich den Pelz anlegen.

    Am 29. September ist Michaelistag
    Der „Michaelistag“ erinnert an den Erzengel Michael.
    Der Michaelistag – der „Tag des Erzengels Michael und aller Engel“
    Im Volksmund wurde der Gedenktag Michaelis oder Michaeli genannt. ‚
    Traditionell war der Michaelistag ein beliebter Termin für laufende Miet-, Pacht- oder
Zinszahlungen und, wie Mariä Lichtmess, ein traditioneller Termin für die Verdingung von
Knechten oder Mägden.

    Ab jetzt wird wieder künstliches Licht gebraucht um zu arbeiten.
    Das wurde früher traditionell mit einem sogenannten „Lichtschmaus“ gefeiert.
    Früher hat man am Vorabend des Michaelstags (29. September) das Michelsfeuer
angezündet.

    Es wurde nicht auf dem Felde gearbeitet, nicht gesponnen, und am Montag danach
bekamen auch Gesellen und Lehrlinge von ihren Meistern einen freien Tag, um den Beginn
der Lichtarbeit, der Arbeit bei künstlichem Licht, zu feiern.

Wetter Regeln – Bauernregeln 9 September St. Gorgon

Ist Gorgon schön, bleibt’s noch sechs Wochen schön.
Sankt Georgen treibt die Lerchen davon.
Bringt St. Gorgon Regen, folgt ein Herbst mit bösen Wegen.
Bringt Sankt Gorgon Regen, folgt ein Winter mit wenig Segen.
Regnet es am Sankt Gorgons Tag, geht dir Ernte verloren bis auf den Sack.
Ist’s Wetter an Gorgon sonnig, bleibt’s die nächsten Tage wonnig.

Wetterregeln – Bauernregeln 15. August: Maria Himmelfahrt

15. August: Maria Himmelfahrt
An diesem Tag werden in der katholischen Kirche verbreitet auch Kräuter gesegnet.
Der sogenannte Kräuterwisch der aus verschiedenen Kräutern besteht.
Dieser Strauß wird mir ins Hochamt genommen und dort gesegnet.
Er wird im Haus aufgehängt in Bauernhäusern wenn noch vorhanden im sogenannten Herrgottswinkel.
In früheren Zeiten hängte man den Kräuterwisch auch unters Dach zum Schutz vor Blitzschlag.
Starb Jemand im Haus wurde dem Verstorbenen ein Teil des Straußes mit in den Sarg gelegt.

Wegwerfen soll man ihn aber nicht wenn man den neuen Wisch gesegnet hat und aufhängen will, das soll Unglück bringen.
Verbrennen im Herd wäre eine Möglichkeit

Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag.
Um Maria Himmelfahrt, das wisse, gibt es schon die ersten Nüsse.
Wer Rüben will recht gut und zart, sä’ sie an Mariä Himmelfahrt.
Mariä Himmelfahrt im Sonnenschein, bringt viel und guten Wein.
„Hat unsere Frau gut Wetter,wenn sie zum Himmel fährt,gewiß sie guten Wein beschert.”

Da es heute hei0 war kann man sich ja ausrechnen wie das Wetter weiterhin wird.
Beim heißen Wetter sollte man unsere gefiederten Freunde nicht vergessen und ihnen ein paar Vogeltränken zur Verfügung stellen.

Neben unserem kleinen Brunnen auf der Terrasse gibt es noch diese beiden in unserem Garten.
Aber immer nachschauen und bei Bedarf auffüllen.

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Wetterregeln – Bauernregeln August

Für Anfang August und den Monat allgemein
   
    Stellt im August sich Regen ein, so regnet’s Honig und guten Wein.
    Trübe Aussicht an den Hundstagen, trübe Aussicht das restliche Jahr.
    Je dicker die Regentropfen im August, je dicker wird auch der Most.
    Ist’s in der ersten Augustwoche heiß, bleibt der Winter lange weiß.
    Bringt der August viel Gewitter, wird der Winter kalt und bitter.
    Was der August nicht vermocht, kein September mehr kocht.
    Nebel im August – ein kalter Winter.
    Singt der Buchfink früh vor Sonnaufgang,kündet er viel Regen an
    Bleiben die Störche noch nach Bartholomä (24. August), kommt ein Winter, der tut nicht
    weh
    
1. August: Petri Kettenfeier
Ist’s von Petri bis Lorenzi (10. August) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.
An Petri Kettenfeier von diesem Ort ziehen die Störche fort.

5. August: St. Oswald, Maria Schnee
Oswaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.
Regen an Maria Schnee tut dem Korn empfindlich weh.
Zu Oswald wächst die Rübe bald.

7. August: St. Afra, Maria Schnee
An Sankt Afra Regen kommt für den Bauer ungelegen.
An Sankt Afra Regen fällt, den Bauern es noch lange quält.

5. August  günstiger Tag für die Zauberei.
Am 6. August 1945 warf die US-Luftwaffe die Atombombe über Hiroshima ab.

Wetterregeln, Bauernregeln Jakobstag 25 Juli

25. Juli: St. Jakobus, Jakobstag

Jakobus war einer der zwölf Apostel und der ältere Bruder des Hl.Johannes

Jacobi ist ein Lostag und ein wichtger für das kommende Wetter

Bläst Jakobus weiße Wölkchen in die Höh, sind’s Winterblüten zu vielem Schnee.
Sind an Jakobi die Tage warm, gibt’s im Winter viel Kält’ und Harm.
Jakobi ohne Regen deutet auf strengen Winter.
Um Jakobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken.
Sankt Jakob nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frisches Brot.
Jakobi klar und rein, wird das Christfest frostig sein.
Gegen Margareten und Jakoben, die stärksten Gewitter toben.
Wenn Jacobi tagt, werden die jungen Störche vom Nest gejagt.
Wenn Jakobi kommt heran, man den Roggen schneiden kann.
Ist Jacobus am Ort, ziehn die Störche bald fort.
Am Jakobstag fällt die Noss auf einen Schlag
Der Jakobustag war früher ein Bauernfeiertag.
Es ist der Tag des Erntebeginns. Vor allem Weizen und Roggen werden jetzt geerntet.

Auf diesen Tag warten die Kinder sehnsüchtig.
Die Jakobsbiren werden reif, und nun ist nach ihrer Meinung alles Obst genießbar, sei es auch noch so grün.
Das Warten auf neues Obst hat ein Ende.

Zu Jakobi werden die ersten Äpfel reif, die man nach dem Namen des heiligen Jakobus“Jakobi-Äpfel“ getauft hat.

Ebenso wird nach den ersten Frühkartoffeln, den „Jakobi-Erdäpfeln“ oder „Jakobi-Kartoffeln“, gegraben.

Bis Jakobsdag solle man neues Brot neue Kartoffeln haben
Beeren die man an diesem Tage pflückt sollen gegen Durchfall helfen und werden Jakobsbeeren genannt.

Jakobus der Ältere ist unter anderem der Schutzpatron
der Schröter, der Arbeiter und der Äpfel und Feldfrüchte