Archiv der Kategorie: Brauchtum

Wetterregeln. Bauernregeln Brauchtum 6 August

6. August
Verklärung Jesu

Stellt im August sich Regen ein,
so regnet es Honig und guten Wein.

Am heutigen 06. August 2017 ist der Tag des Gedenkens an den Atombombenabwurf auf Hiroshima im Jahr 1945.

Schlacht bei Spichern
Die Schlacht bei Spichern (auch Schlacht bei Speichern, Schlacht bei Spicheren, in Frankreich auch Bataille de Forbach genannt) am 6. August 1870 war eine Schlacht des Deutsch-Französischen Krieges. Sie wurde nach ihrem Schauplatz, dem Dorf Spichern bei Forbach unweit der deutsch-französischen Grenze bei Saarbrücken, benannt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Spichern

Orts Spitznamen im Saarland

Spitznamen für die Orte oder deren Bewohner sind keine Seltenheit.
Verspottend, Böswartig oder einfach nur Liebenswert …
Zum Beispiel die Mondorfer Kalkspatzen, mit Bezug auf das ehemalige Kalkwerk in Mondorf.
Oder die Oberescher Pidelcheer , von den Pfützen die früher auf den Straßen standen.
Von Aloisia Ory habe ich einen Hinweis auf den Spitznamen für die Silwinger: Silwinger Hombechen.
Hombechen ( Homböchen) kommt sicher vom „Flurnamen“ Auf Hombursch“ ( lang gezogenes o) , gelegen oberhalb des Nackberges. sehe beiliegendes Bild.

 

http://www.sr.de/sr/sr3/themen/panorama/saarlaendische_ort_saarlaendisch100.html

Foto – Sonnenblume

Den Zaun hat sie schon überragt, die Sonnenblume.
Und sie wird noch zulegen.
Heute in den Gärten nur noch als Zierpflanze verwendet, von der aber zumindest die Vögel profitieren. Und auch die Insekten erfreuen sich an ihrer großen, gelben Blüte.
Aber auch der Mensch kann sich ihrer bedienen.
Tee, Öl …

Andere Namen  : Gottesauge, Sonnenstern, Goldblume, Indianische Sonne, Vogelkernblume, Sonnenkrone,

Brauchtum:
Um den Hals getragen, entweder aufgefädelt als Kette oder in einem Beutel getragen, schützen die Kerne vor Krankheiten.
Eine Sonnenblume bei Sonnenuntergang gepflückt, hilft bei der Erfüllung kleiner Wünsche.
Schläft man mit einer Sonnenblume unter dem Bett, ist man in der Lage, in jeder Situation die Wahrheit zu erkennen.
Im Garten wachsende Sonnenblumen bewahren diesen vor Schädlingsbefall und bringen dem Gärtner Glück.

Sonnenblumen sollen mit ihren Wurzeln Schwermetalle aus dem Boden ziehen und diese dann einlagern.

Quelle: http://www.rohkostwiki.de/wiki/

Die Sonnenblume
möchte dich begrüßen
dieweil sie sich so gern zur Sonne wendet.
Nur steht zur Zeit
sie noch zurückgewiesen;
doch du erscheinst
und sie ist gleich vollendet.

Johann Wolfgang von Goethe

Mundart Kolumne in der SZ

Nach dem Tode von Frau Dr. Edith Braun, die lange Zeit die Mundartsparte in der SZ betreute, gibt es nun wieder eine solche in der SZ.
Und zwar die Mundart-Kolumne unter dem Namen „Saarmòò“.
Seit Februar 2017.
Abwechselnd auf Rheinfränkisch und Moselfränkisch erscheinen Texte von 6 Autorinnen und Autoren : Karin Peter (mf), Karin Klee (mf), Gérard Carau (mf), Georg Fox (rf), Peter Eckert (rf) und Günther Hussong (rf).
(Quelle Gau und Griis )

De Sprooch gehiert zou us. Se därf net verlur génn.

Johannistag 23 Juni – Wetterregeln, Bauernregeln, Brauchtum

Einer der wichtigsten magischen Tage des Jahres.

Der Johannistag (auch Johanni, Johannestag) ist das Hochfest der Geburt Johannes’ des Täufers am 24. Juni. Er steht in enger Verbindung zur zwischen dem 20. und dem 22. Juni stattfindenden Sommersonnenwende. Die Johannisnacht ist die Nacht auf den Johannistag, vom 23. auf den 24. Juni.

Wetterregeln:
Wenn Johannes ist geboren, gehen die langen Tage verloren
Wenn die Johanniswürmer glänzen, darfst man richten die Sensen.
Am Johannistag die ersten Kirch’ nach Hause trag.

Rhabarber sollte man nur bis zu diesem Tage ernten.

Das keltische Jahresfest LithaI das am Tag der Sommersonnenwende gefeiert wurde, wurde  von der  Kirche bekämpft und schließlich als Johannistag umgestaltet.

Das Johanniskraut das mit diesem Tage in einem besonderen Zusammenhang steht, sollte an diesem geerntet werden,
damit es eine besonders große Heilkraft erzielt.

Gedicht zum Johannistag von Johann Wolfgang von Goethe
Johannisfeuer sei unverwehrt,
die Freude nie verloren!
Besen werden immer stumpf gekehrt
und Jungens immer geboren.

De Chang hêtt Geburtsdach – Luxemburg Nationalfeiertag

Der luxemburgische Nationalfeiertag wird jedes Jahr am 23. Juni gefeiert.

Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts war es Tradition, den Geburtstag des jeweiligen Herrschers zu feiern.

Obwohl Wilhelm III am 17. Februar geboren wurde, wurde 1850 dieser Feiertag auf den 17. Juni verlegt, den Geburtstag seiner Frau, der Königin Sophie. Dies wegen der Nähe zum Todestag seines Bruders, Prinz Alexander, der am 20. Februar 1848 gestorben ist.

Unter der Herrschaft der Großherzogin Charlotte fiel die Feier auf den 23. Januar, also mitten in den Winter.

Deshalb wurde 1961 – aus rein klimatischen Gründen – entschieden, den Großherzoginnengeburtstag auf den 23. Juni zu verlegen. Dieses Datum wurde auch beibehalten als Großherzog Jean am 12. November 1964 den Thron bestieg, vermutlich, weil es der Vortag seines Namenstages Jean (Johannes) war, der am 24. Juni gefeiert wird.

Auch unter dem aktuellen Großherzog Henri hat das Datum weiterhin Bestand, auch wenn es nun keinen direkten Bezug zum Monarchen mehr hat.

Am Abend vor dem Feiertag wird im ganzen Land gefeiert, mit Feuerwerken und Festen.
Die Familie des Großherzogs besucht verschiedene Städte im ganzen Land.
Und eine große Militärparade wird am Feiertag in der Hauptstadt abgehalten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Luxemburgischer_Nationalfeiertag

Gipser …

Es gibt sie noch die Gipser.
Mein Vater war Gipser. Aus Gerlfangen
Gasthaus zum Gipser in Merchweiler

Die Hochburg der Gipser lag früher im Raum Rehlingen-Siersburg.
Dort erwarben die Gebrüder Knauf 1935 ein weiteres Gipswerk.
Und die Geschichte der Gipser im Saarland nahm seinen Lauf.
Auch heute noch kommen viele Gipser aus dieser Ecke des Saarlandes.
Knauf Gipswerke

Der Wonnemonat Mai …

Der Mai ist gekommen …
Wetter mäßig aber noch nicht so richtig.
Zu kühl auf jeden Fall bis jetzt.
Das Wachstum wird gebremst.
Im April hatten wir schon eine Kältewelle und den kältesten April seit 16 Jahren.

Aber…
Mairegen bringt Segen.
Ein kühler Mai wird hochgeacht’, hat stets ein gutes Jahr gebracht.

Also könnte das Jahr ab Juni besser werden und wärmer.

Der erste Eisheilige St. Mamertus am 11 mai stht kurz bevor und man merkt es.
Die Bohnen läßt man besser noch aus der Erde und auch andere Pflänzchen.

 

Heute ist Palmsondisch oder Palmsonntag

Palmsondisch, der Palmsonntag

ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit und der Sonntag vor Ostern. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, die in der evangelisch-lutherischen Kirche auch Stille Woche genannt wird.

Im Mittelpunkt der lateinischen Liturgie steht am Palmsonntag die Segnung der Palmzweige.
Von diesen gesegneten Zweigen wurde früher ein Teil mit nach Hause genommen und hinters Kreuz gesteckt.
Das Kreuz befand sich oft über der Küchentür und es war manchmal ein kleines Becken für Weihwasser darunter.

Der gesegnete Palmzweig sollte Haus, Wohnung und Stall gegen das Böse schützen.
Auch brennende Palmzweige auf dem Herd/im Herdfeuer sollte Schaden abwehren

Aus den verbrannten Palmzweigen des Vorjahrs wird die Asche für den Aschermittwoch bereitet. Die Asche wird am Beginn der Fastenzeit den Menschen in Form eines Kreuzes auf die Stirn gezeichnet.

Wetterregeln zum Palmsonntag:
Wenn es nicht an Palmsonntag regnet, so regnet es auf die Ostereier.
Mal sehen ob der kommende, also der Ostersonntag verregnet sein wird.

Ist der Palmsonntag ein heiterer Tag, für den Sommer ein gutes Zeichen sein mag.
Wenn’s den Buben auf die Palmbesen schneit, so regnet’s an Ostern der Jungfrau auf die Kränze.
Kommen am Palmtage die Palmen trocken nach Haus, so kommen die Garben trocken in die Scheuer.

Josefstag in Merzig 2017

Der Josefstag (auch Joseftag oder Josefitag) ist ein Hochfest der römisch-katholischen Kirche, das am 19. März zu Ehren des hl. Josefs, des Bräutigams der Gottesmutter begangen wird.

Josef oder Joseph ist ein häufiger Vorname unter Katholiken. Josef ist nach seinem von der Bibel überlieferten Beruf als Zimmermann der Patron der Arbeiter, insbesondere der Handwerker, hier wiederum der Zimmerleute und Schreiner.

Wetterregeln zum Josefstag

„Ein schöner Josefstag ein gutes Jahr verheißen mag.“

  • „Ist’s Josef klar, gibts ein gutes Honigjahr.“
  • Josephi klar, ein gutes Jahr
  • Hat der Matthias (24. Februar) endlich seine Hack’ verloren, wird der Joseph schon das Eis durchbohren.
  • Ist es an Josephus klar, wird es ein gesegnet’ Jahr.
  • Ist’s am Josephstag klar, folgt ein fruchtbar Jahr.
  • Wenn einmal Josephi ist, endet der Winter ganz gewiss.
  • Ist es am Josephstage schön, kann es nur gut weitergeh’n.
  • Bringt Rosamunde (11. März) Sturm und Wind, so ist Sibylla uns gelind.

Morgen am 20 März werden wieder hunderte Pilger in Merzig erwartet, um sich an der seit 173 Jahren statt findenden Josefswallfahrt zu beteiligen.
Die Geschichte dieser Wallfahrt geht zurück auf die Heilung eines Merzigers, den die Gicht plagte.
Im folgenden Jahr pilgerten darauf hin zum ersten Mal tausende von Menschen zur Josefskapelle.

Die Wallfahrt wird am Sonntag, 19. März, 19 Uhr, in der Pfarrkirche St. Josef eröffnet.

Am darauf folgenden Josefstag beginnt die Wallfahrt um 7 Uhr mit einer Beichtgelegenheit.

Messen und Predigens sind um 8.30 Uhr und um 11.30 Uhr und um 11 Uhr Festhochamt.

Um 14 Uhr geht es mit einer Festandacht weiter. Am Nachmittag findet um 15 Uhr eine Kreuzwegandacht in der Kirche statt, außerdem ist um 15 Uhr ein Kreuzweg von der Josefs- zur Kreuzbergkapelle geplant.

Der Vorfrühling ist da …

Der Vorfrühling beginnt meist Ende Februar oder Anfang März. Er wird angezeigt durch die Erste Blüte von Haselnuss, Schneeglöckchen, Schwarz-Erle und Salweide, die Vollblüte des Winter-Jasmins, in den Alpen den Austrieb des Bergahorn. Sobald die überschüssige Winterfeuchtigkeit von den Böden verschwunden ist, beginnt die landwirtschaftliche Tätigkeit, die mit der Aussaat des Sommergetreides endet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%A4nologie

August Stramm
Vorfrühling
Pralle Wolken jagen sich in Pfützen
Aus frischen Leibesbrüchen schreien Halme Ströme
Die Schatten stehn erschöpft.
Auf kreischt die Luft
Im Kreisen, weht und heult und wälzt sich
Und Risse schlitzen jählings sich
Und narben
Am grauen Leib.
Das Schweigen tappet schwer herab
Und lastet!
Da rollt das Licht sich auf
Jäh gelb und springt
Und Flecken spritzen –
Verbleicht
Und
Pralle Wolken tummeln sich in Pfützen.

Quelle:http://gutenberg.spiegel.de/buch/august-stramm-gedichte-152/13
type    poem, booktitle    Gedichte / Dramen / Prosa / Briefe,author    August Stramm, year    1997

publisher    Philipp Reclam jun., address    Stuttgart,isbn    3-15-009929-3
title    Vorfrühling,pages    9-10,created    19990614,sender    gerd.bouillon@t-online.de

Fastnacht im Landesarchiv

 

Fastnacht, Fasching, Karneval …
Auch im Landesarchiv des Saarlandes

“ Das Fastnachts-, Ulk-, Scherz- und Festblatt neuester Nachrichten aus dem Jahre 1896 wurde vor ein paar Tagen beim Bearbeiten des schriftlichen Nachlasses der Ensheimer und Forbacher Industriellenfamilie Adt im Landesarchiv entdeckt (Im Archivverzeichnis zu finden unter der Signatur FNL Adt 16).“

Tag der Muttersprache -Us Sprooch es sche.in

Awer wer kennt se noch?
On wer verstäht es noch on schwätzt se noch?

On noch wat! Schummen braucht man sich net dofier.

———-
Mein Wort zum Tag der Muttersprache:
Spawecken
Wat es dat?

Der Internationale Tag der Muttersprache ist ein von der UNESCO ausgerufener Gedenktag zur „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“. Er wird seit dem Jahr 2000 jährlich am 21. Februar begangen.[1]

Vor dem Hintergrund, dass gut die Hälfte aller weltweit gesprochenen Sprachen vom Aussterben bedroht ist, hat sich die UNESCO zum einen die Förderung von Sprachen als Zeichen der kulturellen Identität der Sprechenden auf die Fahnen geschrieben, zum anderen geht es ihr auch um den Fremdsprachenunterricht und Mehrsprachigkeit als Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis und Respekt.

Internationaler_Tag_der_Muttersprache

 

Die Vergangenheit von Silwingen

Momentan bin ich mehr mit der Ortschronik und Sichtung erhaltener Daten aus der Vergangenheit unseres Ortes und dem Aufbau eines Wikis ( Langzeitprojekt) für die Ortschronik beschäftigt. Hat jetzt Vorrang

Besonders interessant eine handgeschriebene Ortschronik von 1950/51. Geschrieben von Lehrer Baumann.
Rund 20 handgeschriebene Seiten. Schwerpunkt die Zeit um den 2 Weltkrieg.
Evakuierungen und Leben der Leute während und nach dem Krieg.
Erhalten von Dietmar Zenner

 

Historische Bilderflut -altes Foto

Unser Aufruf um historisches Material an die Silwinger hat uns eine wahre historische Bilderflut beschert.

Roland Bohr hat mir über 300 Bilder von früher aus den verschiedensten Bereichen überlassen. Vielen Dank.

Das folgende Bild zeigt frühere Erntearbeiten.
Rechts oben ist das Haus Schwarz Manfred,Renate zu sehen.
Laut Renate Schwarz ist das Foto nach 1938 entstanden.
Ganz vorne das Haus Maurer mit der noch nicht umgebauten Scheune links.
Den Schuppen neben dem Haus gibt es auch noch nicht.

Altes Wegekreuz in Silwingen

Das alte Wegekreuz wird dieses Jahr 200 Jahre alt.
Es befindet sich in einer Mauernische gegenüber dem Haus Mondorferstraße 27.

Es stellt die Kreuzigung dar.
Auf dem Sockel ist die Jahreszahl 1817 zu erkennen.
Eine Restauration scheint aber zu teuer zu sein, so das dieses alte Denkmal nach und nach verfallen wird.
Eine Möglichkeit wäre aber die Mauernische mit einer durchsichtigen, bruchsicheren Glasplatte zu verschließen.

Wissenswertes zu den Rauhnächten 02

Die indogermanischen Kelten feierten diesen Brauch zu Samhain, was in der Neuzeit zu Halloween avancierte. Zumindest an den vier besonders wichtigen Rauhnächten (21. Dezember, 24. Dezember, 31. Dezember und 5. Januar) werden im Volksbrauchtum Haus und Stall vom Hausvater mit Weihwasser und Weihrauch gesegnet, Kerzen entzündet und Gebete gesprochen. Diese vier Rauhnächte galten mancherorts als derart „gefährlich“, dass sie mit Fasten und Beten begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine Wäsche auf der Leine hängen. Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine auf der Straße sein.

In den zwölf Nächten, auch „die krummen Tage“ genannt, spinnt man nicht, weil sonst Frau Holle oder Frau Harre kommt und den Rocken verunreinigt. oder weil man Zank und Ungeziefer in das Haus zu spinnen meint.
Auch fürchtet man, daß die Hühner das ganze Jahr über keine Eier legen.
In anderen Gegenden hütet man sich davor, Hülsenfrüchte zu essen, weil man sonst Geschwüre bekommt.
Ein armer Mann aus Thüringen erzählte, dass es in seiner Jugend Sitte gewesen sei, in den zwölf Nächten in den Garten zu gehen, an allen Obstbäumen zu rütteln und ihnen zuzurufen: „Bäumchen, schlaf nicht, Frau Holle kommt!“
Frau Holle ist die uralte germanische Göttin HEL, mit den roten Augen der Hexen.

 

So geistern viele kuriose Gerüchte über die Rauhnächte umher und in jedem Jahr werden es mehr. So heißt es doch, dass wir in den Rauhnächten nicht um Geld spielen sollen. Eines bin ich mir gewiss, die Rauhnächte sind ganz sicher älter als das Geld selbst.

Räume nicht auf und wasche nicht an Weihnachten und zu Silvester ist auch kein ursprünglicher Rauhnachtsbrauch. Der Ursprung des heutigen Weihnachtsfestes liegt in der Wintersonnenwende und diese ist zumeist 3 Tage vor Weihnachten. Auch das Silvesterfest, wie wir es kennen, gab es noch nicht, als die Rauhnächte geboren wurden.

Vieles wurde im Laufe der Geschichte verfälscht und es ist heute wirklich sehr schwer zu sagen, welche Bräuche den Ursprüngen am ehesten entsprechen.

Zu guter Letzt sollst du in den Rauhnächten nicht mit den Türen knallen, du sollst nichts Geliehenes im Hause haben und dir deine Haare und Fingernägel nicht schneiden.

Über alles Weitere sind sich wohl selbst die Götter nicht ganz einig.

http://anthrowiki.at/Raun%C3%A4chte#Die_Wilde_Jagd
https://de.wikipedia.org/wiki/Rauhnacht

Wissenswertes zu den Rauhnächten 01

Die Festeszeit der Raunächte hat ihren Ursprung in der germanischen Zeitrechnung. Die Germanen kannten das Mond- und das Sonnenjahr, wobei sie in Mondzyklen von ca. 29,5 Tagen rechneten. Da das Sonnenjahr aber 365 Tage hat, besteht eine Differenz von 11 Tagen und 12 Nächten. Diese 12 Nächte sind die 12 Weihnächte oder Rauhnächte, von denen jede einem Mondzyklus entspricht. Die zwölf Monate, nach denen auch die Germanen das Jahr gliederten, bilden sich in der Abfolge der zwölf Nächte ab und Orakel, die in diesen Nächten gestellt wurden, sollten eine prophetische Vorbedeutung für die entsprechenden Monate des folgenden Jahres haben.

Altem Volksglauben zu Folge seien die Rauhnächte zum Erstellen von Orakeln sehr geeignet. Im Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube in Form des Bleigießens bis heute weiter gepflegt.

Um Mitternacht sollen Tiere die menschliche Sprache sprechen können und die Zukunft voraussagen. Wer das allerdings hört, der sterbe unmittelbar danach.

Quellen unter anderem:
http://anthrowiki.at/Raun%C3%A4chte#Die_Wilde_Jagd
https://de.wikipedia.org/wiki/Rauhnacht